23. März 2021
Thomas Renggli

Wettrennen um Covid-Impfung – Schlusslicht Schweiz wird zum globalen Gespött

Die US-Nachrichtenagentur Bloomberg vergleicht die Effizienz der nationalen Impfkampagnen und stellt der Schweiz miserable Noten aus. Unter dem Titel, «Weshalb die Schweiz sogar gegenüber West Virginia im Hintertreffen liegt», liefert sie eine Präzise Analyse des Versagens.

Während Nationen wie Israel oder Grossbritannien für ihre «hocheffiziente Koordination und den optimalen Einsatz der digitalen Möglichkeiten in der Kommunikation» gelobt werden, heisst es zur Schweiz: «Das Land verfügt über eines der am meisten bewunderten Gesundheitssysteme der Welt, doch viele Bewohner wissen nicht, wo sie sich für die Impfung melden müssen.»

Es wird auf die grossen Verzögerungen, die unklare Kommunikation der Regierung, die fehlende Transparenz und die mangelhafte Digitalisierung von Gesundheitsdaten hingewiesen.

Fazit: Selbst West Virginia, einer der ärmsten amerikanischen Bundesstaaten, hat dank einer starken zentralen Führungsstruktur und eines hervorragenden elektronischen Daten-Erfassungsprogramms schon 39 Prozent der Bevölkerung geimpft – dreimal mehr als die Schweiz.

Wäre die Impfkampagne eine Fussballmeisterschaft, würden wir bereits als Absteiger feststehen.

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30 Kommentare zu “Wettrennen um Covid-Impfung – Schlusslicht Schweiz wird zum globalen Gespött”

  • swisskritiker sagt:

    swisskritiker
    wir sind jetzt schon lachnumero, kein Wunder mit solchem BR und BAG.
    SCHANDE !!!!!
    swissseltsam@gmail.com

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  • Realistin sagt:

    Vielleicht sind wir mal noch froh, dass wir noch nicht so viele geimpft haben.

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  • D. Keller sagt:

    Schnelle pragmatische Lösung: Impfdosisintervall von 4 auf 12 Wochen erhöhen und/oder Impfdosis (Menge) halbieren.
    Hier könnte der BR endlich noch Führungsqualität zeigen und dem BAG sofort Weisungen erteilen.

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    • StefanRyser sagt:

      Der BR soll Ihrer Meinung nach nun also auch noch Dokterli spielen und eine neue Dosierung an den Schweizern ausprobieren. Viele hier auf diesen Seiten haben ja schon Angst vor dem getesteten Impfstoff. Das BAG kann ja nicht mal den richtigen Impfstoff beschaffen

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  • ursula schmeling sagt:

    Das Ende der Pandemie ist erst in Sicht, wenn eine Herdenimmunität erreicht ist, ob durch Impfung oder Ansteckung. Wenn die Behörden das Impfen nicht auf die Reihe bekommen, bleibt nur sofortige Abschaffung aller Mobilitäts- und Wirtschaftsbeschränkungen, damit sich möglichst viele anstecken. Da laut einer in der FT veröffentlichen Studie weniger als 90% aller Angesteckten schwer erkranken - wo ist das Problem?

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  • Dimitri Papadopoulos sagt:

    Das passiert halt, wenn die Kriterien für Personalentscheidungen nicht Fähigkeit, Ausbildung und Charakter lauten sondern Geschlecht, Alter und Seilschaft.

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  • hape sagt:

    Impfdrängler Berset spürt wahrscheinlich schon die Nebenwirkungen. Die vernebeln unter anderem sein Gehirn und er ist nicht mehr weit von Biden entfernt. Ferngesteuert von der Idioten-Force, Levy, Kronig und Co.
    Darum gehts auch nicht vorwärts... Berset ist das wurscht. Er hat sich ja den goldenen Schuss schon erschlichen und das gemeine Volk ist ihm eh egal...

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  • D.Z. sagt:

    Die Rückkehr zur Normalität durch eine Impfung der Bevölkerung ist lediglich ein weiteres, leeres Versprechen. Da sollte man sich keine Hoffnungen machen, auch wenn z.B. eine NZZ von «garantiert Corona-freien Events» dank «Impfpass» und täglichen «Schnelltests» phantasiert. Tests sind lediglich Momentaufnahmen und Geimpfte können das Virus weiterhin übertragen. Man zähle 1 und 1 zusammen. Ohne Strategieänderung hin zu einem Schutz der Risikogruppen leben wir auch 2025 noch im «Ausnahmezustand»

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  • Hans Peter sagt:

    Die Lobhudelei von Herr Renggli bestürzt. Zeigte er sich mit etwas mehr journalistischer Bedachtsamkeit und Recherchetiefgang dürfte er entdecken, dass das "hocheffizient" Israel's und GB's mit auf grobfahrlässige bis eventualvorsätzliche Weise ungenügend geprüften "Impfstoffen" (in Tat und Wahrheit = experimentelle Gentherapeutika) ein kollektives russisches Roulette mit der mittel- bis langfristigen Gesundheit von Menschenleben darstellt.

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    • holsderkuckuk sagt:

      Deshalb will man die vulnerablen (die Alten, die Nutzlosen, die sich ihre Renten von der jungen Generation finanzieren lassen) zuerst impfen, dann wird man keine Langzeitschäden feststellen können. Die heutigen Rentner haben länger in die Altersvorsorge einbezahlt als es die ein-oder gebildeten jungen Leute unserer Zeit jemals schaffen werden.

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  • Edmo sagt:

    Etwas richtig zu machen oder das Richtige zu machen, sind zwei paar Stiefel. Unabhängig davon, ob die Impfkampagne das Richtige wäre, kann man konstatieren, dass unsere Behörden ebenso disfunktional wie aufgebläht sind. In Anbetracht der völlig unbekannten Langzeitrisiken dieser neuartigen Impfstoffe, kann es für einmal ein Glück sein, derart unfähige Behörden im Land zu haben. Das sollte uns jedoch nicht davon abhalten, den behördlichen Augiasstall gründlich auszumisten.

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  • THINK sagt:

    Mich brennen diese Fragen seit langem:

    WER hat WAS - WANN - WIEVIEL - WO (Produzent, Händler, Schlaumeier, EU ...) bestellt? und
    WIEVIEL von WAS wurde von WEM - WANN zugesagt bzw. geliefert und verteilt an Kantone? und
    WER in welcher Altersgruppe bzw. Berufsgruppe wurde bisher in WELCHEM Kanton mit WELCHEM Produkt voll geimpft? und WER in welcher Altersgruppe bzw. Berufsgruppe ist in WELCHEM Kanton auf einer Warteliste? WIEVIELE neue Vollimpfungen werden WO an WEN pro Woche WANN verabreicht?

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  • ursula schmeling sagt:

    Das ist nicht einmal das Schlimmste. Die Schweiz hat nicht einmal genug Impfstoff bestellt. Bei Johnson & Johnson noch gar nichts. Und wer dafür verantwortlich ist, wird nicht zur Rechenschaft gezogen. Das ist skandalös.

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    • Hans Peter sagt:

      Der "Impfstoff" gehört auch erst bestellt, nachdem er sich seriös auf seine mittel- bis langfristigen Nebenwirkungen geprüft erweist, Frau Schmeling!

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      • Dimitri Papadopoulos sagt:

        In dem Fall eher nicht. Er ist ein knappes Gut, die rasche Durchimpfung der Bevölkerung essentiell, da soll man lieber zu viel bestellen und, falls die Studien negativ sind, die Bestellung nicht auslösen als warten bis alle anderen den wirksamen Impfstoff aufgebraucht haben und weiterhin im Lockdown verharren.

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      • baloiszydeco sagt:

        Zulassungen Ausland by definition unseriös?
        Also warten wir einfach noch 5 Jahre. Impfstoff dann OK, leider Tausende gestorben. Vorsorgeprinzip ad absurdum - mal Beipackzettel zu gängigen Medis lesen!

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  • winner16 sagt:

    Wenn ich im Bekanntenkreis in Deutschland so mitbekomme, dass schon fast mehr Menschen an den Impfungen, als am Virus sterben, scheint mir das Tempo in der Schweiz gar nicht so falsch! Es kann auch mal ein Segen sein, unfähige Behörden in Bern zu haben!

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    • Florence sagt:

      Da bin ich genau Ihrer Meinung! Lassen wir doch alle andern durchimpfen! Mal sehen wie viele unbeschadet überleben werden. Wie kann man sich nur so kopflos in etwas hineinziehen lassen, von dem wir nicht wissen was es enthält und vor allem, welchen Effekt es auf uns hat. Die Meldungen von Impftoten gehen um die Welt, und trotzdem rennen die Leute wie Lemminge dieser Spritze hinterher.

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  • VP-Falger sagt:

    Ja, unsere Regierung ist unfähig, verhältnismässig, selbständig und mit gesundem Menschenverstand zu entscheiden und zu agieren. Tendenziös falsche Kommunikation beherrscht die Informationslage. Fake News aus dem Bundeshaus, um genau zu sein. Was soll die Aussage: An und mit Corona verstorben? Entweder stirbt man an Corona, Krebs, Demenz oder Herzversagen. Wurde bei früheren Viruswellen je so verscheiert-tendenziös kommuniziert wie: "An und mit Grippe Verstorbene"? Pfui für politische Fake News!

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    • olive sagt:

      "Hochbetagte Menschen sterben am Ende ihres Lebens häufig an eigentlich banalen viralen Infektionen, oft im Winter. Wir diagnostizieren diese Infektionskrankheiten praktisch nie.

      Manchmal ist es das Respiratorisches-Synzytial-Virus, manchmal Grippe, auch andere Corona-Viren sind als Todesursache bekannt. Dieses Jahr sind solche Todesfälle häufig mit Covid, weil dieses neue Virus die aktuelle Epidemiologie dominiert."
      https://www.medinside.ch/de/post/infektionskrankheiten-gehoeren-so-zum-leben-

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  • Urban sagt:

    Die Letzten werden die Ersten sein. Vielleicht ist dieses Sprichwort in diesem Zusammenhang angebracht. Viren mutieren, das ist vermutlich mittlerweile allen bekannt. Wer kann heute sagen, dass sich nicht gerade bei geimpften Personen neue Virenstämme entwickeln können, welche einen erheblich größeren Schaden an der Menschheit anrichten können?
    Ich hatte bereits in meiner frühen Jugend gelernt das Immunsystem zu stärken durch, Bewegung, gesunde Ernährung und Geselligkeit.

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  • T sagt:

    Vermutlich sind wir nur deshalb Schlusslicht, weil die Impfstoffbeschaffung klimaneutral zu erfolgen hat.

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