28. Januar 2021
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Beat Gygi

Neue Kernkraftwerke: Die deutschen Grünen wollen in Polen mitreden

In Deutschland regt man sich auf über Polens Regierung, weil diese den Bau von Kernkraftwerken plant, um die Abhängigkeit des Landes von Kohle und Stromimporten zu verringern.

Die Grünen fordern jetzt deutsche Mitsprache, denn laut einem Gutachten von ihnen, erstellt mit Schweizer Beteiligung, wären bis zu 1,8 Millionen Deutsche von einem GAU betroffen.

Aber wie war das damals im März 2011?  Unter dem Eindruck des Fukushima-Unglücks schaltete die Regierung Merkel Hals über Kopf schlagartig acht Kernkraftwerke ab und beschloss für die restlichen Stilllegung bis 2022. Die Schweizer Regierung folgte hastig.

Das nennt sich Energiewende, aber eigentlich entschied man sich damit für Löchrigkeit, Mangel und langfristige Unzuverlässigkeit in der Stromversorgung. Ja, was passiert jetzt im Notfall? Einfach die Nachbarn anpumpen, die sollen Strom liefern!

Diese hat man aber damals beim fatalen Fukushima-Kurzschluss-Entscheid nicht gefragt. Und heute behandelt man sie wie gefährliche Hinterwäldler, wenn sie in Eigenverantwortung mit neuer Technik die Energieversorgung ihres Landes zu sichern versuchen.

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6 Kommentare zu “Neue Kernkraftwerke: Die deutschen Grünen wollen in Polen mitreden”

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