02. Dezember 2020
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Urs Gehriger

Lobbyisten, Karrierebürokraten und Kriegstreiber: Joe Bidens Reiter der Apokalypse

Joe Biden zimmert sein Kabinett. Bereits kursieren erste Namen, die bestätigen, was zu befürchten war. Der President-elect hebt Fossile aus dem Washingtoner Sumpf: Lobbyisten, Karrierebürokraten und Kriegstreiber.

Nach vier Jahren Frieden übernimmt Tony Blinken als Aussenminister. Er verspricht eine Totalumkehr von Trumps Aussenpolitik. Mit China ist er auf Kuschelkurs. Er will Amerikas Tore für Migranten öffnen. Seit zwanzig Jahren ist er für jede Intervention zwischen Mittelmeer und Hindukusch.

Medien feiern die Personalie als «Rückkehr zur Normalität» in der Aussenpolitik. Da passt der designierte Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan perfekt ins Bild. Unter Obama war er federführend am Sturz Gaddafis beteiligt, der das Land in einen Bürgerkrieg kippte und Europa Millionen Migranten bescherte. Er will den Atom-Deal mit Iran wieder aktivieren, den er ausgeheckt hatte und der Geld in die Taschen der Mullahs schüttete, die ihr Volk unterdrücken und Terror in der Region säen.

Eine weitere Lichtfigur in Bidens Reiterschar der Apokalypse ist Zeke Emanuel, Berater für die Covid-Strategie. Das ist der Mann, der im Atlantic Magazine den Amerikanern vorhielt, sie seien «besessen von Medikamenten» beim Versuch, «dem Tod ein Schnippchen zu schlagen». Titel des Essays: «Warum ich mit 75 Jahren zu sterben hoffe».

Da drücken wir unseren amerikanischen Freunden beide Daumen angesichts des «dunklen Winters», den Papa Joe (78) seinem Volk prophezeit.

 

 

 

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