04. Mai 2021
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Beat Gygi

Abstimmungs-Propaganda in der Konjunkturprognose: Wachstums- und Inflationsrisiken – alles halb so schlimm. Für die UBS birgt das Klima die grössten Unwägbarkeiten

Die Grossbank UBS bringt die neue Prognose für die Schweizer Wirtschaft: Nach Corona kommt voll das Wachstum, dieses Jahr gibt es 3,3 und nächstes Jahr 3 Prozent Plus.

Und Inflationssorgen für die Schweiz sind unbegründet. Wachstums- und Inflationsrisiken nehmen also ab, alles beruhigend.

Halt, nein, nicht einschlafen, jetzt kommt’s: Klimarisiken! «Die Klimaerwärmung, durch den starken Anstieg von Treibhausgasen in der Atmosphäre verursacht, verlangt rasches Handeln und die Umsetzung von langfristigen Massnahmen», mahnt UBS.

Die Schweiz wolle bis 2050 netto ja Null Emissionen erreichen, «über ein erstes Bündel an Massnahmen wird im Juni abgestimmt».

Abstimmungsthemen in der Konjunkturprognose –und erst noch mit viel Aufwand eingebaut: UBS präsentiert eine Umfrage unter 2500 Firmen: eine grosse Mehrheit unterstütze das Netto-Null-Ziel, über die Hälfte habe schon Massnahmen ergriffen.

Eine Wirtschafsprognose minutiös berechnet auf zwei Jahre – und im gleichen Atemzug eine Klimawarnung per 2050, gestützt auf völlig undurchschaubare Modelle. Was soll das?

Oder ist es anders, ist der Horizont für die Klimawarnung gar nicht 2050, sondern der 13. Juni, das Abstimmungsdatum?

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10 Kommentare zu “Abstimmungs-Propaganda in der Konjunkturprognose: Wachstums- und Inflationsrisiken – alles halb so schlimm. Für die UBS birgt das Klima die grössten Unwägbarkeiten”

  • Janosh sagt:

    Mit einer Plafonierung der Einwohnerzahl auf den Stand von 2000 könnte die Schweiz den CO2-Ausstoss pro Jahr problemlos um 6 Mio. Tonnen reduzieren!

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  • jan schneidler sagt:

    Weder zeitgenössische Beobachtungen noch die geologischen Aufzeichnungen stützen computergestützte Behauptungen, dass CO2 der „Kontrollknopf“ für das Erdklima ist. Klimamodelle sagen zwei- bis dreimal mehr Erwärmung voraus als beobachtet.

    Meteorologen, die auch mit Computermodelle arbeiten, können sichere Wettervorhersagen nur für Tage machen. Sollte man also 50-Jahres Prognosen von unvollständigen Klimamodelle vertrauen?

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  • VP-Falger sagt:

    Klimawandel, COVID-19 und alle darumherum gebüschelten Angstmacher haben den alleinigen Zweck, die Schweiz EU-tüchtig zu machen. Die Staatskasse und das Volksvermögen weckt starke Begehrlichkeiten in Brüssel. Das Wetter 2 Wochen vorherzusagen gelingt nicht, aber die universitären Vollidioten wollen das Klima steuern können... Der Wind bringt den Saharastaub und seinerzeit die atomar verseuchte Luft aus Ternob yl. Da nützt die NULL-Grenze nichts, denn der Planet bevorzugt Ausgleich der Kräfte.

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  • wschriber sagt:

    Ich frage mich, was für Unternehmen es sind, die einer Grossbank eine gegenteilige Meinung äussern und wie viele Befragte haben nicht geantwortet. Und ich frage mich wie viele Unternehmen sind sich über die Kosten und Umsatzverluste des Netto-Null-Ziels bewusst, die auf sie zukommen werden, wenn das CO2-Gesetz angenommen wird. Leiden nicht schon heute viele Unternehmen durch die Covid-19-Massnahmen, dem "Trainingslager" der Corona-Lock-Downs?

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  • markus9671 sagt:

    Das ist doch pure propaganda man schwimmt mit der grün-sozialistischen Welle mit um erstens von den eigenen Fehlleistungen abzulenken und zweitens wird bei der Annahme des CO Gesetzes jährlich ein Milliardenbetrag angesammelt, der ähnlich des AHV Fonds verwaltet werden muss und wer hat hier natürlich die grössten Kompetenzen - klar der grösste Vermögensverwalter der Welt - die UBS!

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  • Fede sagt:

    Auf den Klima-Kommentar der UBS haben wir ja gerade noch gewartet. Sollen sie doch zuerst Mal ihre internen Hausaufgaben seriös erledigen und nicht fantasiöse Langzeitprognosen abgeben.

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  • Reutimann Werner sagt:

    Deshalb am 13. Juni 2021:
    Nicht nur das CO2-Gesetz, sondern am Besten ALLE 5 Volks-Abstimmungen ablehnen!
    Die bundesrätlichen Abstimmungsunterlagen (Erläuterungen des Bundesrates) sind bereits heute zur Lektüre empfohlen. Im Internet unter Volksabstimmung 13. Juni 2021 ersichtlich.

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  • Bischi49 sagt:

    Natürlich geht’s um den 13. Juni. Da soll ja ein Gesetz durchgedrückt werden, das dem Bürger mehr Geld wegnimmt und jährlich 1000 Mio. Fr. zusätzlich in den Wirtschaftskreislauf einschleust. Ob allerdings die UBS in grossem Mass davon profitiert? Meiner Ansicht nach eher der rot-grüne Filz. Eine Lehre ist trotzdem zu ziehen. Die Wirtschaft ist kein Partner der Liberalen, denn sie kennt keine Prinzipien ausser dem Gewinn, was an sich ja auch ok ist, sofern man auf Illusionen verzichtet.

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    • Edmo sagt:

      1000 Mio. Franken reichen locker aus, um die Banken, Versicherungen und Industrie auf den Plan zu rufen. Der rot-grüne Filz hofft zwar auf den grossen Reibach, doch bei so viel Geld wird der Verteilungskampf härter als sich das der naive Filz vorstellen kann. Natürlich wird ein ordentlicher Batzen dort hängen bleiben, aber die ganz grossen Summen fliessen zu den mächtigsten Playern im Markt. Ansonsten würden sie sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen.

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