Corona-Shutdown: Alain Berset ist kein Staatsmann. Er ist einfach ein schlechter Manager

15. Jan 2021
Erik Ebneter

Der Staatsmann verhält sich zum Politiker wie der Unternehmer zum Manager. Der Staatsmann fragt sich, welche Folgen sein Handeln für das Land in fünf, zehn Jahren hat. Der Unternehmer hält es mit seiner Firma ebenso. Dagegen sorgt sich der Politiker um seine baldige Wiederwahl, so wie der Manager um den nächsten Quartalsabschluss.

Angeführt von Gesundheitsminister Alain Berset, verordnet der Bundesrat der Schweiz einen weiteren Shutdown. Nach fast einem Jahr Pandemie sieht die Regierung kein anderes Mittel, um die medizinische Grundversorgung in den nächsten Wochen sicherzustellen. Dafür nimmt man wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgeschäden in unbekannter Höhe in Kauf.

Der Bundesrat verschiebt die Probleme damit einmal mehr in die Zukunft, statt sie in der Gegenwart zu lösen. So war es schon vor der Pandemie. Die Behörden verpassten es, genügend Schutzmaterial zu lagern, obwohl es dafür einen Auftrag gab. Offenbar konnte sich niemand vorstellen, dass tatsächlich eine Pandemie die Schweiz heimsuchen würde.

In diesem Stil ging es weiter. Bis heute fehlen Schutzkonzepte für Alters- und Pflegeheime. Die Impfkampagne läuft spektakulär langsam an. Die Covid-App bleibt ein Flop. Um einen weiteren Shutdown zu vermeiden, hätte Berset all diese Probleme schon vor Monaten angehen müssen. Stattdessen inszenierte er sich in einem Buch als Staatsmann.

Aber Alain Berset ist kein Staatsmann. Er ist einfach ein schlechter Manager.

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