16. Juli 2021
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Rolf Hürzeler

Boris Johnsons Regierung diskutiert eine Zucker- und Salz-Steuer. Doktoren sollen ihren Patienten künftig Gemüse vorschreiben

Die Bürger bevormunden und sie erst noch dafür bezahlen lassen. Genau davon träumt jeder staatliche Funktionär.

Ein Paradebeispiel dafür liefert in Grossbritannien gegenwärtig ein Bericht mit dem pompösen Titel «Die Nationale Ernährungsstrategie»: Für jede Prise Salz, für jeden Würfelzucker werden neue Steuern verlangt.

Um das Mass voll zu machen, sollen Hausärzte ihren Patienten künftig den Konsum von Gemüse und Früchte per Rezept vorschreiben.

Wie das genau ablaufen soll, steht vorderhand in den Sternen. Aber wer weiss, vielleicht stehen die Briten künftig mit einem Arztrezept am Gemüsestand, um ihre Rüebli & Co zu beziehen?

Die Regierung Johnson will sich nun ein halbes Jahr Zeit nehmen, um die famosen Vorschläge in einem Gesetz zu verbraten.

Man darf schon jetzt darauf wetten, dass sich die Regierung die Chance nicht entgehen lassen wird, unter dem Vorwand der Gesundheit die Bürger zu bevormunden und sie dafür zahlen zu lassen.

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14 Kommentare zu “Boris Johnsons Regierung diskutiert eine Zucker- und Salz-Steuer. Doktoren sollen ihren Patienten künftig Gemüse vorschreiben”

  • Florence sagt:

    In Italien wurde das Monopol auf Salz vor nicht langer Zeit abgeschafft. Früher musste man es beim tabaccaio kaufen. Der Konsum an Salz und Zucker ist nicht deshalb größer geworden. Das Problem sind die Lebensmittel Industrien. Denken Sie nur an all diese Limonaden. In allem und jedem wird Zucker verwendet. Das Ziel: Menschheit verblöden. Zucker macht dumm und krank. Zuviel Salz (Geschmacksverstärker) macht ebenfalls krank.
    Also gehören andere Gesetze für die Lebensmittel Hersteller gemacht

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  • Petersen sagt:

    PM Johnson scheint zwischen Freiheits- und Bevormundungsgedanken zu schwanken.

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  • benpal sagt:

    Was soll MAN also tun? Gar nichts! Es steht Ihnen frei, so zu leben, wie Sie es persönlich richtig finden, aber Sie, und auch der Staat, haben kein Recht, anderen IHREN Lebensstil aufzuzwingen.
    Wenn Sie sich zur Ernährungsberaterin berufen fühlen, bieten Sie doch Ihre Dienste im einem eigenen Beratungsbüro an.
    NB. Die Nachfrage bestimmt das Angebot - und nicht umgekehrt.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Eine Zuckersteuer ist sinnvoll. Zucker ist reines Gift für den Körper und ausserdem ein Suchtmittel. Bei Zuckerkonsum steigen Blutzuckerspiegel und die Insulinausschüttung ständig an. Und das führt irgendwann zu einer Insulinresistenz, der schliesslich zur Volkskrankheit Diabetes führt, und zu einer Explosion der Gesundheitskosten. Das grosse Problem ist der versteckte Zucker in fast jedem Fertigprodukt. Und XXLSoftdrinks mit 39 Würfelzuckern sind deine Kalorienbombe und gehören verboten.

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  • Melanie sagt:

    Nicht wirklich lustig, in der Tat. Aber es gibt halt einfach VIEL ZUVIELE Dicke und wegen falscher Ernährung Kranke. Und zwar auf der ganzen Welt. In einigen Ländern ganz besonders viele (USA, Mexiko, GB...). Was soll man also tun? Besser als der hier präsentierte Vorschlag wäre allerdings, dass man am Angebot (Läden, Lebensmittelindustrie) massiv etwas ändern sollte. Das Angebot bestimmt ja bekanntlich die Nachfrage. Früher gab es wenig "Dreck" zu kaufen - also hat man auch keinen gegessen.

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    • Edmo sagt:

      Ja, es gibt zu viele Dicke. Das darf aber keinesfalls zur staatlichen Bevormundung führen. Wir sehen ja, wie absurd der Staat ausufert, wenn er beschliesst, es gäbe zu viele Covid-19 Kranke. Von der Coronadiktatur sollten wir wenigsten gelernt haben, sie nicht auf die Ernährung auszudehnen. Auch das Angebot geht den Staat nichts an. Das Angebot bestimmt nicht die Nachfrage. Angebot und Nachfrage pendeln sich vernünftig ein, wenn der Staat sich nicht einmischt.

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      • Mueller sagt:

        Richtig den Staat geht das nichts an! Es gibt nun mal gute und schlechte Verbrenner! Ich z.B. bin ein starker Verbrenner( ärztlich bescheinigt); ich kann sehr viel essen; nichts „hängt an“ !

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    • Robert sagt:

      Das ist das erste Mal, dass ich nicht einverstanden bin mit einem Post von Ihnen, liebe Melanie. Ich kann es auf dem Tode nicht ausstehen, wenn der Staat mir vorschreibt, was ich noch essen darf und was nicht. Ich hasse den Nanny-State und möchte immer noch gern selber entscheiden, was ich esse (auch wenn das für Sie "Dreck" sein sollte).

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      • Melanie sagt:

        Selbstverständlich will auch ich keinesfalls, dass man mir vorschreibt, was ich essen soll. Ich esse z.B. sehr gerne Süsses und schon immer viel (sehr dunkle) Schokolade. Waren ja nur Gedanken zu den Fakten, was ich oben schrieb. Ein umfangreiches Schulfach Lebensmittelkunde/Ernährung + praktisches Kochen fände ich zielführend heutzutage. Weiss nicht, inwiefern es das schon oder immer noch gibt. In der Schulzeit bei meinen Kindern wurde das alles nur oberflächlich behandelt (90er Jahre).

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