05. Februar 2021
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Alex Baur

Das Bundesgericht anerkennt offiziell den Dirnenlohn, 79 Jahre nach der Legalisierung der Prostitution. Wurde aber auch Zeit

79 Jahre sind vergangen, seit die Prostitution in der Schweiz legalisiert wurde. Im Prinzip.

Doch die Sittenwächter von Politik und Justiz haben es stets geschafft, die Dirnen in die Illegalität zu treiben – zuerst über den Zuhälter-Paragrafen, dann via Miet-, Bau-, Ausländer- oder Arbeitsrecht.

Nur in einem behandelte der Staat die Prostituierten stets egalitär: Beim Eintreiben von Steuern und Abgaben.

Jetzt hat das Bundesgericht einen wegweisenden Entscheid gefällt: Der Dirnenlohn ist nicht sittenwidrig, er kann notfalls vor einem Gericht eingeklagt werden.

Ende gut, alles gut? Mitnichten.

Anstelle der konservativen Moralapostel sind es nun linksgrüne Feministinnen, die das ältestes Gewerbe per Strafgesetz ein für alle Mal ausmerzen wollen. Die Begründung ist dieselbe wie eh und je, und sie ist so verlogen wie eh und je: Man habe nichts gegen Prostituierte, im Gegenteil, man wolle die Frauen nur schützen – vor sich selbst schützen, indem man sie in die Illegalität treibt.

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1 Kommentar zu “Das Bundesgericht anerkennt offiziell den Dirnenlohn, 79 Jahre nach der Legalisierung der Prostitution. Wurde aber auch Zeit”

  • Edmo sagt:

    Die Prostitution hat und hatte schon immer eine Ventilfunktion. Sex mit ihren Partnerinnen müssen sich viele Männer sehr teuer erkaufen. Natürlich hassen es diese Frauen, wenn die Männer einen Ausweg finden und der strengen Rationierung zuhause entgehen können. Die Feministinnen mit einem starken Hang zur Macht werden die Prostitution immer bekämpfen. Natürlich mit moralisch hoch stehenden Argumenten. Die niedrige Gesinnung muss ja nicht offen zur Schau getragen werden.

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