21. Januar 2021
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Beat Gygi

Achtung Diskriminierung – Darf man nicht mehr anstellen, wen man will?

Neues aus der Korrektheitsforschung: Drei ETH-Wissenschaftler zeigen in einem aufsehenerregenden Artikel in der Zeitschrift Nature, dass bei Stellenbewerbungen nicht nur fachliche Qualifikationen eine Rolle spielen, sondern auch Geschlecht und Nationalität.

Ausländer haben es bei Bewerbungen demnach schwerer als Schweizer, Frauen kommen weniger gut in Männerberufe – und Männer weniger gut in Frauenberufe. Ausgewertet wurden zahlreiche Online-Rekrutierungsvorgänge auf einer der grössten Vermittlungsplattformen der Schweiz, Job-Room.

Durchs Guckloch wurde also das echte Leben beobachtet. Und die Firmen wurden ertappt: Sie verletzen bei Anstellungsverfahren die Chancengleichheit nach Geschlecht und Herkunft. Das ist Diskriminierung! Die NZZ transportiert diese Bedenken ins Publikum.

Aber: Darf denn ein Arbeitgeber heute nicht mehr einstellen, wen er will? Wer einen Schweizer Monteur bevorzugt, weil der weiss, was krampfen heisst und was die Kunden wollen – was ist schlimm daran?

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2 Kommentare zu “Achtung Diskriminierung – Darf man nicht mehr anstellen, wen man will?”

  • Silvio Valentino sagt:

    Schlimm daran ist wohl allein, dass es einigen Punkten des «UN-Migrationspakts" widerspricht. Wer's nicht glaubt, kann das selber nachlesen (Globaler Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration). Der Bundesrat wollte 2018 bereits zustimmen, ohne parlamentarische Beratung, musste dann auf Druck des von der SVP angeführten Widerstands zurück krebsen und sich enthalten. Das Ganze ist noch in der Schwebe. Jetzt werden halt Fakten geschaffen. Dieses Vorgehen ist doch nicht neu.

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  • Bischi49 sagt:

    Gleichstellung, Chancengleichheit etc. ist ja schön und gut und auch richtig. Aber der Tunnelblick nur auf diese Kriterien verbaut leider den Blick auf‘s Ziel, ein Projekt oder einen Job im Interesse der Sache selbst gut zu machen. Eine Position dank Gleichstellung zu erlangen ist eben kein Leistungsausweis und diskriminiert jene, die zwar einer zwecks Gleichstellung zu fördernden Gruppe angehören, aber ihre Position dank tatsächlicher Leistung verdienen.

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