14. September 2021
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Wolfgang Koydl

Bücher-Verbrennung in Kanada: Ontario wirft Asterix und Lucky Luke auf den Scheiterhaufen – um sich mit den Ureinwohnern zu versöhnen

Man glaubt es kaum, aber Corona kann positive Folgen haben. In Kanada verhinderte die Seuche, dass Schulen Bücher verbrennen mussten – auf Anordnung der Behörde.

Nach einem ersten Autodafé wurden weitere Aktionen eingestellt. Das Virus war gefährlicher als «Lucky Luke», «Tim und Struppi» oder «Asterix».

Sie standen auf dem Index des Schulrates in Ontario, weil Ureinwohner «stereotyp» dargestellt würden: brutal, primitiv, dumm und übersexualisiert.

So störte Initiatorin Suzy Kies der enge Rock der Frau, die sich in Asterix verliebt: «Würden Sie mit einem Minirock durch den Wald laufen?»

Antwort: Nein. Aber auch nicht mit einem Hinkelstein.

Und wenn wir schon bei Stereotypen sind: Wer verteidigt die dummen Römer, die täppischen Daltons und den Alkoholiker Haddock gegen Verallgemeinerungen?

Premierminister Justin Trudeau eierte herum: Als Bleichgesicht (gutes Wort) dürfe er nicht über Rothäute (böses Wort) urteilen.

Das gilt fortan auch für Ms Kies. Sie ist doch nicht indianischer Abstammung, wie sie behauptet hatte.

Wie dumm! Jetzt ist sie Mehrheit.

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5 Kommentare zu “Bücher-Verbrennung in Kanada: Ontario wirft Asterix und Lucky Luke auf den Scheiterhaufen – um sich mit den Ureinwohnern zu versöhnen”

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