28. September 2021
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Marcel Odermatt

Stolpernder Taktiker: Christian Levrat war einer der erfolgreichsten SP-Präsidenten. Doch sein Abgang könnte katastrophaler kaum sein

Christian Levrat geht als einer der erfolgreichsten SP-Chefs in die Geschichte ein. Trotz Wähler-Verlusten gelang es dem gewieften Taktiker, dass der Einfluss der Linken Bundeshaus grösser als vor seiner Präsidentschaft vor zwölf Jahren ist.

Höhepunkt war die Abwahl von SVP-Bundesrat Christoph Blocher 2007 und die Installation einer Mitte-Links-Mehrheit in der Exekutive, die das Land nachhaltig veränderte.

Doch auf den letzten Schritten der Zielgerade kommt der Ständerat ins Stolpern. Zuerst machte die Weltwoche publik, dass er als designierter Verwaltungsratspräsident der Post für «Einarbeitungsarbeiten» 12.000 Franken in Rechnung stellte. Die Aufsicht in der Verwaltung stoppte das Ansinnen des Genossen.

Am Sonntag kassierte er dann die nächste Schlappe. Die SP verlor seinen Sitz an die Mitte-Frau Isabelle Chassot.

Am Freitag absolviert Levrat seinen letzten Arbeitstag im Parlament. Ein Abgang, der verkorkster nicht sein könnte.

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11 Kommentare zu “Stolpernder Taktiker: Christian Levrat war einer der erfolgreichsten SP-Präsidenten. Doch sein Abgang könnte katastrophaler kaum sein”

  • Stefan Mueller sagt:

    Wenn oberschleimige Filzknecht die Arbeit nicht mal vom Hörensagen kennen, 12'000 für 2 Einarbeitungs-Monate fordern, wo normalerweise der grösste Stress anfällt, warum zockt sowas dann 300000/Jahr ab?
    Und eben, bei diesen Wischwaschi/Wirliebenalle-Kriechern von Taktik-Erfolg zu sprechen, wo nur noch Kasachstan-Gören/LGBTQ-Portmänner/Cacaroni-Schüblige auf vom Linksfilz
    zugestandene Katzentischchen-Plätzchen lauern,
    und wo Secondo-Einschleicher, die fluchtartig abgehauenen Genossen ersetzen...

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  • Dixi sagt:

    Schon diese Pöstchenschieberei von kompetentlosen Agitatoren, welchen jedes Feingefühl fehlt sollte geahndet werden. Eine öffentliche Ausschreibung hat's ja nicht gegeben oder Frau S.?
    Er schämt sich wohl nicht einmal . Ich würde den Briefträgern mal raten so richtig zu streicken oder wenigstens ihrem Unmut kundtun.

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  • Beat Furrer sagt:

    Es ist für die sich verrennenden Linken besser, sie kommen noch zu Lebzeiten auf Erden zur Besinnung. Deren Politik beruht auf Lüge, Halbwahrheit, Panikmache, Abzockerei, Umverteilung, Neid, Anklage, Unverhältnismässigkeit. Dass die Ernte dieser Saat verderblich ist, ist klar. Früher oder später wird das jedem klar.

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  • Peter Rossa sagt:

    als materialistischer Linker steckt Levrat sowas problemlos weg, Hauptsache, seine Kasse stimmt. Die in der SP noch vorhandenen echten ARBEITERInnen werden sich das heuchlerische Benehmen des posten-schachernden Gross-Verdieners Levrat und anderer Genossen merken.

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  • steinlin sagt:

    Levrat macht das, was fast alle Politiker machen, er schaut für sich und nichts anderes.

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  • fuchs85ch sagt:

    Das ein Sozialist sich so etwas traut?
    Kapitalismuskritik indem man einfach selbst ganz tief in die Kecksdose greift… Wasser predigen und Wein saufen

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dass der jahrelang amtierende SP-CEO Levrat nach seiner politischen Tätigkeit als Umverteiler und SVP-Kritiker jetzt zum obersten Post-CEO wechselte und bereits im Vorfeld seines Amtsbeginnes 12000.- Fr "Ausbildungs-Spesen" verlangte. zeigt halt deutlich: Auch bei den "Gutmenschen" gilt: Wasser predigen und selber Wein trinken! Die links/grüne Ideologie ist viel schlimmer und negativer, als jede Viren-Seuche!

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  • oazu sagt:

    Nicht nur wurde der SP-Kandidat als Nachfolger nicht gewählt, sondern die SP fuhr mit ihm gar eine Errutschartige Niederlage mit nur gut der Hälfte der Stimmen seiner Gegnerin der CVP ein, nachdem SP diesen Sitz mit ihren Exponenten Berset und Levrat für 15 Jahre inne hatte. Lässt vor allem tiefe Schatten auch auf diese beiden scheinen.

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  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Da kann der Levrat nicht wirklich etwas dafür. Die SP macht den Fehler den Grossmäulern von der Juso die ganze Partei zu überlassen. Die linkerlinken Schweizer laufen davon und wählen jetzt die Bünzli-Grünen von der Regula Rytz und Konsorten.

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