01. April 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Alain Berset zelebriert sich jede Woche vor den Medien als grosser Krisenmanager. Der wahre Corona-Star ist allerdings ein anderer

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie tritt Gesundheitsminister Alain Berset mindestens einmal pro Woche vor die Medien. Der Informationsgehalt seiner Ausführungen ist häufig dürftig, besonders in den letzten Wochen. Man hat den Eindruck, ihm gehe es vor allem um Image-Politur.

Finanzminister Ueli Maurer lässt sich dagegen im Medienzentrum nur blicken, wenn er tatsächlich etwas Neues zu berichten hat. Er hat sich auch nicht wie der Gesundheitsminister in zwei Büchern als grossen Krisenmanager abfeiern lassen. Aber wenn es so etwas wie einen Helden im Bundesrat gibt, dann ist es Maurer.

Er warnte immer wieder vor dem sich auftürmenden Corona-Schuldenberg. Die Medien und die Linken legten ihm das als Knausrigkeit aus.

Aber noch nie hat ein Finanzminister so rasch und beherzt versucht, die Einkommen seiner Landsleute zu sichern. Das Corona-Hilfskredite-Programm vom Frühjahr 2020 war Weltklasse. Die Schweiz war das einzige Land, das in Rekordzeit notleidende Unternehmen mit Liquidität versorgen konnte.

Als im Herbst die zweite Welle über das Land rollte, gleiste Maurer mit Augenmass ein Härtefall-Programm auf und erhöhte die dafür notwendigen Mittel in mehreren Tranchen auf heute über 10 Milliarden Franken.

Sein Departement brachte die Nationalbank dazu, Gewinnausschüttungen an Bund und Kantone rückwirkend ab 2020 und bis 2025 von vier auf sechs Milliarden Franken zu erhöhen. Dank dieser Finanzspritze schreiben viele Kantone im letzten Jahr trotz Corona schwarze Zahlen.

Was für einen Zirkus und Aufstand hätten die Medien und die Linken wohl veranstaltet, wenn Finanzminister Maurer so gepfuscht hätte wie Gesundheitsminister Berset.

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8 Kommentare zu “Alain Berset zelebriert sich jede Woche vor den Medien als grosser Krisenmanager. Der wahre Corona-Star ist allerdings ein anderer”

  • tinaabegg sagt:

    Hilferuf am Ueli Maurer!!! Rufen Sie bitte Lonza an. Das ganze ist nur noch ein finanzielles und logistisches Problem. Berset brauchen wir dazu nicht!!!
    Herzlichen Dank

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  • tinaabegg sagt:

    Na Alain, hast Du Lonza schon angerufen oder bist du in den Osterferien uns suchst Ostereier? Zur Info: in der Schweiz funktionieren die Telefone auch am Wochenende! Genauso wie der Virus nicht in die Osterferien geht!

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  • Buecherwurm sagt:

    Immer mehr Menschen denken darüber nach, wie Sie die Einschränkungen für sich umgehen können und machen das dann auch.

    Dagegen denken Politiker darüber nach, was Sie noch alles verbieten und einschränken können, um Corona endlich in den Griff zu bekommen.

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  • Bischi49 sagt:

    Es ist wie überall, es gibt Schnurri und Blender! Und es gibt glücklicherweise auch beherzte Macher, die ohne grosses TamTam das Richtige tun. Wenn wir 7 Ueli Maurers im Bundesrat hätten, wäre der Lockdown längst nicht mehr nötig.

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  • Guy Tiger sagt:

    Berset hält sich immer noch für den besten Mann für den Job. Einfach unfassbar diese Ignoranz und Borniertheit. Er ist ein schlechter Redner, ein schlechter Politiker und ein miserabler Departementsvorsteher. Ich kenne niemanden, wirklich niemanden, der Berset heute noch vertraut. Angefangen hat das ganze bereits mit dem Debakel seiner hingewursteten AHV-Revision. Die selbe Salamitaktik wendet er auch bei Covid-19 an. Sein Verhalten zeigt: dieser Mann ist kein Demokrat! Was macht er also dort?

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  • D.Z. sagt:

    Plakativ gesagt tut er das, was die Linke besonders gut kann: Ein Problem verwalten, anstatt zu lösen.

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