01. Februar 2021
Alles lesen
Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Alain Bersets Impfversagen: Sputnik V als letzter Ausweg?

Prominent berichteten am Wochenende diverse Sonntagsmedien über einen weiteren Impfstoff gegen das Coronavirus, das Vakzin von Johnson & Johnson, das wohl demnächst die Zulassung erhalten wird. Die NZZ am Sonntag meldete gar, das Bundesamt für Gesundheit (BAG) habe mit diesem Unternehmen Verhandlungen aufgenommen.

Wieso erst jetzt? Geschah das aus der schieren Not heraus, weil andere Hersteller wie Biontech/Pfizer, Moderna und Astra/Zeneca die versprochenen Dosen nicht liefern können? Der Impf-Fahrplan ist ins Stocken geraten. Der Gesundheitsminister muss sich – nicht das erste Mal – vorwerfen lassen, dass er die Krise nicht im Griff hat.

Da hat man sich in Bersets Departement wohl daran erinnert, dass nur wenige Kilometer von der BAG-Zentrale in Bern Liebefeld entfernt ebenfalls ein Impfstoff für den Weltmarkt produziert wird, jener von Johnson & Johnson eben. Der ist zwar nicht so wirksam wie derjenige von Biontech/Pfizer oder Moderna, aber immer noch besser als gar nichts.

Bedeutet dies das Ende des aktuellen Impf-Engpass? Kaum.

Wer will sich mit einem Serum impfen lassen, von dem es heisst, beim mutierten Coronavirus sei die Wirkung gerade einmal 57 Prozent? Die Chancen stehen halbe-halbe, dass man trotz Impfung erkrankt. Dann können wir uns genauso gut um den russischen Impfstoff bemühen. Ist Sputnik V womöglich der letzte Ausweg aus der Impf-Misere?

196 1

5 Kommentare zu “Alain Bersets Impfversagen: Sputnik V als letzter Ausweg?”

  • Mn11Pl09Ld sagt:

    Die spanische Grippe mit weltweit, bevölkerungskorrigiert, etwa 100 x mehr Toten als Corona bis jetzt, verschwand nach 3 Wellen in 2 Jahren spuprlos, auch ohne Impfung. Das Gleiche bei der Vogel- und Schweinegrippe. Es gibt 2 Gründe, warum die Impfungen gerade jetzt und mit Notzulassungen zum Einsatz kommen: 1. So kann man "blegen", dass die Impfung die Pandemie beendet hat, obwohl sie sonst von alleine verschwunden wäre. 2. In einem Jahr könnte man die Impfdosen nicht mehr verkaufen.

    0
    0
  • hape sagt:

    ...ich sags ja: Impeachment - weg mit Berset und dem ganzen Gesindel, dass nur unser gespartes Geld haben will und denen dafür jedes Mittel recht ist...

    0
    0
  • olive sagt:

    Soviel ich weiss, ist bei keinem der Impfstoffe eine sterile Immunität belegt.
    Die mRNA bergen ungeahnte Risiken, die Zulassungen sind befriste, bei anderen provisorisch. Vielleicht muss man froh sein, dass man nicht in den "Genuss" der Impfung kommt..

    0
    0
  • Bischi49 sagt:

    Dieses zunehmend sichtbare Versagen der Behörden hat eine für das Staatswesen dramatische Komponente, die den hochbezahlten Schreibtischtätern in Politik und Verwaltung wohl zu wenig bewusst ist. Das Vertrauen der Bürger in den Staat geht rapide den Bach runter. Der Mörtel im Mauerwerk der Demokratie bröckelt. Das ist nicht nur eine weitere Lachnummer im Berner Theater, die Geschehnisse wirken nach. Wieweit ist den sog. Verantwortungsträgern bewusst, welche Verantwortung sie tragen?

    0
    0
  • Moning Hans-Joerg sagt:

    Wir werden geführt, sprich bevormundet von Juristen die noch nie schmutzige Finger bekamen durchs Arbeiten. Theoretiker, Akademiker, vor allem sogenannte Sozialisten wollen uns dummen Menschen zeigen wo‘s lang geht. Die Schweiz bewegt sich in Richtung eines Bananenstaates.

    0
    0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.