03. Februar 2021
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Wolfgang Koydl

Angela Merkel spricht Klartext: Weniger Rechte für Impf-Gegner. Aber eine Impfpflicht gibt es selbstverständlich nicht

Gut 50 Jahre ist es her, dass Deutschland eine archaische Strafe tilgte: Den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bei bestimmten Straftaten. Gemeint waren das aktive und das passive Wahlrecht sowie das Bekleiden öffentlicher Ämter.

Gerade ein Jahr ist es her, dass Corona nach Deutschland kam, und schon stellt Angela Merkel den dauerhaften Verlust von Grundrechten für bestimmte Gruppen von Bürgern in Aussicht.

Eingebettet in Geschwurbel von Rechtsstaat, Gerechtigkeit und Grundrechten, sagte die Kanzlerin einen Satz, der den Atem stocken liess: «Ich glaube, wenn wir später sehr vielen Menschen ein Angebot gemacht haben können zum Impfen, und dann sagen manche Menschen … , jetzt möchte ich nicht geimpft werden, dann muss man vielleicht schon solche Unterschiede machen und sagen, okay, wer das nicht möchte, der kann vielleicht auch bestimmte Dinge nicht machen.»

Übersetzt aus dem Merkel-Deutsch: Impf-Skeptiker werden auf Reisen, Restaurants, Theater, Kino oder die Arbeit mit Kollegen verzichten müssen.

Unveräusserliche Grundrechte, die Merkel zur Disposition stellte. Was genau sie mit den wolkigen «Dingen» meinte, behielt sie für sich. Nur den Zeitpunkt nannte sie: Ende September. Kurz nach der Bundestagswahl.

 

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5 Kommentare zu “Angela Merkel spricht Klartext: Weniger Rechte für Impf-Gegner. Aber eine Impfpflicht gibt es selbstverständlich nicht”

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