14. Januar 2021
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Urs Gehriger

Sorge um Menschenrechte: Twitter warnt Uganda vor Zensur

Die Twitter-Polizei fährt Streife rund um die Welt. Und ist in Uganda auf Schreckliches gestossen.

«Im Vorfeld der Wahlen in Uganda hören wir Berichte, dass Internetanbieter angewiesen werden, soziale Medien und Messaging-Apps zu sperren», schreibt das Twitter-Team für öffentliche Ordnung in einem Tweet. «Wir verurteilen Internet-Sperren aufs Schärfste - sie sind enorm schädlich, verletzen grundlegende Menschenrechte und die Prinzipien des #OpenInternet.»

Somit dürfte die Botschaft für die wohl etwas rückständigen User im fernen Afrika klar sein: Zensur = Böse. Denn, so belehrt Twitter Public Policy weiter, «der Zugang zu Informationen und die freie Meinungsäußerung … ist nie wichtiger als während demokratischer Prozesse, insbesondere bei Wahlen.»

War da nicht was? Zensurierte Twitter-Gründer Jack Dorsey auf dem Höhepunkt des US-Wahlkampfs nicht Links zur New York Post, der ältesten Zeitung der USA, die brisante Recherchen über Hunter Bidens korrupte Handelsbeziehungen veröffentlicht hatte?

Sperrte der Tech-Guru mit dem Kiffer-Blick nicht eben Präsident Trumps Twitter-Account, für immer – während er Irans Revolutionsführer, der Staatsbürger öffentlich hinrichten lässt und den jüdischen Staat von der Landkarte ausradieren will, munter zwitschern lässt?

Sei’s drum. Wichtig ist, dass die Wahlen in Uganda fair und frei verlaufen. Auch ein Tech-Gigant muss Prioritäten setzen.

https://twitter.com/Policy/status/1349059275461685250

 

 

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