06. September 2021
Peter Rothenbühler

Alan Kurdi und die Flüchtlingskrise 2015: Wie sich das Symbolbild vom toten 3-Jährigen als Fake entpuppte

Das herzzerreissende Bild vom 3-jährigen «Flüchtlingskind» Alan Kurdi mit dem roten T-Shirt, das am 2. September 2015 am Strand von Bodrum angeschwemmt wurde, ging um die Welt.

Doch Alan war kein Kriegsflüchtling: Seine Familie war schon 2010, also vor dem Krieg, in die Türkei ausgewandert, hatte eine Wohnung, der Vater arbeitete in einer Hähnchenfabrik.

Er wollte nach Kanada, doch sein Asylantrag wurde abgelehnt. Dann visierte er Deutschland an und nahm den Weg über das Meer. Das Schiff kenterte, seine Familie starb, nur er überlebte.

Zufällig stiess die kurdisch-stämmige Politikerin Leyla Bilge (AfD) auf die Wahrheit: Vom Jugendamt Passau erhielt sie die Mitteilung, dass ein 15-Jähriger Kurde behauptet, er sei mit ihr verwandt. Als alleinerziehende Mutter eines gleichaltrigen Sohnes nahm sie ihn auf.

Es stellte sich heraus, dass er der Cousin von Alan Kurdi war. Wieder durch Zufall erfuhr Bilge, dass der Knabe in Deutschland Familie hatte, er war schon zwanzig.

Als sie ihn stellte, gestand er, dass er nie im Krieg war. Auf Bilge kam er, weil sie in Flüchtlingslagern ihre Karte hinterlassen hat.

Heute heisst ein deutsches Schiff der Organisation Sea-Eye zur Seenotrettung «Alan Kurdi». Vielleicht sollte ein glaubwürdigerer Name gefunden werden.

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7 Kommentare zu “Alan Kurdi und die Flüchtlingskrise 2015: Wie sich das Symbolbild vom toten 3-Jährigen als Fake entpuppte”

  • Ulrich J. sagt:

    Es stand sogar 2015 in den "Systemmedien", dass die Tante in Kanada lebte, die kanadische Einwanderungsbehörde den Antrag der Familie auf Aufnahme aber abgelehnt hatte. Warum die Ablehnung erfolgte, ist nun klar: Es waren keine Flüchtlinge mit Asylgrund, denn sie lebten ja schon in der sicheren Türkei. Das zu recherchieren wäre die Aufgabe der Journalisten von "Welt", FAZ", "Spiegel" und Co. gewesen. Vielleicht wären uns dann Merkels "freundliches Gesicht" und die Folgen erspart geblieben.

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  • fred sagt:

    das bild der leiche in den armen des "finders" war fuer jeden der nur ein wenig forensische medizin erfahrung hat absolut fake! dass dire weltpresse dem auf den lkeim gekrochen ist, das ist das kolossale verbrechen, nicht alan kurdis vaters charakter.

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  • Edmo sagt:

    Alan Kurdi als Name für ein deutsches Schlepperschiff ist absolut in Ordnung. Die Organisation Sea-Eye ist Teil der internationalen NGO-Mafia und im Schleppergeschäft für die äusserst lukrative Asylindustrie unterwegs. Alan Kurdi steht für Lug und Betrug. Besser kann man Schlepperschiffe nicht benennen.

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Komisch. Wo in der Main-Stream-Qualitätspresse von Tagesanzeigers Gnaden lese ich die Berichtigung zu dieser Lügengeschichte?

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Es hiess sogar, dass sich der Vater des toten Kindes in Kanada neue Zähne machen lassen wollte. Im übrigen sind fast alle sogenannten Symbolbilder Fake, manche sind sogar "gestellt". Die Presse ist eine betrügerische Institution, die die Leute mit herzerweichenden Bildern gefügig machen will. Uebrigens auch die in Norditalien aufgestapelten Särge von Coronatoten waren Fake. Weil Erdbestattungen nicht mehr zugelassen wurden, wusste man nicht mehr wohin mit den Toten. Wäre ohne Corona genau gleich

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  • benpal sagt:

    Das war schon kurz nach den Zwischenfall bekannt, nur wollte es niemand wissen. Der Familie hatte Verwandtschaft in Kanada, die offenbar dem Vater Geld für die "Flucht" überwiesen hatte. Der Vater soll auch das Boot organisiert und das Steuer übernommen haben.

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  • Buecherwurm sagt:

    Es war ja noch viel toller, es gab damals das Gerücht, dass der Vater von A.K. Schlepper war, sozusagen der Kapitain des Bootes, was dann unterging.

    Es war damals üblich, kurz vorm Ziel so ein Boot leck zu schlagen, der Vater konnte schwimmen, die Familie nicht, dass der Vater als Schwimmer nicht Frau und 2 Kinder retten konnte, ist klar, aber gar keinen ?

    Zur Beerdigung kamen die 3 Toten zurück aus der Türkei in die Heimat nach Kurdistan. Die Sache stank und stinkt zum Himmel.

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