01. April 2021
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Marcel Odermatt

38 Milliarden Franken hat die Pandemie bislang gekostet. Auch darum muss jede weitere Massnahme genau überprüft werden

Ueli Maurer informierte an der Bundesratssitzung am Mittwoch seine Kollegen über den Stand der aktuellen Covid-19-Ausgaben in den Jahren 2020 und 2021. Es kann einem schwindlig werden.

Der Finanzminister beziffert die Kosten per 31. März 2021 auf 38 Milliarden Franken.

Wer das zurückzuzahlen hat, erläuterte der SVP-Magistrat seinen Parteikollegen an der Delegiertenversammlung in Neuenburg vom vergangenen Samstag. «Schauen Sie auf der Strasse, wenn Sie ein kleines Kind sehen. Sie oder er mit der Kinderkartentasche umgebunden, wird diese Schulden eines Tages zurückzahlen müssen.»

Angesichts dieser astronomischen Kosten lässt sich zweierlei festhalten: Es ist gut in einer Gesellschaft zu leben, die bereit ist, sich dermassen zu verschulden, damit jede und jeder eine optimale Gesundheitsversorgung garantiert hat.

Gleichzeitig muss es selbstverständlich sein, dass jede Massnahme jeden Tag auf ihre Notwendigkeit und ihren Sinn überprüft wird.

Wir haben eine Verantwortung gegenüber allen: jene die an Covid-19 erkranken und jenen, die im Moment noch sorglos in den Kindergarten spazieren.

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4 Kommentare zu “38 Milliarden Franken hat die Pandemie bislang gekostet. Auch darum muss jede weitere Massnahme genau überprüft werden”

  • mikueder sagt:

    Warum hat man anstatt die Leute mit diesen Massnahmen zu drangsalieren das Geld nicht dazu verwendet neue Spitäler zu bauen (statt welche zu schliessen) und Intensivstationen auszubauen (anstatt sie zu reduzieren), wenn doch angeblich das Gesundheistsystem vor dem Kollaps steht?

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  • Edmo sagt:

    Natürlich haben wir eine Verantwortung für alle. Das ist allerdings keine Rechtfertigung für den totalen Verlust jeglicher Verhältnismässigkeit. Neben den Covid-19 Kranken gibt es nicht nur Kinder, sondern viele Menschen, denen man die Grundrechte geraubt hat. Menschen, denen man die wirtschaftliche Existenz unter den Füssen weggerissen hat. Menschen, die vereinsamen. Gesellschaftliche Strukturen, die nachhaltig zerstört werden. Maskengesichter ohne Mimik...

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  • D.Z. sagt:

    Das Geld, welches man bis anhin versenkt hat, soll nicht den Kurs von morgen bestimmen. Wenn der Staat weiterhin die Fallzahlen verwaltet, so kommen noch ein paar duzend Milliarden dazu. Die Schweiz könnte mit einem Strategiewechsel ein Leuchtturm sein: Schützt die Risikogruppen, auch mittels Impfung, und lasst die anderen leben, und zwar gänzlich ohne Zwangsmassnahmen, Massentests und Diskriminierung durch Impfzertifikate!

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