22. Januar 2021
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Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Corona-Krise: Wie Gesundheitsminister Berset die Kommunikations-Strategie des Bundesrates unterlief

Es ist ein aufschlussreiches Dokument, welches die Onlinezeitung Watson kürzlich aufschaltete – in Manual oder besser: die Kommunikationsstrategie des Bundesrates bei der Bewältigung der Corona-Krise.

Man kann hier nachlesen, dass die Auftritte der Bundesräte zum Thema Corona «gut begründet sein sollen», damit es «nicht zu Profilierungsvorwürfen kommt». Man wollte damit wohl verhindern, dass Bundesräte die Krise als Bühne zur Selbstdarstellung ausnutzen.

Aber es gibt das Sagen und es gibt das Tun.

Schauen wir uns einmal das Wirken von Alain Berset näher an. Er ist als Gesundheitsminister von Amtes wegen das Gesicht der Krise.

Bei ihm hat man eigentlich den Eindruck, er nutze die Pandemie hauptsächlich zur einer Image-Politur.

Und das von allem Anfang an. So konnte man ihn während des ersten Lockdowns am 18. April in der SRF-Morgenshow «Zwei am Morge» sehen, wo er Fragen zu seiner Glatze beantwortete.

Drei Tage Später wurde er in der SRF-Sendung «Zäme dihei» live zugeschaltet – nicht von zu Hause aus, sondern von seinem Büro. Der Auftritt sollte der Bevölkerung wohl zu verstehen geben, Berset arbeite Tag und Nacht.

Dabei nutzte er seine Zeit auch, um am eigenen Heldenmythos zu stricken. So sind 2020 zwei Bücher erschienen, in denen er als Krisenmanager gefeiert wird. Berset liefert in Interviews dazu die Grundlagen.

Ist all das Teil der Kommunikationsstrategie? Oder ist Alain Berset einfach nur ein Krisenprofiteur?

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