30. August 2021
Thomas Renggli

Balkan-Rückkehrer verbreiten das Corona-Virus. Der Fussball-Verband weigert sich, seinen Einfluss geltend zu machen. Warum?

Die Verkettung ist fatal. Kurz vor den Sommerferien hob die kosovarische Regierung praktisch alle Covid-Massnahmen auf.

So wollte man der Diaspora den Weg zu den Sommerferien in der Heimat ebnen – und dem eigenen Land wichtige Einnahmen sichern.

Wirtschaftlich war die Übung ein voller Erfolg.

Doch nun folgt die medizinische Retourkutsche. In der Schweiz werden überdurchschnittlich häufig Menschen hospitalisiert, deren Familien aus der Balkan-Region stammen.

Die Zürcher SP-Kantonsrätin Qëndresa Hoxha-Sadriu nennt das Problem beim Namen: «Viele Menschen aus dem Balkan, die in der Schweiz leben, sind nach wie vor nicht geimpft.»

Abhilfe könnte eine Aufklärungskampagne der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft schaffen – mit den albanisch-stämmigen Stars Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka.

Eine entsprechende Anfrage des Bundesamts für Gesundheit lehnte Adrian Arnold, Kommunikationschef des Fussballverbandes, aber kategorisch ab: «Kampagnen mit der Nationalmannschaft sind exklusiv unseren Sponsoring-Partnern vorbehalten.»

Immerhin lässt der Verband eine Option offen: «Gegen Bezahlung wäre die Nati durchaus zu haben.»

Mit anderen Worten: Ein derart fahrlässiges Eigentor hat im Schweizer Fussball zuvor noch nie jemand verschuldet.

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14 Kommentare zu “Balkan-Rückkehrer verbreiten das Corona-Virus. Der Fussball-Verband weigert sich, seinen Einfluss geltend zu machen. Warum?”

  • Marc Dancer sagt:

    Es gibt KEINE CH - Fussball-Nationalmannschaft! Schon lange nicht mehr.

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  • christian sagt:

    Eine Ansteckung mit der Delta-Variante ist nicht eine Frage der Impfung, sondern des persönlichen Verhaltens wie Maske tragen oder meiden von Menschenansammlungen. Für gewisse Gruppen gelten Verhaltensregeln halt nur für Schweizer.

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  • Edmo sagt:

    Lasst uns doch ein wenig auf den Kosovaren herumhacken. Sie pflegen ungeimpft unsere Alten. Das geht so nicht! Deshalb holen wir massenhaft unsere Eltern und Grosseltern zu uns nach Hause und pflegen sie selbst. So edel sind wir Schweizer halt. Oder die Kosovaren arbeiten als Handwerker, sind politisch wenig aktiv und bieten sich deshalb als Feindbild an. Hat einer dann noch einen geleasten BMW, ist die Sache sowieso klar. Ungeimpfte und Kosovaren sind der neue Staatsfeind. Die Welt ist schön.

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  • Bischi49 sagt:

    Zur Schlussfolgerung mit dem Eigentor sage ich jein. Es wird erkennbar. Fussball ist Business. Trotz Nationalhymne vor Länderspielen und nationaler Begeisterung bei Siegen der Mannschaft. Aber: warum werden dann nicht sämtliche politischen Statements wie in die Knie gehen wegen BLM untersagt, inkl. Nationalhymne? Weil Emotionen gut fürs Geschäft sind! Impfpropagamda aber nicht, daher der Wunsch dafür bezahlt zu werden.

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  • TFT sagt:

    Man sollte diese Zahlen etwas relativieren: Albanien hat z.Zt. etwa 900 Fälle pro Tag bei 2.5 Mio EW. Israel als „Impfvorbild“ hat im Moment >10‘000 neue Fälle pro Tag bei 9.5 Mio EW. Es scheint gefährlich, ausschliesslich auf die Impfung zu setzen. Irgendwann kommen wir nicht mehr um die frühzeitige Behandlung der (symptomatisch) Infizierten herum. Therapieansätze gibt es viele, auch wenn diese nicht perfekt sind.

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  • Fede sagt:

    Bin absolut einverstanden mit T. Renggli.
    Gut möglich, dass mittels den Balkan-Nati-Spieler die Impfaufforderung bei dieser Immigranten-Gruppe besser ankommt. Natürlich ohne spezielle Bezahlung an den Verband..!!
    Ein Versuch wäre es jedenfalls Wert.

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  • Mueller sagt:

    Wir haben doch nur Schweizer inder Nati, wieso soll sich der SFV für Balkan ferien -Rückkehrer einsetzen? (Ironie off)

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  • Mueller sagt:

    Durch das Benennen der Nationalität der IP - Patienten hofft das BAG mehr ausländerkritische Bürger auf ihre Seite zu ziehen! Ein Feindbild lenkt vom eigenen Versagen ab!

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  • Florence sagt:

    Der Satz der vielen Nichtgeimpften Kosovaren hätte in Ihrem Bericht nicht vorkommen sollen. Sie wissen doch sicher, dass Geimpfte genauso ansteckend sein können wie ein infizierter Nicht -geimpfter. Was soll also dies versteckte Anschuldigung?
    Die(gewollte) Tragödie hier, ist die Regierung,welche es nicht fertigbringt- wenn schon- Rückkehrende in Quarantäne zu setzen, bevor sie mit den Zuhause gebliebenen in Kontakt kommen. Für das aber, braucht’s kontrollierte Grenzen.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Ev. ging es in dem Satz bloss darum, ohne mit der ""Kosovaren-schlitzen-Schweizer-auf"" Hetzkampagne der Guten Netten Linken (und ohne Rassismus-Spezial-Experte-Hans Peter-Ausflüsse) festzustellen, was die Spatzen längst von den Spitaldächern pfeifen; dass sich die 8000 gutausgebildeten Hochqualifizierten ..AUCH BEI CORONA-VORSCHRIFTEN einen Dreck darum kümmern, was Bünzlis vorschreiben, Oberbünzlis stramm fordern und strammste Bünzlis zu IM's macht!
      Fremde bereichernde Sitten und Bräuche LOL!!!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Auch die Corona-Epidemie zeigt die Probleme der fahrlässigen Einwanderungs-Politik klar und deutlich auf! Spitäler waren schon lange mit bis zu 50% Migranten belegt! Jetzt reisen die Einwanderer in ihre Heimatländer und kommen mit dem Virus zurück! Dieses Faktum bleibt natürlich strengstens tabu! Uns wird das Impfen, die Schutzmasken und Zertifikate vorgeschrieben und lieber den alten Menschen "Hausarrest" verordnet!

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  • VP-Falger sagt:

    Lü¨genpolitik der Superklasse ist das, was wir zur Zeit erlwben. Beizer und sich mit sinnvollem Verhalten schützende Bürger sollen wieder büssen für diese überb ordende Zuwanderungspolitik. Ausländische Pflegekräfte (speziell in Altersheimen) waren von Anfang an eine von der Politik geschützete Spezies, weil, so wird argumentiert, man sie dringend braucht. Klares Eingeständnis einer verfehlten Gesunheitspersonalpolitik...

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Warum Eigentor? - Das ist doch ein voller Erfolg für Berset und das BAG: Wenn die Hospitalisierungen steigen, kann man den Zertifikats- und Impfzwang weiter durchdrücken.

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