25. August 2021
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Alex Baur

Schorle-Attacke gegen Natalie Rickli: Argumente gegen die Impf-Zwängerei werden ignoriert. Wer Aufmerksamkeit will, muss offenbar gewalttätig werden

In einer freien Gesellschaft ist, unbesehen des Motivs, jeder physische Angriff im Zuge einer politischen Kontroverse eine Bedrohung für alle. Er darf niemals mit Erfolg belohnt werden.

Doch gemäss NZZ gibt es Unterschiede. Der Schorle-Angriff eines Impf-Fanatikers auf die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli sei nicht gleichzusetzen mit analogen Kaffee- und Bier-Attacken Linksextremer gegen ihre Parteikollegen Blocher, Maurer, Köppel, Matter, Hess und Mörgeli oder gegen ihren Ratskollegen Mario Fehr (SP).

Es liegt nicht etwa am verwendeten Getränk. Sondern am Ziel. Die Schorle-Attacke, so die NZZ, hätte sich nicht bloss gegen eine Person, sondern gegen die Regierung als Ganzes gerichtet. Und setzt in einem Kommentar nach: «Die Impfgegner überschreiten eine rote Linie».

Das ist doppelt falsch. Physische Angriffe sind immer persönlich. Vor allem aber standen hinter dem Angriff gegen Rickli nicht «die» Impfgegner. Es war exakt einer.

Die radikalen Impfgegner dürften überdies eine kleine Minderheit stellen in den Reihen der Skeptiker, die vor allem eines ablehnen: Jede Art von Zwang und Druck. Doch in den meisten Medien werden sie alle als irre Verschwörungs-Theoretiker kolportiert, mit denen man besser nicht reden sollte.

Insofern hat die völlig überdrehte Berichterstattung über den Schorle-Angriff durchaus ihre Logik: Die rationale Auseinandersetzung wird vermieden, Gewalt mit Aufmerksamkeit belohnt.

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33 Kommentare zu “Schorle-Attacke gegen Natalie Rickli: Argumente gegen die Impf-Zwängerei werden ignoriert. Wer Aufmerksamkeit will, muss offenbar gewalttätig werden”

  • Martin Niederhauser sagt:

    Der Druck kommt vom Virus,der Druck kommt vom Virus,nicht von den Politikern,Das Virus ist schuld,nicht die bösen Politiker,es ist ein Sachzwang,Der Druck kommt von Virus !Der Druck kommt vomVirus.Ich hoffe auf den Lerneffekt durch Wiederholen.Der Druck kommt vom Virus!

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  • Petersen sagt:

    «Die Impfgegner überschreiten eine rote Linie»

    Man stelle sich eine Aussage vor wie "Die Klimaschützer überschreiten .... " oder "Die Muslims ..." oder "Die Feministinnen ..."

    Oder, mit RK, als Beispiel "Die Brillenträger überschreiten eine rote Linie", weil ein Straftäter Brille trug.

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  • John Milton sagt:

    Diese Aktion war einfach nur dumm. Wer so etwas tut hat keine Argumente.

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Davor warne ich seit über 10 Jahren in meinen Leserkommentaren: Wenn der öffentliche Diskurs zu Sachthemen von der Qualitätspresse manipuliert wird, wenn Meinungen und Argumente totgeschwiegen, zensiert oder mit der Nazikeule gebodigt werden, dann schweigen irgendwann die Besonnenen und die Spinner und Extremisten haben freies Feld.

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  • Alpenfurz sagt:

    Und by the way. Die Verunglimpfung "Verschwörungstheoretiker" wird von der Gegenseite immer dann benutzt, wenn sie nicht auf die Argumente eingehen wollen. Ein Totschlagargument sozusagen.

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  • Alpenfurz sagt:

    Gewalt ist keine Lösung, auch hier nicht. Aber ich frage mich, wie wir die Diskussion um "Early Treatment" in der Schweizer Öffentlichkeit endlich lostreten können. Es gibt mittlerweile so viele publizierte Daten zu konventionellen Medis mit denen Covid19 erfolgreich behandelt werden kann, dass es mir unerklärlich ist, dass BR, BAG, Swissmedic und WHO keine Stellung dazu nehmen. Könnte hier nicht ein Weltwoche Artikel die Diskussion in Gang bringen?

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  • peterlinz sagt:

    Eigentlich lese ich keine Berichte mehr über Covid19. Allerdings sind die Horrorberichte über die Folgen der Impfung total falsch. Die Impfung schützt und wir sollten tatsächlich erreichen, dass auch die vielen ungeimpften Ausländer sich impfen lassen. Weshalb sind denn in den Spitälern die meisten Opfer Ungeimpfte? Auch Impfgegner sollten einmal die Realität erkennen.

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    • Grodde sagt:

      Seltsamerweise behauptet "die Gegenseite" genau das Gegenteil davon - nämlich, dass es vor allem die Geimpften seien, die in Ländern mit hoher "Durchimpfungsrate" in den Notfallstationen landen: ALTERNATIVE FACTS wurde als ein gute getroffenes Bonmot gehandelt, als der Begriff damals von Trumps Pressesprecherin geäussert wurde.
      Mittlerweile sind wir aber mittendrin. Wie kann das sein? "KOGNITIVE DISSONANZ", das Wort des Jahres 2021?

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  • kiebitz sagt:

    Ja, das wäre die bessere Lösung. Es sollte mittlerweile allgemein bekannt sein, dass diese Pandemie ein gewaltiger Betrug ist. Dass die Impfungen laut verschiedenen hochgradigen Fachexperten sehr gefährlich sind (siehe auch Aletheia). Es ist unglaublich, dass der Bundesrat und die Taskforce immer noch Impfzwängerei betreiben und so vorsätzlich Personenschäden in Kauf nehmen. Warum nicht die alternativen Medikamente wie Artemisia oder HCQ propagieren, die bewiesenermassen in vielen Fällen helfen

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  • benpal sagt:

    Sehen Sie sich die Situation in anderen Ländern und Regionen an und finden Sie die Antwort selbst.

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  • w.kuenzler sagt:

    Hallo, Herr Baur! Sie übersehen einen wichtigen Aspekt: RR N. Rickli wurde in ihrer offiziellen Funktion als Gesundheitsministerin angegriffen, nämlich bei der Einweihung eines mobilen Impfzentrums des Kantons Zürich. Im Unterschied dazu wurden die Politiker Blocher, Köppel, Fehr, Mörgeli usw. während Partei- oder privaten Anlässen attackiert. - Alle Arten körperlicher Attacken sind verwerflich; einverstanden. 'Irre Verschwörungstheoretiker' können sich z.B. an die 'Weltwoche' wenden. (wk)

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  • ulrich vogt sagt:

    R.K. hat erklärt, dass er sich impfen liess, weil er Verantwortung als Chef des Unternehmens trägt. Anfänglich gehörte er auch zu den Skeptikern, hat sich aber angesichts der Entwicklung und der Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern und den Mitmenschen entschieden, die Impfung zu vollziehen. Impfgegner erhalten aber in der Weltwoche eine grosse Bühne, wohl nur deshalb, um die andere Sicht des Blattes mit viel Lärm zu unterstreichen . Ändern tut das an den bestehenden Problemen nichts.

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  • olive sagt:

    Danke, dass Sie hier die tendenziöse Unsorgfalt in der Berichterstattung auch der NZZ aufzeigen.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Regierungsrätin Rickli, als SVP-Politikerin, musste und muss jeder Zeit mit solchen Einzeltäter-Attacken aus der linksextremen Chaotenszene rechnen! Dass dieser Einzeltäter mit diesem "Sprutz Schorli" in der NZZ einen Hauptbeitrag erzeugen konnte, zeigt, wie auch die NZZ mit solchen Links-Idioten prioritär umgeht! Dass ein militanter "Impfgegner" zu solchen Attacken greifen muss, sollte kaum eine solche dick gedruckte Schlagzeile wert sein! Wenn es gegen die SVP geht, gelten andere Werte!

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  • Realo100 sagt:

    Oh NZZ, Du „Alte Tante“, Du wirst immer seniler, anders kann ich mir Deine immer zahlreicher werdenden Verirrungen nicht erklären. Wo bleibt Deine Objektivität??

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  • VP-Falger sagt:

    ... und die Haftanstalten mit kriminellen, Asyl rufenden, illegalen Einwanderern vollgestopft.

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  • Rote Pille sagt:

    In der Gruppe der 1 - 49 jährigen gibts bis heute genau 57 (!) Tote in der 8-Mio-Schweiz. Jüngere Menschen indirekt zur Impfung zu zwingen ist unter diesen Umständen einfach übertrieben und reines Mitläufertum. Ich stelle mir folgende Frage: ist es das wert, dass ich mich einem Genexperiment anschliesse und damit das Risiko körperlicher Schäden auf mich nehme im Verhältnis zur Todesrate in meiner Altersgruppe? Jeder Bürger kann hier selbst eine für sich vernünftige Entscheidung treffen.

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  • steinlin sagt:

    Ich bin allgemein ein grosser Symphatisant der Weltwoche, aber was seit Monaten in Sachen Corona abgeht ist fürchterlich. Nun ist eine neue Variante dieser Sch....krankheit im anrollen, die Aerzte warnen vor überfüllten Notfallstationen und die Impf-Gegner, ignorieren alle Argumente der Leute die an der Front stehen.
    Was wäre dann die Lösung, alles öffnen und warten was passiert ?

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    • Hugo Koch sagt:

      Lieber Steinlin, Information ist heutzutage eine Holschuld. Wenn einem das klar wird ändert sich die Sichtweise. Man stellt z.B. fest, dass die Ignoranz gar nicht bei den Impf-Gegnern liegt. Es gibt sehr wohl Leute ”von der Front” unter ihnen, auch hochdotierte Wissenschaftler und erfahrene Ärzte die alle das Gespräch suchen. Abe sie werden nicht ernst genommen sondern stigmatisiert und verfolgt. Wer sich informiert stellt fest, dass Wahrsager, Auguren und Scharlatane unsere Politik machen.

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      • olive sagt:

        @Hugo Koch: richtig. Ich wurde schon belehrt, es werde "ja schon seine Gründe haben, dass man diese Leute ( alles bis zu Corona hochanerkannte Fachleute! ) nicht im TV sehe.
        Ich weiss, das z.B. Herr Bhakdi sich mehrmals anerboten hatte, öffentlich zu diskutieren, z.B. mit Herrn Drosten. Aber das wurde abgelehnt.
        Man stelle sich vor, sie sind jetzt Ausgestossene, weil sie die Sache anders sehen. Und uns sagt man: Hört auf "die Wissenschaft"!

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    • TFT sagt:

      Die Lösung? Alle symptomatisch Erkrankten endlich frühzeitig behandeln, bevor sie im Spital landen. Die entsprechenden Medikamente sind längst verfügbar (Ivermectin, Fluvoxamin, NAC, Zin, Vit D etc).
      Und endlich die Realität akzeptieren: nämlich dass dieses Virus endemisch ist, nie mehr verschwinden wird, und mit einer IFR von 0.15% im Rahmen einer Grippe liegt.

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    • Grodde sagt:

      Die Lösung wäre vielleicht anzuerkennen, daß die Gesellschaft gespalten ist in zwei unterschiedliche Interpretationsweisen derselben Fakten. Es mag sein, dass ein Spital an der Kapazitätsgrenze arbeitet. In der Darstellung der Fakten wäre allerdings auch der Bettenabbau und die Personalverknappung zu berücksichtigen, welche durch Quarantänepflicht für positiv getestetes, gesundes Personal besteht, meinen die anderen. Verhältnismässigkeit u Kontextsensibilität also auch in der Wahrnehmung nötig?

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    • fuchs85ch sagt:

      Schweden, Texas, Florida…
      Da leben quasi ohne Massnahmen sogar noch Menschen. Die sind nicht ausgestorben. Erklären Sie uns wie das Möglich ist?

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    • Alpenfurz sagt:

      Sie sollten nicht alles glauben, was sie in der Zeitung lesen.

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    • Realistin sagt:

      Von den Leuten, die an der Front stehen, sind 30% geimpft.
      Was sagt uns das?

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