12. April 2021
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Alex Baur

Beim Tell-Denkmal die Verfassung hochleben lassen: Mit dem Verbot der Demo in Altdorf hat die Urner Regierung ein Eigentor geschossen

Es ist ein Bild für die Geschichtsbücher: Obwohl die Polizei mit einem Grossaufgebot alle Zufahrten nach Altdorf abgesperrt hat, gelang es am letzten Samstag hunderten von friedlichen Menschen, bis zum Tell-Denkmal vorzudringen.

Sie schwangen Treicheln, liessen die Verfassung hochleben und sangen die Nationalhymne. Welch subversiver Akt im Jahr des Herrn 2021!

Geplant war ursprünglich der Auftakt zum Abstimmungskampf gegen die Corona-Verordnung, über die im Juni abgestimmt wird.

Das Verbot dieser Veranstaltung – angeblich wegen Befürchtungen, dass der Maskenzwang missachtet werde – tangiert die direkte Demokratie in ihrem Kern. Und genau darum geht es in dieser Abstimmung: Um die Demokratie und die Grundrechte.

Mit dem Versammlungsverbot lieferte die Urner Regierung dem Referendumskomitee eine Steilvorlage. Und den Maskenzwang konnte sie auch mit Polizeigewalt nicht durchsetzen.

Zwei zu null für die Rebellen.

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42 Kommentare zu “Beim Tell-Denkmal die Verfassung hochleben lassen: Mit dem Verbot der Demo in Altdorf hat die Urner Regierung ein Eigentor geschossen”

  • rwalter sagt:

    Reinhard W.
    In Flüelen schafften wir es knapp, den Gessler-Schergen zu entkommen...und gelangten schliesslich auf Schleichwegen zum Tell-Denkmal !
    Was wir dort erlebten, war himmeltraurig:
    die geballte, furchteinflössende Staatsmacht.
    Zum Glück viele friedlich gestimmte Menschen und die mutmachenden Trychler, die Zuversicht ausstrahlten !
    Bereit für die nächste Demonstration ...

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  • rwalter sagt:

    Reinhard W.
    In Flüelen schafften wir es knapp, den Gessler-Schergen zu entkommen...und gelangten schliesslich auf Schleichwegen zum Tell-Denkmal !
    Was wir dort erlebten, war himmeltraurig:
    die geballte, furchteinflössende Staatsmacht.
    Zum Glück viele friedlich gestimmte Menschen und die mutmschenden Trychler, die Mut und Zuversicht ausstrahlten !

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  • Stuartstorm sagt:

    Danke an alle, die nach Altdorf gereist sind!

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  • verena sagt:

    Liebe Urner und sämtlich Angereiste
    Herzlichen Dank für den Aufmarsch.
    Wie vergangene Demos und die Fasnächtler motiviert auch ihr und sind der Silberstreif am Horizont......

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Wer redet hier von "Massnahmen"? Eine Massnahme wäre, wenn man etwas täte, was irgendetwas bewirken könnte, was ein identifiziertes Problem lösen könnte. Die Maskenpflicht ist eine rein politische Demonstration der Regierung, die zeigen soll, dass wir sie brauchen und dass sie etwas tut. Das ist keine Massnahme, sondern ein plakativer Versuch, die politische Stimmung zu kontrollieren und das Volk zu unterjochen.

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  • Heidi sagt:

    Bei den Staatsmedien und anderen Medien können sich die Angestellten (es widerstrebt mir, sie Journalisten zu nennen) in extenso über die Polizeigewalt in Weissrussland auslassen. Dass sich am Samstag in Altdorf Polizisten in voller Kampfmontur mit dem Gummischrotgewehr im Arm friedlichen Bürgern entgegenstellten, stört dagegen keinen. Da gibt es nur noch eins: Abos kündigen und bei SRF - da leider zwangsfinanziert - Gerät ausschalten.

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  • Alt-Badener sagt:

    Vor fast 50 Jahren, es war 1973, habe ich dummerweise mit meiner Familie die Schweiz verlassen, fühle mich aber der Schweiz noch immer sehr verbunden. Und der Schmerz dieser falschen Entscheidung wirkt noch immer nach. Mit großem Bedauern muss ich aber derzeit erkennen, dass die Schweiz sich offensichtlich auf dem Weg befindet, sich der aktuellen DDR II, früher Bundesrepublik Deutschland, in ihren politischen Maßnahmen anzunähern.

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    • Melanie sagt:

      Ja. Die Schweiz löst sich auf. Das kann man seit Jahren schon erkennen. Seien Sie, Alt-Badener, also beruhigt. In wenigen Jahrzehnten wird es auf jeder Insel und in vielen als "Drittweltland" verlachten Nationen wahrscheinlich menschlicher zu und her gehen als hierzulande.

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  • Juerg Schneeberger sagt:

    Werter Herr Steinlin
    Selbstverständlich schätzen und tolerieren nebst der Redaktion, Herr Bauer hat dies treffend dargelegt, auch wir Leser eine andere Meinung.
    Was hier in diesem Forum aber als eine Art Kodex gilt ist, dass man sich an Fakten hält.
    Erbringen Sie also den Beweis Ihrer Aussage, wonach in der Schweiz auch nur 1 Notfall Station überfüllt ist.
    Sollten Sie dazu nicht in der Lage sein, so muss ich leider annehmen, dass Sie ein klassisches Opfer der hegemonialen Politik aus Bern sind.

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  • steinlin sagt:

    Selbstverständlich weiss ich, dass im Moment die Notfall-Stationen nicht überfüllt sind, nur ist bis dato praktisch nichts geöffnet worden.
    Was wäre wenn ? Siehe Sardinien !

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  • philrabbit sagt:

    Ein Hoch auf die mutigen Schweizer, die sich bis zum Tell-Denkmal in Altdorf für die Schweizer Grundrechte und die Freiheit durchgekämpft haben. Eine stärkere Symbolik war in der jetzigen Situation an diesem vergangenen Samstag nicht möglich. Der Bund und die lokalen Behörden brauchen nach so einer Aktion immer mehr Mut sich noch im Spiegel anzuschauen.

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  • Monkey sagt:

    Monkey

    Ein Bravo an alle die die Schweiz und unsere DIREKTE DEMOKRATIE Lieben

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  • steinlin sagt:

    Kann sich die Redaktion der Weltwoche auch vorstellen, dass es Leser gibt, die unsere momentane Corona Politik mehr oder weniger für gut befinden.
    Ich denke da vor allem an überfüllte Notfall-Stationen usw.

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    • jameselsener sagt:

      Wo sehen Sie überfüllte Notfall-Stationen?

      Für Zahlen und Fakten danken wir Ihnen.

      Mein Sohn und meine Schwiegertochter, die beide in Spitälern arbeiten, erzählen mir davon etwas anderes.

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      • Melanie sagt:

        Einer meiner Verwandten arbeitet ebenfalls seit vielen Jahren als Springer in verschiedensten Spitälern in der ganzen Schweiz. Er hat sogar vor einem Jahr und auch seither NIRGENDS ein überlastetes Spital gesehen! Auskunft der Chefärzte jeweils! Das Allermeiste von dem, was man so liest, hört und im TV sieht, ist und war von Anfang an meistens übertriebener Sensationsjournalismus + fake news

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    • TFT sagt:

      Im Wochenbericht des BAG findet sich eine Statistik über die Auslastung der Intensivstationen. Dort ist abzulesen, dass die Belegung seit Beginn der Pandemie nie über 80% lag. Und das trotz laufender Reduktion der Bettenkapazität im Lauf des Jahres. Lassen Sie sich nicht von Medien und Behörden in Panik versetzen!

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    • Guy Tiger sagt:

      Steinlin, dann erklär uns doch mal, warum in dieser Plandemie Zeit Notfallbetten abgebaut wurden? Zufälligerweise immer in dem Rahmen, dass die "Reserven" 30% nie überschritten oder 20% unterschrittenhaben. Zeig uns doch bitte nur eine einzige Situation auf, wo die Leute auf der Strasse, vor den Spitälern oder in deren Gängen elendiglich abgeröchelt sind? Erklär uns doch bitte, auf was du deine Panik stützt?

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    • Alex Baur sagt:

      Die Weltwoche zeichnet sich durch die grösstmögliche Meinungsvielfalt aus. Selbstverständlich wissen wir, dass viele Menschen in diesem Land die Massnahmen der Regierung für richtig und gerechtfertigt oder gar für zu milde halten. Wir respektieren das, und wir setzen uns dafür ein, dass auch Sie ihre Meinung frei und ungehindert äussern können. Genau so wie wir uns für die Freiheit der Massnahme-Kritiker einsetzen.

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    • beatz sagt:

      steinlin, ich vermute denken ist, wie ich ihrem text entnehme nicht so ihr ding. lesen offenbar auch nicht, und von den zb BAG statistiken haben sie vermutlich auch noch nie was gehört. wegen solch ahnungslosen manipulierten hört dieser massnahmenwahnsinn auch noch lange nicht auf.sie machen sich schuldig herr oder frau steinlin.nicht wissen schütz vor strafe nicht, heiss es!ich wünsche ihnen trotzdem weiterhin viel erfolg beim verdrängen.

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    • D.Z. sagt:

      Wenn Sie sich schützen wollen, dürfen und sollen Sie das. Was aber nicht geht ist, dass die Bevölkerung durch tendenziöse Berichterstattung in praktisch allen Medien verängstigt wird (Warum werden IPS-Plätze ab- anstatt ausgebaut?) und dass Menschen, welche für das Wiedererlangen ihrer Rechte friedlich auf die Strasse gehen, kriminalisiert und als «Verschwörungstheoretiker» gebrandmarkt werden.

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    • philrabbit sagt:

      Jämmerlicher Kommentar nach einem Jahr, welches jegliche Evidenz, Beweise und selbständiges Denken im Zusammenhang mit dieser Krise vermissen lässt. Leider werden hier die Hochrechnungen, basierend auf das Gewurstel der Regierung sowie der Unzulänglichkeiten der Massenmedien nachgeplappert. Ernüchternd und traurig!

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    • olive sagt:

      Sie wissen schon, dass auch in der CH Spitäler geschlossen wurden im Corona-Jahr?

      ""Wann ist die Pandemie zu Ende? Die Pandemie ist bereits zu Ende. Sie wird nur künstlich durch das Spiel der Zahlen samt ständiger Angstmacherei und Drohungen aufrecht erhalten. Wenn eine Pandemie derartige Einschränkungen und Drohkulissen braucht, um die Bürger davon zu überzeugen, dann ist es keine Pandemie mehr." https://reitschuster.de/post/wir-werden-hier-den-kindern-mehr-schaden-als-es-sich-einige-ueberhaup

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  • Philipp Tinner sagt:

    Dabei gewesen zu sein, ist eines. In Zeiten von sozialer - und menschlicher Austrocknung wird man fast nicht fertig mit dem Trinken an der Quelle des Lebensgefühls, mit dem Trinken an der Quelle der gleichgesinnten Menschen, mit dem Trinken an der Quelle der Menschlichkeit, wieder Gesichter zu sehen und Wärme der Verbundenheit zu spüren. Wieder zu Leben.

    Tragisch und verlogen ist die Berichterstattung auf SRF. Ich stelle die berechtigte Frage:
    Wer hat hier Wen aufgelöst?

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    • Pauli sagt:

      jedenfalls nicht die Polizei, wir sind freiwillig zur Wiese gewandert!

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    • Hans Peter sagt:

      Unsäglich arrogant dann natürlich der Kommentar, des sich high-browed inszenietenden Florian Inhauser im Staatspropagandamedium SRF.

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      • arabella 777 sagt:

        Meine Empfehlung:
        SRF nicht mehr schauen und anhören, man fühlt sich augenblicklich besser.
        Mir jedenfalls geht es so.

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        • Philipp Tinner sagt:

          Meine Informationskanäle sind längst Andere.... Nicht nur Web sondern auch gezielte Menschen an verschiedenen Punkten auf der Erde. Deutschland und USA.
          Die ins Haus geflatterte SERAFE Rechnung werde ich wohl mit meinem Video vor Ort und der Berichterstattung auf SRF zurücksenden. So langsam macht es Sinn, dass ich lernen musste, wie Prozessieren geht.
          vgl. Pascale Bruderer, rate mal in welchem VR die Frau Sitzt? TX-Group.
          Übelste Meinungsmache durch die ganze Schweiz.

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  • Bischi49 sagt:

    Es ist schon längst „gnue Heu dunne“. Nur die machtverliebten Behörden wollen das nicht wahr haben. Und wehe, ein Geist von Freiheit regt sich in der mit unlogischen Schikanen geplagten Bevölkerung. Da ist man noch so froh um jeden fadenscheinigen Vorwand, demokratische Grundrechte wie die Demonstrationsfreiheit zu opfern. Danke an alle, die in Altdorf friedlich dagegen hielten. Von Rebellen mag ich nicht sprechen. Das hiesse die Optik der Behörden übernehmen.

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  • Pauli sagt:

    Es war eine tolle Stimmung obwohl die Polizei völlig übertrieben hat. Beim Einzug der Treichler gab es Gänsehaut pur und feuchte Augen.

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  • juege sagt:

    Mit dem Versammlungsverbot lieferte die Urner Regierung dem Referendumskomitee eine Steilvorlage. Und den Maskenzwang konnte sie auch mit Polizeigewalt nicht durchsetzen. Hoffen wir es. Aber noch wichtiger ist, dass man das auch auf das CO2 Gesetz übertragen kann, denn dessen Annahme wäre wirklich tödlich.

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    • Hans Peter sagt:

      Und, apropos Steilpass: vergessen wir nicht, auf die Beschwerde des skandalös-illegalen und klar verfassungswidrigen Kundgebungsverbot in Altdorf durch die Urner "Regierung" hat das Kantons- und auch das Bundesgericht noch einzutreten und mit Begründung zu beurteilen.
      Das Urteil kann nur auf zu unrecht verboten lauten, was eine weitere, endlich legale Kundgebungswiderholung in Altdorf bedeutet. Alles Andere käme einem ausgewachsenen Justizskandal gleich
      Wir dürfen gespannt in die Zukunft blicken

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  • Florence sagt:

    Mit Tränengas auf die eigenen Landsleute losgehen ! Pfui Teufel. Urner Regierung: Schämt euch! An die Gemeindeverwaltung, an die Polizei: Schämt euch!!

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  • traugi67 sagt:

    Kein Bravo für die schweizer Demokratie.
    Bereits in Flüelen wurden wir von einem massiven Polizeiaufgebot abgefangen und mit einer Wegweisung begrüsst.
    D. h. wir mussten mit dem nächsten Zug den Kanton Uri verlassen und dürfen ihn unter Androhung einer Anzeige für 48 Std. nicht mehr betreten.
    Sowjetunion Ahoi!

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  • Melanie sagt:

    Bravo Bravissimo den Rebellen!!

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  • Robert sagt:

    Ein Bravo für all die mutigen Schweizer, die der erdrückenden Staatsgewalt zum Trotz für unsere Demokratie demonstrierten. Und der Staat hat deutlich gezeigt, dass solche Demos nötig sind!

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