07. Juli 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Bundesrat Berset überrascht immer wieder. Einmal jubelt er, man sei den Impf-Zielen nah, am anderen jammert er über die tiefe Impfquote. Was gilt?

Der Gesundheitsminister ist ein begnadeter Schönredner. Egal wie sich die Situation präsentiert, er findet immer einen Weg, um sich mindestens verbal in ein günstiges Licht zu rücken.  So wurde er von einiger Zeit von einem Journalisten nach der laufenden Impfkampagne gefragt. Zuversichtlich gab der Gesundheitsminister darauf zur Antwort man sei beim Impfen nicht weit weg von den ursprünglichen Zielen. Bis Mitte August seien alle Impfwilligen gegen das Coronavirus immunisiert.

Das ist lustig, denn zuerst wollte Berset bis Ende Juni alle impfen, dann wurde der Termin auf Ende Juli verschoben jetzt ist es bereits Mitte August. Vor ein paar Tagen plötzlich die grosse Erkenntnis. Der SP-Bundesrat klagte öffentlich über die tiefe Impf-Quote. Es lassen sich weniger mit den Corona-Vakzinen immunisieren als es Bersets Experten im Bundesamt für Gesundheit wohl mit dem Rechenschieber errechnet haben. Gerade unter dem Pflegepersonal ist die Impfbereitschaft tief.

Und das bedeutet, dass es mit Bersets Impf-Zielen nicht weit her ist. Aber das ist man gewohnt, dass der Gesundheitsminister und sein BAG die Situation falsch einschätzen. Er bleibt damit auch der bisherigen Corona –Informationstradition treu. Einfach etwas hinausposaunen das sich gut anhört und wenn es anders herauskommt der Bevölkerung mit einem neuen Mutanten einen Schrecken einjagen und vor einer Spitalüberbelastung warnen.

Glaubt Berset tatsächlich, dass wir ihm das noch abkaufen und deswegen sofort impfen gehen?

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34 Kommentare zu “Bundesrat Berset überrascht immer wieder. Einmal jubelt er, man sei den Impf-Zielen nah, am anderen jammert er über die tiefe Impfquote. Was gilt?”

  • Ba We sagt:

    Ich frage mich bloss noch, wie lange es dauert, bis ich mich als Ungeimpfte mit Waffengewalt wehren muss.
    Diese ganze Hetzjagd auf die Ungeimpften wird mal richtig eskalieren, wenn unsere Politiker immer noch brav alles abnicken und kein einziger mal den Finger aus seinem hinteren Ort nehmen wird.
    Geschützte Werkstätten......

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  • hape sagt:

    Adolf der Schnauzbärtige hatte doch 1933 die Kampagne "Kauft nicht beim Juden" lanciert, inklusive eingeworfener Scheiben und gelbem Stern.

    Adolphe - exgüsi Alain - Berset lanciert jetzt "Kauft nicht beim Ungeimpften", inklusive Diskriminierung statt mit textiler Kennzeichnung halt mit dem Covid-Zertifikat...

    Was beweist, dass Menschen aus der Geschicht nichts lernen.

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    • Peter Eschmann sagt:

      Auf diesem Weg sind wir schon weit vorangeschritten. Es gibt wieder „Gruppen“ wie vor mehr als 80 Jahren. Sie sind daran, ihre allenfalls noch vorhandenen Mikrohemmungen zu verlieren (Reitschule, social pillory). Zu „Kauft nicht bei …“ fehlt nicht mehr viel. Allfällige Insignien für „Unangepasste“, aber auch die Armbinden für die „Gruppen“ sind in den digitalen Raum verschoben. Und der Schnauzbärtige kann sich vor Freude nicht einkriegen, dass er schon ca. 80 Jahre später wieder Leute erwischt.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Eine Impfung, die eine derart penetrante Werbekampagne benötigt, ist per se suspekt. Ich bin absolut kein Impfgegner, habe alle Impfungen gemacht, deren Nutzen grösser ist als der mögliche Schaden. Ganz anders bei diesem genbasierten neuartigen Giftcocktail, der bereits zu tausenden von schlimmen Nebenwirkungen bis hin zu Todesfällen geführt hat. Menschen als Laborratten für Humanexperimente zu missbrauchen, ist verachtenswert. Erinnert Dr. Mengele mit seinen Menschenversuchen.

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  • VP-Falger sagt:

    Der 1% Todesfall-Berset und seine verfassungsverräterischen Helferinnen und Helfer im Bundesrat und in der Presse sich zu einer Dutzendmilliardenschweren Belastung geworden. Die Hotspots waren die Altersheime, weil, hätte man das Personal getesten, mindesten die Hälfte hätte in Quarantaine geschickt werden müssen und der Betrieb zusammengebrochen wäre. Einen verlogeneren Bundesrat habe ich in 53 Jahren als Stimmberechtigtern noch nicht erlebt...

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  • olive sagt:

    Skeptiker sind Covidioten, Corona-Leugner, Flacherdler, Aluhutträger.

    Wie wärs mal mit "Coronoia" und "Coronaphobiker" ?

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  • minibixi2008 sagt:

    Wären Politiker wie Herr Berset in der Privatwirtschaft
    Hätten wir 80% arbeitslose.
    Unsachverständig bis zum geht nicht mehr, aber schlau genug um von meinem Steuergeld zu leben.

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  • Christian H sagt:

    War da nicht vor ca. 90 Jahren auch ein Östereicher der gewiese Menschen diskriminierte. Dan vor ca. 75 Jshren hies es das darf nie mehr passieren.

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  • Reininghaus sagt:

    Jeder Medizinstudent im 1. Semester weiss, dass man ein mutierendes Virus nicht "ausrotten" kann... Dieses elende Theater von wegen alle sollten sich impfen lassen, damit man das Virus "stoppen" könne ist sowas von stümperhaft und hat weniger mit medizinischen als vielmehr mit Macht Themen zu tun! Ein Trauerspiel unserer Regierung!

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Und ich werde mich ganz sicher NICHT impfen gehen, auch wenn Berset mit der Autobiographie Nummer 5 oder 6 droht. NEIN. NEIN. NEIN. Ich werde mich NIE GEGEN GRIPPE IMPFEN.

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  • euseg sagt:

    Was sich BR Berset und sein BAG leistet, ist nur noch lächerlich. Wenn ich in der Privatwirtschaft wiederholt so falsche Schätzungen abgeben würde, dann hätte ich längst eine Kündigung erhalten. Aber BR Berset und das BAG machen frisch und freulich weiter mit ihrem Unsinn. Wann endlich werden die Parlamentarier aufwachen und den BR in die Schranken weisen? Ist es denn so schwierig zu verstehen, dass es bei all diesen Corona-Massnahmen ,inklusive C-Impfung, NICHT um unsere Gesundheit geht?

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    • Martin Niederhauser sagt:

      Ziemlich gewagt,dieser Bezug zu Fehleinschätzungen in der Privatwirtschaft.welcher Banker hat denn die Börsen und Finanz Krise 2007 vorhergesehen?Diese war aber im Gegensatz zur Corona Krise rein menschengemacht.

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      • euseg sagt:

        Woher wissen Sie, dass diese Corona Krise nicht von Menschenhand geplant wurde?
        Seit mehr als einem Jahr ziehen fast allen Regierungungen der Welt die gleichen, unverhältnismässigen und menschensverachtenden Corona - Massnahmen durch, ohne im Geringsten auf andere Nicht-Mainstream Fachleuten zu hören. Im Gegenteil, diese Fachleute, die im Nachhinein in vielen Punkten Recht hatten, werden systematsich diskreditiert.

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  • olive sagt:

    "Die Impfstoffe sind immer noch einer „bedingten Zulassung“ unterstellt, weshalb auch die epidemische Notlage um jeden Preis aufrechterhalten werden muss. "
    Die Politiker wollen dieses Instrument "Corona-Krise" nicht mehr hergeben. Der druck auf die Imfunwilligen wird zunehmen.

    https://www.achgut.com/artikel/kuenftig_ein_unterschied_zwischen_dicken_und_duenen_buergern

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  • Realo100 sagt:

    SCIO ME NIHIL SCIRE. Gilt auch für den Bundesrat, vor allem für Monsieur Berset

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  • Heidi sagt:

    Bei dieser Plandemie ging es noch nie um ehrliche Kommunikation. Berset ist und bleibt eine Marionette und Sprechpuppe von WHO und Pharmaindustrie. Würde Swissmedic überall mit gleicher Elle messen, müsste diese Genspritzen-Kampagne ohnehin per sofort eingestellt werden: https://www.swissmedic.ch/swissmedic/de/home/humanarzneimittel/marktueberwachung/arzneimittelwerbung/publikumswerbung/kontrolle_publikumswerbung_am-2.html
    Bei der Genspritze sind selbst Nötigung und Erpressung erlaubt!

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    • Hans Peter sagt:

      Der Startschuss zu dieser Nötigung fiel gestern im Blick, und sie geht so gut wie sicher mit einer orchestrierten Hetzkampagne, Hexenjagd a la 21. Jh. weiter.
      Der "freisinnige" Parteivize (neben Maskenturbo Caroni, der die Zivilgesellschaft gern auch mal mit einer RS vergleicht!?!) und Walliser NR Nantermod hat bereits willfährig mit dem Satz nachgedoppelt: "Diese Leute haben offenbar keine Angst vor dem Virus, aber vielleicht vor dem gesellschaftlichen Ausschluss."

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  • olive sagt:

    In D wehrt sich STIKO-Chef Professor Thomas Mertens gegen den Impfwahnsinn bei Kindern, indem er keine Empfehlung abgibt. Jetzt wird er von allen Seiten angegriffen. Hoffentlich bleibt er standhaft.
    https://www.aerztezeitung.de/Politik/STIKO-zur-Corona-Impfung-von-Kindern-Einmischung-der-Politik-ist-kontraproduktiv-421101.html?
    Es ist schon interessant, welcher Druck gemacht wird von der Politik. Dass es hier um unsere Gesundheit geht:
    Verzell du das am Fährimaa!

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  • Hans Peter sagt:

    Neuerdings und seine Verzweiflung verratend schützen seine aus unseren Steuern finanzierten Liebedienersprachrohre Blick und 20Minuten einen österreichischen "Verhaltensökonomen" vor, um mittels "systematischer Diskriminierung" die Vernunft und Selbstbestimmung des Gros unserer Bürger platt zu walzen.
    Die Fratzen zeigt sich damit immerhin noch eine Stufe deutlicher.

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