13. Mai 2021
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Rolf Hürzeler

Boris Johnson will das Verhindern missliebiger Reden an Universitäten unter Strafe stellen. Dass es sowas braucht, ist absurd

Es war eine kurze Passage nur in der Queen’s Speech, die neben all den anderen Versprechungen fast unterging. Die konservative Regierung von Boris Johnson will eine Gesetzgebung einführen, die die freie Rede an den Universitäten schützt. Studenten und ihre Organisationen sollen sich künftig strafbar machen, wenn sie Auftritte von unerwünschten Rednern verhindern.

Universitätsleitungen und Studentenorganisationen sollen sich verpflichten, die freie Rede an den Universitäten zu sichern.

Gut so, denn Semester für Semester müssen regelmässig Uni-Veranstaltungen abgesagt werden, weil radikale Gemüter nicht mit der Meinung Andersdenkender leben können. Immer wieder werden Eingeladene zum Teufel geschickt, bevor sie überhaupt zu einer Rede ansetzen konnten. So weit, so schlecht.

Bedenklich ist indes, dass die Regierung Johnson sich genötigt sieht, solche Bestimmungen überhaupt ins Auge zu fassen. Universitäten sollten eigentlich per se Orte der Freiheit sein – ohne jegliche gesetzlichen Vorschriften.

Diese Zeiten sind anscheinend vorbei.

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11 Kommentare zu “Boris Johnson will das Verhindern missliebiger Reden an Universitäten unter Strafe stellen. Dass es sowas braucht, ist absurd”

  • Realistin sagt:

    Warum denn in die Ferne schweifen, sieh, das Schlechte liegt so nah.

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  • hape sagt:

    In der Schweiz haben leider an den Unis bald auch die linken Schwurbler die Überhand. Und die Pseudo Prfessorinnen wie Tanja Stadler.
    Und in den Schulen impfen die Lehrpersonen den Kindern bereits jetzt den stramm-bersettreuen Gehorsam ein.
    Wie bitte soll hier noch freie Rede entstehen können? Da hilft auch kein Gesetz.

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    • Melanie sagt:

      Da sich die Eltern der Schulkinder praktisch alle nicht dagegen wehren, wie ihre Kinder "gebildet" und geformt = genormt werden, muss man annehmen, dass diese Entwicklungen mit Wohlwollen (oder doch eher Ignoranz und Desinteresse??) abgesegnet und erwünscht sind. Die unsäglichen Tendenzen an den Unis sind deshalb erklärbar und werden sich leider noch weitaus verstärken.

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  • Peter Rossa sagt:

    Deutschland sollte schleunigst von Boris J. lernen, sonst droht ein Rückfall in ein tausendjähriges Reich grüner Farbe

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  • Edmo sagt:

    Boris Johnson antwortet mit einem Verbot auf absolut unhaltbare Zustände. So geht Politik. Schnell ein neues Gesetz, aber die Ursache wird nicht angegangen. Die Universitäten sind zu Festungen für die globalen linken Guerilla-Truppen geworden. Mit Corona und Klima verbreiten sie Angst. Mit Genderismus, Antirassismus und strengen sprachpolizeilichen Auflagen schränken sie das Denken und Sprechen ein. Das Ziel ist die globale Öko-Diktatur, geleitet von demokratiefeindlichen Oligarchen.

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Leider ist es in der Schweiz nicht besser. Schon oft wurden Reden von Linksextremen verhindert. Bedenklich ist auch, dass zahlreiche Lehrer und Lehrerinnen an den Mittel- und Oberschulen sich politisch verhalten, z.B. der Aufruf an die Schüler beim Klimastreik mitzumachen. Ich musste leider bei Kindern feststellen, wie einseitig Themen behandelt werden.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Ich verehre Johnson und die Briten. Sie sind wieder einmal die Leuchttürme im untergehenden Europa. Nur kommt dieses Mal keine Hilfe mehr von der andern Seite des Atlantiks: Mit grosser Wehmut denke ich daran, dass Trump nicht mehr Präsident ist.

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  • Albert sagt:

    An den Schweizer Universitäten sieht es leider mitnichten besser aus, als in England! Mit dem entscheidenden Unterschied allerdings, dass bei uns leider nie jemand von der Regierung auf die Idee kommen wird, die Redefreiheit an Universitäten schützen zu müssen.

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  • T sagt:

    Universitäten sind linke Indoktrinationsstätten und Propagandatempel. Sie sind u.a. die Brutstätten der internationalen, globalen Bewegung gegen die Marktwirtschaft und ihre freien Menschen. Unsere mühsam erkämpfte Freiheit, muss unbedingt verteidigt und die linken Faschisten mit allen demokratischen Mitteln, aufs Blut bekämpft werden. Boris hat es begriffen.

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