16. April 2021
Roman Zeller

Darauf haben wir gewartet: SRF gendert neu mit Doppelpunkt statt Gender-Sternchen

«Wir gendern neu mit Doppelpunkt», verkündete das SRF vorgestern via Instagram. Unter einem Bild mit Regenbogenfarben steht, es werde neu «Expert:innen» heissen, um «Menschen mit einer Sinnesbeeinträchtigung» mehr einzubeziehen.

Vereinfacht: Was Menschen zu sein glauben, soll berücksichtigt werden. Ob Mann, Frau, Trans-Mann oder Trans-Frau, Geschlechtsneutrale und auch Menschen mit einer anderen Identität – alle sollen sich durch das SRF gleichermassen angesprochen fühlen.

Dass nicht immer alle grammatikalischen Formen korrekt sein können, werde «in Kauf genommen», warnte der Sender im gleichen Atemzug, als ob man vermutet hätte, dass wenige Stunden später ein – aus Sicht der Sprachpolizei – höchst bedenklicher Post folgt.

«Anlagebetrüger Bernie Madoff im Gefängnis gestorben», lautete die Schlagzeile. Er (!), der «Tausende von Anlegern» (also ausschliesslich männliche Geldanleger), um Milliarden Dollar betrogen hat – darunter «Schweizer Investoren» (zum Glück keine Schweizerinnen) –, habe seit 2009 eine 150-jährige Haftstrafe verbüsst, heisst es.

Und als wäre dies – aus Gender-Perspektive – nicht bereits aus dem Vor-vor-vormittelalter, wurde Bernie Madoff auch noch als «Finanzier» bezeichnet.

Die Frage: Woher will das SRF bitte wissen, dass sich der Mensch Bernie Madoff nicht als Finanzierin gesehen hat? Oder als finanzierendes Es?

Leider wird die unsensible Berichterstattung ohne Folgen bleiben. Bernie Madoff verstarb im Alter von 82 Jahren.

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11 Kommentare zu “Darauf haben wir gewartet: SRF gendert neu mit Doppelpunkt statt Gender-Sternchen”

  • Anstolmi sagt:

    ...da sie sich für weise hielten, sind sie zu narren geworden... Es gibt nichs dümmeres auf Erden als die menschliche Weisheit. Ausfluss daraus ist unter anderem die ganze Genderdiskussion.

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  • Urs Stalder sagt:

    Die Verblödung der Meinscheit schreitet ungehindert voran. Ich lach mich kaputt.
    Früher lasen wir "MAD", heute können wir SRF schauen.
    Zum Schreien komisch!

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  • Markus Raess sagt:

    Dieses *lnnen ist der gröste Unsinn, wenn ich eine Frau wäre würde in meinem Ausweiss Pilot oder Schreiner stehen. Ich finde den Zusatz *innen abwertend, einfach nicht gleichwertig/gleichgestellt. Ein Pilot ist ein Pilot egal ob Mann oder Frau.

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  • hape sagt:

    Meine Unterschrift auf eine No-Serafe Initiative ist sicher. Vor allem deshalb, weil mit meinem Geld auch die privaten Medien (Tele Züri etc.) mitfinanziert werden. Obwohl die damals in der Schawinski-Zeit hoch und heilig versichert haben, sie würden sich selber finanzieren...

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  • Edmo sagt:

    «Menschen mit einer Sinnesbeeinträchtigung» haben zweifellos ein besonderes Anrecht auf komplett sinnentleerte Berichterstattung durch SRF. Alle anderen schauen sich den Mist nicht mehr an. Nur bezahlen müssen sie ihn immer noch. Madoff wäre sicher stolz darauf, noch als Mann gestorben zu sein. Vielleicht der letzte seiner Gattung.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Da bei der SRG (Radio und TV) sehr viele der Angestellten in keiner echten (normalen) Familiengemeinschaft leben, erstaunt es niemand, dass die "Genderei" in Leutschenbach zu einem Hauptanliegen (Thema) geworden ist! Völlig absurde bis lächerliche Wortverstümmelungen werden erfunden, diskutiert und fast täglich zu Schlagzeilen gemacht! Randgruppen-Verherrlichung war schon immer das Hauptaktionsfeld der linksideologischen Weltveränderer(innen)!

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    • Robert sagt:

      Wir alle müssen bezahlen für diese linksextreme Propaganda. Wie gestern in einem Kommentar angetönt wurde, glaube ich auch, dass es Zeit wäre für eine neue No-Serafe-Initiative. Wenn schon alle bezahlen müssen, sollte es auch eine ausgewogene Berichterstattung geben. Ich bin aber überzeugt, beim SRF wird schon beim Vorstellungsgespräch abgeklärt, ob man solide links ist, und sonst hat man keine Chance, angestellt zu werden.

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      • christian.penguin sagt:

        Die Gesinnung beim Vorstellungsgespräch abzuklären, ist eigentlich nicht notwendig (wäre auch illegal). Durch den staatlichen Charakter werden sich ohnehin fast ausschliesslich reiche lifestyle-linke Schweizer bewerben.

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