01. Februar 2021
Thomas Renggli

Daniel Koch als medizinischer Ratgeber: Setzt die Uefa auf den richtigen Mann?

Gibt es in der Schweiz einen Gewinner der Corona-Krise, heisst er Daniel Koch.

Der frühere Chef der Abteilung für übertragbare Krankheiten beim Bundesamt für Gesundheit wurde über Nacht zum Vater der Nation. Er  überzeugte durch seine Vielseitigkeit: als Aare-Schwimmer, Masken-Schwindler, Zeitungskolumnist sowie als epidemiologischer Berater der Swiss Football League und des SCB.

Sein Engagement auf Glatteis verhalf Koch nun zu seinem lukrativsten Mandat. Der europäische Fussball-Verband Uefa ernannte den Berner zum medizinischen Ratgeber für die Euro, die ab dem 11. Juni in zwölf Ländern stattfinden soll.

Uefa-Präsident Aleksander Ceferin begrüsste Koch als «Schweizer Top-Experte für weltweite Pandemien» und führte aus: «Seine Kompetenz wird von unschätzbarem Wert sein, der Uefa, den gastgebenden Verbänden und Städten dabei zu helfen, einen Weg zu maximaler Zuschauerauslastung zu finden.»

Die Vorschusslorbeeren sind mit grossem Erfolgsdruck verbunden. Die Uefa kann es sich nicht nochmals leisten, ihr wichtigstes Turnier zu verschieben oder vor leeren Rängen zu spielen.

Ob Koch der richtige Mann für diese Herkulesaufgabe ist, bleibt abzuwarten. Sein Erfolgsausweis beim SCB auf jeden Fall lässt wenig Gutes erahnen: Der Branchenkrösus im Schweizer Eishockey wurde trotz Koch von Corona schachmatt gesetzt. Er durchlief schon drei Quarantänephasen, liegt gegenüber der Konkurrenz mit bis zu zehn Spielen im Rückstand und klebt am Tabellenende fest.

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