01. April 2021
Christoph Mörgeli

Christian Levrat wird neuer Post-Präsident. Was wäre los, wenn Andreas Glarner zum Staatssekretär für Migration ernannt würde?

Eine so schamlose linke Machtdemonstration gab’s noch kaum. Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga (SP) macht ihren Genossen Christian Levrat zum Post-Präsidenten. Und damit zum obersten Chef eines Staatsunternehmens mit 40.000 Mitarbeitern und über sieben Milliarden Franken Umsatz. Abgenickt hat diese innersozialistische Personalie eine bundesrätliche Mehrheit von SVP- und FDP-Vertretern. Unfassbar.

Christian Levrat war ja kein braver sozialdemokratischer Hinterbänkler. Sondern über viele Jahre als Parteipräsident der wichtigste Einpeitscher der Linken, der prominenteste Vorkämpfer für den Ausbau des Staates, des Beamtenapparats und der öffentlichen Ausgaben.

Man kann sich den allgemeinen Aufschrei vorstellen, wenn Andreas Glarner neuer Staatsekretär für Migration würde. Oder Ulrich Schlüer Chefunterhändler des Rahmenabkommens in Brüssel. Oder Roger Köppel Generaldirektor der SRG.

Fast noch unverschämter als die Ernennung selber war deren Begründung durch Simonetta Sommaruga: Der neue Post-Präsident müsse die Akzeptanz der Post-Mitarbeiter geniessen. Im Klartext: Den gewerkschaftlich organisierten Pöstlern kann nur ein früherer Postgewerkschaftler zugemutet werden.

Zum Vergleich: Weder die Bundesräte Christoph Blocher noch Ueli Maurer noch Guy Parmelin haben jemals einen Chefbeamten mit SVP-Parteibuch ernannt.

Wir brauchen nicht nur Hygienemassnahmen gegen Covid. Sondern auch eine politische Hygiene. Diese linke Personalkorruption muss rigoros unterbunden werden. Ansonsten wären die Bürgerlichen gezwungen, in diesem verwerflichen Spiel ihre Interessen ebenso skrupellos durchzusetzen. 

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10 Kommentare zu “Christian Levrat wird neuer Post-Präsident. Was wäre los, wenn Andreas Glarner zum Staatssekretär für Migration ernannt würde?”

  • Monkey sagt:

    Wie lange wollen die Bürgerlichen sich das noch gefallen lassen?
    Man müsste bestimmte Benimm-regeln in die Verfassung schreiben

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  • Realistin sagt:

    Wenn das Volk den BR wählen würde, wären keine SVPler mehr drin.

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  • Melanie sagt:

    Völlig richtig. Sehe ich genauso. Was für ein Schmierentheater. Was für Dreckläden, egal, wohin man schaut. Seit Jahren - aber je länger desto schlimmer.

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  • Bischi49 sagt:

    Warum schreien Linke immer Filz, wenn sie Vorgänge im Bürgerlichen Lager kommentieren? So läuft die menschliche Psyche. Man wirft anderen vor was man selber in extenso betreibt. Damit glaubt man das eigene schmutzige Tun verstecken zu können. Die Dreistigkeit von Sommaruga (und die Schwäche der vier bürgerlichen KollegInnen) verhöhnt allerdings die Bürger, wenn sie meint, man durchschaue sie nicht. Da wird grosser Schaden angerichtet. Wer kann dieser Dame noch ein My Vertrauen schenken?

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  • Anna sagt:

    Danke Herr Mörgeli , sie nennen den entscheidenden Punkt. Die bürgerliche Mehrheit! im Bundesrat hat den Brotkorb für Levrat durchgewunken... das Motto: wir halten die Schnauze denn wir wollen unseren Kollegen zukünftig auch ungestört lukrative "Pöstchen" zuschanzen. Eine Hand wäscht die andere. Der Beginn des Niedergangs der Schweiz im Korruptionssumpf.
    Trotz allem: vielleicht wird Levrat positiv überraschen....April!April!
    Frohe Ostertage ☀️

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  • Guy Tiger sagt:

    Warten wir gespannt auf den nächsten Postskandal. Ich hab da so ein Gefühl...

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  • Edmo sagt:

    Die Korruption hat Hochkonjunktur. Natürlich sind die Linken wie immer ganz vorne, wenn lukrative Pöstchen an Genossen vergeben werden können. Levrat ist für diesen Posten absolut unqualifiziert, doch das scheint völlig egal zu sein. Er muss ja nicht die Post verstehen, sondern Sommaruga. Selbstverständlich findet Sommaruga bei Bürgerlichen wie KKS unterstützung. KKS braucht für die Wiederwahl ja schon bald einmal wieder die Stimmen der SP. Wir bräuchten die Wahl des Bundesrates durch das Volk!

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