14. September 2021
Florian Schwab

Abwasser predigen, Jahrgangs-Champagner trinken: Die Unia sitzt auf einem Millionenvermögen und frönt dem Kapitalismus

Weltwoche-Leser wissen es schon lange: Die grösste Gewerkschaft der Schweiz ist ein Konzern, der jährlich hunderte Millionen umsetzt.

Ein bislang fehlendes Puzzle-Teil hat jetzt das Bundesgericht ans Licht befördert: jenes über das Vermögen der Gewerkschaft.

Dank dem Urteil erfährt man, dass die Unia auf Bankguthaben von sechzig Millionen Franken sitzt und auf 118 Immobilien mit einem Steuerwert von gut 389 Millionen Franken besitzt. Der Marktwert liegt beträchtlich höher. 

Als Grossgrund-Besitzerin frönt die Unia dem Kapitalismus, den sie sonst verdammt. Auch in der Mitglieder-Werbung wendet sie Methoden an, für die man jedes andere Unternehmen zu recht tadeln würde.

Die Doppelmoral der in roter Wolle gefärbten Kapitalisten wäre lustig, würde sie nicht von der Allgemeinheit finanziert. Mehr als die Hälfte der Unia-Einnahmen kommen vom Staat.

Vom Bund erhält sie jährlich Dutzende Millionen Franken für die Bewirtschaftung von Arbeitslosen-Kassen und Gesamtarbeits-Verträgen. Teilweise in eigenen Immobilien, wofür grosszügige Miet-Einnahmen in die Kasse fliessen.

Die Wirtschaftsverbände schauen dem Treiben tatenlos zu und unterstützen es sogar politisch – im Handel gegen die Zustimmung der Unia zur Personenfreizügigkeit. Sie haben das Anschwellen der Unia-Kriegskasse mitverursacht.

Über so viel Dummheit kann man nur staunen.

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16 Kommentare zu “Abwasser predigen, Jahrgangs-Champagner trinken: Die Unia sitzt auf einem Millionenvermögen und frönt dem Kapitalismus”

  • holsderkuckuk sagt:

    Die Mehrheit der sogenanten Volks- und Kantonsvertreter, sind Abzocker und Selbstdarsteller und leben nach der Devise: Wenn ich mir Gutes tue, dann bin ich ein guter Mensch. Seit mehr als dreissig Jahren hat die Legislative nur Unfug getrieben. Die Bundespoliiker produzieren am Laufband Kommissionen und ander Pöstchen, damit viele am Schweinetrog mitgrunzen und stillhalten. Schaut euch mal die "Auslese der Schweiz" an, mehrheitlich am Tropf der öffentlichen Hand, Verbands- und Vereinsmeier.

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  • simba63 sagt:

    Wir haben doch die SVP, die FDP, die Mitte, die Economie Suisse, den Gewerbeverband und viele andere die sich rechts nennen und die diese Schindluderei abstellen könnten. Wäre doch kein Problem. Aber eben, ausser der Ersteren sind alle links, zumindest stark links angehacht und alle haben nicht den Mut und dann auch das Stehvermögen, dem linken Zeitgeist entgegen zu treten, die Sauerei beim Namen zu nennen, d.h. die Verlogenheit der Gewerkschaft publik zu machen.

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    • holsderkuckuk sagt:

      Die FDP "Für Den Profit" und Ex CVP = Catholisch Verlogene Partei mit gutem Grund den Namen gewechselt in die Mitte. Schauen sie einen Elfanten von hinten an, da sehen sie in der Mitte etwas Grosses. Die SRG ist eine langjährige Pfründe, exclusiv für Politiker der CVP z.B. Der Präsident, Der Bundeskanzler ist auch von der CVP weil er der tüchtigste ist.

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  • Heinrich sagt:

    Alles was links, rot, sozialistisch und grün ist, jetzt auch die in der Mitte, wird so als Mitglied geködert. Die Welt verändern, gemeinsamer Umbau, alle sind lieb und gleich. Kein Kapitalismus dafür Marx. Die Jungen fallen drauf rein wie in einen Honigtopf. Nur die wenigen bemerken mit der Zeit, dass die Oben gerne Kapitalismus betreiben, Pölsterchen ansetzen und Privilegien haben wie schon immer. Wasser predigen und Wein......, ja sie wissen was gemeint ist.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Wenn Bankster-Halunken-Lakaien/Marionetten mit solchen Antikapitalisten-Chaoten-Hetzern zusammen-mauscheln?
    Wenn wir an all die AG-Typen-, Ekelconomiesuisse-, Swissmem-, Avenirsuisse-Lügner und ""Wirtschaftsvertreter""-Schwätzer im Bernsumpf denken, die alle mithalfen, z.B. mittels ...hihi..Tripartite Kommissionen etc. Arbeitgeber und Büezer auszuplündern, damit Halunken-Heuschrecken UND Gewürgsafter ZUSAMMEN...derart abzocken, bleibt die Frage: was haben die dafür selber, persönlich abgezockt?

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  • Henoch sagt:

    Das war ja abzusehen. Die Gewerkschaften brauchen keine Mitglieder mehr. Sie wird über Zwangsabgaben überfinanziert. Wir haben dem zugestimmt und mir wird es heute noch übel bei dem Gedanken. Umsomehr wenn ich von diesem Vermögen hör bzw. lese.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.
    Adenauer

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  • Peter Rossa sagt:

    wir brauchen in unserem Land endlich eine "Gewerkschaft der Steuerzahlenden"

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  • Peter Rossa sagt:

    "Über so viel Dummheit kann man nur staunen": ja, klar, aber nicht die Dummheit der UNIA-Bosse und "BossInnen", sondern die absolute Dummheit gerade von "bürgerlichen" PolitikerInnen, welche die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen willfährig mit-geschaffen haben und "nicht wissen", welchem Abzocke-Monstrum sie dadurch als Geburtshelfer dienten und dienen. Es sind ja "bloss Steuergelder", welche da verbraten werden ...!

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  • yogi sagt:

    Heisst UNIA nicht: Uh Nie Irgendwie Arbeiten ?

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  • olive sagt:

    Linke leben vom Kapitalismus sehr gut und wenn sie die Chance sehen, selber Kapitalisten zu werden, ergreifen sie sie in Eilzugstempo. Mit dem Heiligenschein des "Schutzes der Benachteiligten undn Minderheiten" versehen bedrängen sie Arbeitgeber und zerstören bewährte Strukturen.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Nochmals,
    all deren Abzocke, ob als Sheriffs bei Arbeitgebern, Staatsfuttertrog-Abzocker, Mafia bei den..."""Mitgliedern""" oder Volksverhetzer mittels Burgener-Typen und einem widerlichen Secondo-Einschleicher-Heer, ist nur möglich, weil die selbsternannten anständig-stilvollen Sozn-Lotterbett-Sch(w)einbürgerlichen mithetzen, um für ihre Leuchtturm*Innen Leutenegger, Quarkwalder Portmann Pfister Schnädrch-Schnätrch, Flurischaden Cacaroni Engelberger etc. ein Katzentischplätzchen zu ergattern!

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  • Edmo sagt:

    Die Unia ist politisch am extrem linken Rand. Wenn sie kapitalistisch arbeitet und sich auch noch mit Steuergeldern den Gewinn aufstocken lässt, dient das ausschliesslich dem guten Zweck. Das ist der entscheidende Unterschied. Wenn andere Leute Immobilien besitzen und Mieterträge erwirtschaften, ist das Habgier und hat mit gutem Zweck rein gar nichts zu tun. Ist doch einfach nur logisch. So geht und ging Sozialismus schon immer. Alle Tiere sind gleich, nur einige sind etwas gleicher.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Nichtlinke und Nichtgewerkschafter aufs übelste als rechteliegende "Kapitalisten" zu beschimpfen und alles was ihnen nicht in ihre Ideologie passt zu verketzern, war und ist schon immer das Hauptwerkzeug der UNIA gewesen! Wer keine gewerkschaftliche Solidarität als Büezer zeigt und bezahlt, wird als rechtsextremer Kapitalisten verschrien! Nun wird also durch ein Gerichtsverfahren bekannt, dass die UNIA eine reiche Kapitalgesellschaft ist! Wasser predigen und Champagner trinken!

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