20. August 2021
René Hildbrand

Beim einstigen Publikumsliebling «Kassensturz» ist die Luft raus. Ueli Schmezer bläst die Jagd ab

Ein Bericht des Tessiner Fernsehens über schädliche Schlankheitspillen, Bettwanzen-Befall und ein E-Roller-Test des TCS das ist alles, was der «Kassensturz» für die erste Sendung nach der langen Sommerpause zustande gebracht hat.

Sehr dürftig. Der «Kassensturz» war einst eine nützliche und mitunter aufrüttelnde Konsumenten-Sendung.

Ständig mit Millionen-Publikum. Im Januar 1974 wurde das von Roger Schawinski gegründete Format erstmals ausgestrahlt.

Über die Grenzen hinaus kurzfristig bekannt wurde die Sendung, als Tester den Inhalt von Ravioli-Dosen untersuchten und in der Pasta verarbeitete Schweinsköpfe, Lungen, Nieren, Bauchspeicheldrüsen, Herz und Magen fanden.

Auch die Enttarnung von Mineralwasser ohne Mineralstoffe oder überzuckerte Weine hatte einst hohe Wellen geschlagen.

Alles längst passé, grosse Storys fehlen seit Jahren.

Die Luft ist raus beim «Kassensturz», die Sendung wird ihrem prominenten Sendeplatz bei weitem nicht mehr gerecht. Oder interessieren Sie sich für Test von Menstruations-Tassen, Bettdecken, Velo-Taschen, Schlauchmasken oder Wildblumen-Saatgut?

Im Theater und im Fernsehen ist nichts so alt wie der Publikumserfolg von gestern.

Es ist nicht bekannt, wie lange Ueli Schmezer seine Kündigung in der obersten Schublade hatte.

Er wird seine Demission nicht bereuen. Schmezer hat die Jagd nach Zuschauern wohl auch darum abgeblasen, weil der «Kassensturz» keine mehr fängt.

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11 Kommentare zu “Beim einstigen Publikumsliebling «Kassensturz» ist die Luft raus. Ueli Schmezer bläst die Jagd ab”

  • Peter Rossa sagt:

    es kommt wohl eher schlimmer als besser mit der NachfolgerIn

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  • simba63 sagt:

    Um den Abgang dieses alles besser Wissenden Linken ist es wirklich nicht schade.

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  • jjg sagt:

    Kann ja auch gut sein, wenn die Linken das SRF verlassen?

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Wenn auch verschiedene unlautere Produkte oder Machenschaften vorkommen, war der "Kassensturz" mit Ueli Schmezer eine gravierende Fehlbesetzung: Seine jeweilige Arroganz, einseitigen Behauptungen und die persönlichen Fertigmachereien seiner Gesprächspartner(innen) am Tisch, eine Gemeinheit und übertriebene Selbstüberschätzung! Wenn auch viele wahre "Gaunereien" in den Produkt-Angeboten einer berechtigten Kritik würdig waren, aber "c``est le ton qu``il fait la musique!"

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Der wahre Grund für den Massenexodus der besten Leute bei SRF dürfte bei Wappler liegen, der deutschen Direktorin, die mit der Dampfwalze über unser Staatssender hinwegfährt, die besten Sendungen aus dem Programm kippt, und neuerdings vor allem die Jugendliche ansprechen möchte und das Stammpublikum vergisst. Dazu kommt die bescheuerte Gendersprache mit diesen abartigen Formulierungen, die eingeführt wurde, ohne die Gebührenzahler zu fragen. Laut Umfrage wollen 65 Prozent das Gendern NICHT!!

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  • Stefan Mueller sagt:

    bleibt also noch der Bernsumpf der Linkschaoten!
    Mit seiner jahrzehntelangen ...ups schrieb beinahe Schlagseite, aber dazu bräuchte es ja noch Reste von Gegengewichten...Also die Klapperot/Honegger-Kopie hat dann wohl wie das Moser-Sirene-Anhängsel Aebischer, Schwaflinski & Co. den letzten Schleichweg benutzt um weiter am Staatsknete-Trog kleben zu können!
    Typischer Werdegang für Müllstream-Knechte...die ausserhalb des Linksstaatsfilzes verhungern würden wie z.B.Ex-Ringlier-CIA-Potz-Protz-Brotz!

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    • roberto sagt:

      Primitivstes Niveau von Kommentar!

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      • waschiwischi sagt:

        Klartext ist eben schwierig zu verstehen. Wir sind nun einmal in einer verdrehten Zeit angekommen, wo man die Probleme eben beim Namen nennen muss. Moral- und Tugendwächter passen längst nicht mehr in unsere aktuelle Zeit. Frage, lieber Roberto, wer trägt hier die Hauptschuld? Ist es nicht unsere Kapital- und Wirtschaft-Abschaffer-Partei und ihre chronisch nickenden Vasallen?

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      • Stefan Mueller sagt:

        Also etwa das ÄssÄrrÄff...ups schrieb beinahe Niveau,

        also etwa die ÄssÄrrÄff-Unterste Schublade- gell

        Mit Tatsachen und Fakten konnten Staats-Rotfunk-Anstalt-Knechte, deren Bejubler Lakaien und Hetzer ja noch nie umgehen.

        Bleibt dann nur noch die Frage vom Niveau der anonymen Hetzer- gell roberto...

        Gibt es da gar einen Grund für den anonymen Heckenschützen?!
        Ev, weil der auch wie seine Staatsfunk-Trolle-Gspändli Wermut Arschlan Molina Badran Fucinelle etc. ein eingeschlichener Secondo ist?

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