26. Mai 2021
Roman Zeller

10.000 FC-Luzern-Fans feierten den Cup-Sieg ihrer Mannschaft. Was lernen wir daraus?

Seit 1992 war der FC Luzern ohne Titel. Am Pfingstmontag der Befreiungsschlag gelang. Im Cup-Final gewannen die Innerschweizer gegen den FC St. Gallen mit 3:1.

Klarer als das Resultat waren die Szenen nach dem Schlusspfiff: Eine Stadt flippte aus, 10.000 Menschen im Freudentaumel liessen ihre Mannschaft auf offener Strasse hochleben.

Noch klarer war nur, dass sich jemand gründlich darüber empörte. Nämlich: Die jungen Grünen des Kantons Luzern. «Skandalös» sei die Toleranz der Polizei und des Stadtpräsidenten gewesen, weil wenig Masken, dafür viel Nähe zur Schau getragen worden seien.

Zur Erinnerung: Bereits im Februar feierten über tausend Menschen die Fasnacht in Einsiedeln – an der frischen Luft. Der Aufschrei war gewaltig. Die «Guerilla-Fasnacht» sorgte schweizweit für Schlagzeilen, aber nicht für höhere Fallzahlen; die Corona-Infektionen in Schwyz sanken damals sogar leicht.

Das Szenario wiederholte sich in Zug: Der EVZ wurde Schweizermeister, 5000 Fans jubelten unter freiem Himmel, linke Kreise waren empört, und die Kurve der Fallzahlen sank.

Nach dem Cup-Sieg des FC Luzerns ist immerhin eine positive Lernkurve auszumachen: Bis heute sind es nur die jungen Grünen, die das Freiluftspektakel empört.

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17 Kommentare zu “10.000 FC-Luzern-Fans feierten den Cup-Sieg ihrer Mannschaft. Was lernen wir daraus?”

  • beatz sagt:

    Ja genau Urs, Lockdowns sind keine Lösung. Und wenn sie und alle anderen Pharmaabhängigen sich jährlich impfen lassen gegen alles mögliche habe ich nichts dagegen.
    Ich persönlich halte meine persönliche Abwerarmee auf Trab und pflege Sie auch intensiv mit allerlei Aktivitäten und auch Passivitäten. Nur zu empfehlen und ist sogar noch gratis.

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    • UrsD sagt:

      Auch voll einverstanden damit. Aber das Problem der letzten gut 5 Monate bestand darin, dass ausgerechnet alles geschlossen wurde, was die Gesundheit und insbesondere das Immunsystem stärken konnte, z.B. Hallenbäder und Saunas, obwohl es mittlerweilen klar ist, dass es bei diesen Gesundheitseinrichtungen im Vergleich zu Arbeitsplatz, Schule und Familie zu praktisch keinen potentiell gefährlichen Begegnungen kommt, vorausgesetzt man beachtet elementare Schutzkonzepte, insb. max. Besucherzahlen.

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  • Baresi sagt:

    Sind das nicht diejenigen, die jeden Polzeieinsatz als zu gewaltsam kritisieren und am liebsten die Polizei abschaffen wollten?

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Bei dem Wetter zeigt es sich, dass doch das unsinnige CO2 Gesetz eine reine Abzockerei des Bürgers ist. Wenn ich im Wald bin und sehe, dass die Tannen immer noch voll behangen mit Tannzapfen sind, dann können wir uns doch freuen, dass der nächste Winter ebenso Schneereich sein wird. Wir müssen endlich wieder zur Normalität zurück kehren und auch Publikumsfreudige Anlässe durch führen können, besonders im Freien und ohne Maske,, z.B. Alpabfahrten im Herbst

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Scheinheilig bis total verlogen und parteiisch zeigen sich die Luzernen "Grünen"! Mediengeil war gestern ihr Auftreten vor den laufenden SRF-Kameras! Doch ernst nehmen kann man diese Empörung aus politischer Sicht nicht! Was mich aber als alter Grufti, der seit einem Jahr alle Berbote streng befolgt, stört, ist das "nur Zuschauen" der Polizei. Immer noch sind alle Beizen zu, überall herrscht die Maskenpflicht und in Luzern kann wegen einem sportlichen Sieg dies alles straflos ignoriert werden!

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    • beatz sagt:

      Sie sind tatsächlich ein alter grufti wie sie sich selber bezeichnen und missgünstig noch dazu

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      • Rolf Bolliger sagt:

        Wahrscheinlich sind Sie, geehrtes Schreib-Anonym "beatz", ein Luzerner Fussball-Fan und ein Mensch der nie ein "alter Grufti" sein wird! Zu Ihrer Beleidigung, ich sei dazu noch missgünstig, nur ein Satz: Auch ich verurteile die politische "An die Wandfahrerei" der Wirtschaft und vorallem des Gastgewerbe durch den Bundesrat ebenfalls aufs schärfste. Aber was diese Tausenden ohne Masken und eng aufeinander, johlend in Luzern abzogen, war einfach unentschuldbar!

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    • Realistin sagt:

      Soll die Polizei gegen ihre eigenen Landsleute vorgehen, weil die sich nicht mehr an offensichtlich willkürliche und unnötige "Massnahmen" halten und sich einfach wieder normal benehmen?
      Mich stört "das nur Zuschauen" der Polizei viel mehr, wenn Saubannerzüge Eigentum verwüsten, beschädigen oder gar Leute angegriffen werden.

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  • VP-Falger sagt:

    Es ist eine Freude zu sehen, dass es noch bodenständige Schweizer gibt, die es sich nicht nehmen lassen, im Freien, in der gesunden frischen Luft unmaskiert ihrer Freude Ausdruck zu verleihen. Bravo an alle Mutigen.

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  • UrsD sagt:

    Stimmt, weil es fast Sommer ist oder zumindest sein sollte (leider lässt die Klimaerwärmung schon seit langem nicht mehr grüssen). Nicht zu vergessen dabei, dass auch mal wieder der Herbst und der Winter kommt und dann für Corona wieder bessere Bedingungen herrschen, Impfungen hin oder her. Grosse Vorsicht ist auch bei Massenanlässen in Innenräumen angebracht, was das Jodlerfestival in Schwyz letzten Herbst zeigte. Es hatte SZ in wenigen Tagen vom letzten auf den 1. Coronaplatz katapultiert.

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    • beatz sagt:

      Na und Urs? Ist jemand gestorben nach dem Jodlerfestival? Ihrem Gedankengut folgend werden wir nie mehr irgendeine Veranstaltung besuchen dürfen, wir könnten uns ja anstecken!

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      • UrsD sagt:

        Ja, es sind viele davon gestorben und Intensivpatienten mussten ausgeflogen werden. Aber ich gebe Ihnen insofern recht, dass wir wieder mehr Normalität anstreben müssen und die Coronamassnahmen auf das beschränken sollten, was vernünftige Menschen machen, wenn eine Grippeepidemie droht, d.h., jährliches Impfen (manchmal ist es erfolgreich, manchmal etwas weniger) und wenigstens die Massnahmen befolgen, die sehr viel nützen und wenig schaden (Hygiene, Abstand, etc.). Lockdowns sind keine Lösung!

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        • Realistin sagt:

          Wieviele genau sind wegen dem Jodlerfest gestorben?
          Wieviele Intensivbettenim Kt. Schwyz gibt es für wieviele Leute?

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        • holsderkuckuk sagt:

          Nein UrsD. Es wurden Intensivpatienten aus Portugal eingeflogen. Auch in Basel kamen Covid-Patienten aus dem Elsass in Behandlung, weil die Franzosen Material für die Schweiz blockierten. Ihre Quellen, vermute ich SRG oder die Main Stream Medien sind so sauber wie ein Rinnsal, das aus einer Kloake rinnt. Dass die Zeitungen im 2020 rund 480 Millionen an Subventionen und Vergünstigungen erhalten haben und Frau Sommaruga schon wieder die Presse für nicht endenden Beifall kaufen will, ist super.

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      • Meinrad Odermatt sagt:

        Wenn uns nur endlich jemand plausibel erklären könnte, wo, bei wem und wie man sich dann noch anstecken könnte. Das Virus kommt in der Luft ja nicht vor! Wo zum Teufel soll es dann herkommen?

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        • hape sagt:

          ...zum Beispiel von UrsD...

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        • UrsD sagt:

          Genau diese Frage haben sich sehr viele Leute heute vor einem Jahr auch gestellt. Verständlich, denn zwischen ca. April bis September sind Viren kaum bis gar kein Thema, egal ob Grippe-, Corona - oder was auch immer. Das böse Erwachen kam dann Ende Okt., aber man versuchte, schön weiterzuschlafen bis Panik kam. Gut, für den kommenden Herbst stehen die Chancen gut, dass es deutlich weniger schlimm kommt, aber es hängt von sehr vielen Faktoren ab (Impfakzeptanz /-effektivität, Mutationen, etc.).

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