14. Oktober 2021
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Wolfgang Koydl

Atomstrom, ja bitte! Emmanuel Macron führt vor, wie gute Klima- und Energiepolitik geht

Eine Lebenslüge, so Wikipedia, ist eine Selbsttäuschung, auf der Personen oder Gruppen ihr Leben aufbauen.

Anders ausgedrückt: Sie vermiesen sich ihr Leben. Sich und anderen.

Denn die grüne Lebenslüge von der gefährlichen Kernkraft ruiniert gerade Deutschlands Zukunft.

Niemand kann im Ernst glauben, dass Wind und Strom je den Energiebedarf decken werden. Aber was vor vierzig Jahren, in der Jugend grüner Greise, richtig war, darf heute nicht falsch sein: Atomkraft, nein danke.

Atomkraft, ja bitte – sagt Emmanuel Macron. Er investiert massiv in den Aus- und Neubau französischer Kernkraftwerke – und will damit Wahlen gewinnen.

Ticken die Franzosen noch richtig?

Ja, das tun sie. Sie und ihr Präsident denken an das Wohlergehen der eigenen Nation. Deutsche Politiker jeder grünen Schattierung pfeifen darauf. Sie retten lieber die ganze Welt.

Dumm nur, dass diese Welt auf deutsche Politiker pfeift. Und französischen Atomstrom kauft.

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12 Kommentare zu “Atomstrom, ja bitte! Emmanuel Macron führt vor, wie gute Klima- und Energiepolitik geht”

  • FrankZMarg sagt:

    Ok mit dem Inhalt. Nur: Diese ganze Klimareligion als Ersatz seit dem Mauerfall geht mir einfach gegen den Strich. Hier werden Dinge kaputt gemacht, weil behauptet wird, es werde eine Apokalypse geben, ausser wir handeln jetzt und sofort etc. Dieses Denken hat etwas Wahnhaftes.

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  • Andreas K sagt:

    Ich sehe in den Wortmeldungen einen Denkfehler: warum soll Frankreich der Schweiz Strom liefern, weil Energieknappheit herrscht? Gerade der grosse Europäer Macron wird dem Nicht-EU-Land Schweiz eher keinen Strom zugestehen, selbst wenn sich die Schweiz am französischen Kraftwerksbau beteiligt. Wir werden unser Stromproblem selbst lösen müssen. Drum sollte die Schweiz wieder über moderne Kernkraftwerke nachdenken (dürfen).

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  • Freigeist sagt:

    Der von Merkel bewusst als Demontage des des bösen kapitalistischen Staates
    verbriefte Ausstieg aus der sicheren Kernenergie wird Deutschland in Abhängigkeit von der intelligenten Energieversorgung anderer machen .
    Die naiven , ideologisch gesteuerten Grünen werden den einstigen Top Industriestaat in einen Bittsteller mit ruinösen Energiekosten runterwirtschaften . Alle haben es gewusst , die Folgen werden verheerend sein . Jetzt kann nur noch der Muezzin - Ruf trösten .

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  • baloiszydeco sagt:

    Korrektur Euer Ehren: Schweizer Grüne pfeifen ebenso mit ihrem ideologisierten Energietraumwandel. Lösung: Schweiz beteiligt sich in Frankreich, wie damals weitsichtig am KKW Fessenheim, für lebenswichtige Importe. Auch politisch gut die Kampfflugibeleidigung auszubügeln.

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    • Edmo sagt:

      Machen wir uns nichts vor. Frankreich wird seinen Atomstrom teuer an den Meistbietenden verkaufen. Und Frankreich wird die abhängigen Länder bei Bedarf skrupellos erpressen. Die Kampfflugibeleidigung zeigt das mehr als deutlich. Es geht die Franzosen nichts an, bei wem wir welche Flugzeuge kaufen. Für die Franzosen sind wir die Bösen Europas. Schon alleine weil wir nicht in der EU sind und es uns trotzdem gut geht. Wir müsse die KKW selber bauen und betreiben!

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    • holsderkuckuk sagt:

      LA GRANDE NATION agiert nie ohne Hintergedanken, LA GLOIRE treibt an. Ob König, Kaiser oder Präsident: Seit Jahrhunderten will Frankreich in Europa bestimmen. Frankreich will als Schwanz mit dem Hund EU wedeln. Die Stromwirtschaft, von Altpolitikern und Sesselklebern gelenkt, muss wieder von Fachleuten und für schweizer Interessen geführt werden. Sich von Frankreich abhängig machen ist gefährlich. Energie ist eine politische Waffe. Einseitige, binationale Verträge lässt die EU nicht zu.

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  • VP-Falger sagt:

    Macron hat von Putin gelernt: Schaffe ein Monopol und Du kannst daran kräftig verdienen... Elektroenergie ist und war schon immer höchst lukrativ. Nicht umsonst wurde der Begriff "Strombarone" kreiert.

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  • eduardkeller sagt:

    Die Energieblödheit der Deutschen kennt keine Grenzen. Die Schweizer Energiepolitik fährt im gleichen Fahrwasser. Statt die Lockheed Krücke F35 zu kaufen, hätte sich der Rafale wesentlich strategischer verwenden können: 6 Milliarden Fr. nach Frankreich für die Flieger und im Gegenzug massiv KKW Strom für die Schweiz.

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    • hape sagt:

      Sicher nicht die alte Rafale-Krücke. Die neue MIG wurde nicht mal angeschaut. Steigt schneller, dreht enger als der Ami und für dasselbe geld hätten wir doppelt so viele Flugis bekommen.

      Und ja, wie alles aus Russland: Die MIG lässt sich mit "Sackmesser und Leukoplast" reparieren...

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  • Mueller sagt:

    Und liebe Deutsche, der französische Atomstrom wird für euch verdammt teuer werden!

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