01. Oktober 2021
René Hildbrand

Das Leiden der Männer: Immer mehr Breitbeiner fühlen sich diskriminiert. Seminare boomen

Traurig, aber wahr. Zunehmend fühlen sich Männer in unserer Gesellschaft herabgesetzt. Und geringgeschätzt.

Sie finden, dass die Frauenbewegung übergekippt ist, dass sie nicht mehr offen reden dürfen, vermehrt gemobbt werden und ihre beruflichen Aufstiegschancen beschränkt sind. Weil Frauen bevorzugt werden.

In der Zahl der Uni-Absolventen fallen Männer tatsächlich seit Jahren hinter die Frauen zurück.

Liegen die Männer tatsächlich danieder? Realität ist: Selbsterfahrungs-Seminare boomen in ganz Europa. In entlegenen Wäldern und auf spärlich frequentierten Mittelmeer-Inseln schreien unverstandene Kerle ausgestreckt ihren Frust raus.

Bei den (teuren) Lehrveranstaltungen wollen sie die Freude am Mann-Sein wiederentdecken.

Unter den Kursteilnehmern gibt es ein grosses berufliches Spektrum. Es reicht vom Lehrer, Polizisten, Werber, Banker – bis zum Architekten und Bauingenieur. Zu ihren Schreckgespenstern gehört auch die Frauenquote.

Bei Eisenlegern wurde eine solche meines Wissens noch nie gefordert.

In der Deutschschweiz wird derzeit eine Männerbewegung aufgebaut. Am 19. November ist wieder International Men's Day.

Es wäre doch grossherzig, wenn die Klima-Aktivisten die Zürcher Quaibrücke an dem Tag den leidenden Männern abtreten würden.

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30 Kommentare zu “Das Leiden der Männer: Immer mehr Breitbeiner fühlen sich diskriminiert. Seminare boomen”

  • Josef Hofstetter sagt:

    Ich glaube, die Frauen könnten aufhören sich immer als Benachteiligt zu fühlen und zu reklamieren. Beispiel Zürich Versicherung, Kader Frauenanteil 55 %!

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Um die Vorgaben des Gleichstellungsgesetzes zu erfüllen, sollen die Buben im Kindergarten Mädchenkleider tragen, Pirouetten tanzen, mit Puppen spielen, wie das in Basel bereits praktiziert wird. Anstatt zu raufen und kämpfen, wie es ihrem Naturell entsprechen würde, werden die Knaben zu frauenähnlichen, feinfühligen Wesen erzogen. Schon heute tragen viele Männer lange Haare, Rossschwänze und Gupffrisuren und haben ein feminines Aussehen.Kein Wunder, leiden viele Männer an Identitätsproblemen.

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  • peterlinz sagt:

    IT Absolventen verdienen monatlich Fr. 7000 bis 11000 . 2/3 der Studenten in Geistes- und Sozialwissenschaften sind Frauen. Dort verdienen sie viel weniger, arbeiten Teilzeit oder manchmal sogar nur stundenweise. Es findet demnach eine Umverteilung der arbeitenden Schicht an diese unter bezahlten und unterbeschäftigten Frauen statt bei den Steuern, Subventionen der Krankenkassenprämien und Kinderkrippen. Ihre Lebensarbeitszeit ist kurz, zahlen keine Steuern und sind immer die Opfer.

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  • TillhemWell sagt:

    die weiblichen oder männlichen Eigenschaften waren nie geschlechtsspezifisch zu finden, die Natur hat kein Problem damit.

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  • Juerg Schneeberger sagt:

    Die Genderpolitik und nicht zuletzt die daraus resultierenden Lesbenfamilien (Vaterverlust) machen aus unseren Jungs völlig desorientierte Wesen, denn wenn der Sohn seine eigenen Gefühle primär über die Mutter erfährt, dann wird er die weibliche Haltung zur Männlichkeit einnehmen und eine weibliche Sicht seines Vaters und seiner eigenen Männlichkeit entwickeln. Was zählt, ist nicht mehr Leistung, sondern die richtige Identität.
    Eine insgesamt verheerende Entwicklung!

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    • Melanie sagt:

      Völlig richtig. Und ebenfalls ganz schräg ist es doch auch für Mädchen, die in einer Männer-Ehe-Familie aufwachsen. Mit den genau gleichen Defekten: diese Mädchen erfahren wohl herzlich wenig über das Frau-Mutter-Sein, weil da gar keine Mutter ist. Da sind ja auch noch Tanten, Grossmütter, Freundinnen - wird man einwenden. Ob das dasselbe sein kann??

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  • hape sagt:

    Und ja, Zille sagte doch so schön: "Und ist dein Ruf erst ruiniert, lebt sichs gänzlich ungeniert!"

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  • hape sagt:

    Ich brauche kein Selbsterfahrungsseminar. Ich bin - mit Stolz - ein Mann.
    Ich mag Bond im Stil von Connery, mach nichts im Haushalt (zahle dafür die Putze), halte nichts von "Mee too" 50 Jahre später, habe meinen Kindern beigebracht, sich in der freien Wildbahn - manche nennen es "Leben" - zu behaupten, unterstütze Frauen bei legitimen Anliegen (z.B. Lohngleichheit), würde nie einen Mann heiraten: Kurz ich fühle mich als Mann. Und stelle mich auch in diesbezüglichen Diskussionen quer.

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  • Gringo 1402 sagt:

    Ist doch schön! Um Männer zu diskriminieren und in die harten Jobs zu verweisen (wie Strassen- und Bauarbeiter, 'Fabrik-Worker' also alle Tieflohnarbeiter') werden teuer bezahlte 'Schoggitschöppli' für Feministinnen geschaffen, wie Schnepfenzählerinnen, Wasserwellenbeobachterin, Gletscherschmelzmesserin etc.
    Nicht falsch verstehen - ich achte die grossen Leistungen ECHTER Frauen sehr und freue mich eine STARKE FRAU an meiner Seite zu wissen, ohne sie hätte ich ein schweres Leben.

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  • Marlisa Schmid sagt:

    Es ist erstaunlich, dass die Männer erst jetzt beginnen, sich gegen diesen irrwitzigen Feminismus zur Wehr zu setzen. Ueber die Methoden kann man geteilter Meinung sein. Im Wald wie Tarzane herumschreiende Männer, die ihren Frust herauslassen, geben sich eher der Lächerlichkeit preis. Sie sollten sich dagegen wehren, dass auf Teufel komm raus eine Frau für die Besetzung einer wichtigen Stelle hermuss, obwohl der ebenfalls kandidierende Mann um Welten bessere Qualifikationen aufweist.

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  • minibixi2008 sagt:

    Seminare für Waschlappen. Willkommen in der weicheier Zukunft.
    Die Araber lachen sich krumm, mit Recht.

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  • Der Michel sagt:

    Die berufliche Diskriminierung durch Quoten ist das eine, das mittlerweile bei beiden Geschlechtern (und wohl bald auch bei den 60+x anderen) anzuprangern ist - das Heulsusige das andere. Sind wir Männer tatsächlich inzwischen solche Waschlappen geworden?

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    • Melanie sagt:

      "Sind wir Männer tatsächlich inzwischen solche Waschlappen geworden?"
      Nicht alle. Aber viele. ZU viele. Im sogenannten Westen zumindest.

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    • Max Casalegno sagt:

      Um einen Autodiebstahl zu ermöglichen, braucht man einen Dieb und einen Idioten, der den Schlüssel im Startschloss stecken lässt. Wo haben die meisten Männer 50 Jahre lang ihre Schlüssel vergessen?

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    • Max Casalegno sagt:

      Vor ein paar Tagen redete ich mit einem Bekannten in Abidjan gerade über diese Problematik. Er ist von seiner französischen Frau geschieden. Ich sagte "Eine Frau zu respektieren, bedeutet nicht, sich ihr unterzuordnen". Er gab mir nicht nur Recht, in der Côte d'Ivoire sei das ja so, sondern schien auf einmal den Grund seiner Scheidung zu verstehen: er hatte sich nicht unterbuttern lassen.

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  • Max Casalegno sagt:

    In Saudi Arabien müssen Frauen gehorsam sein. Dafür ist der Mann für ihre Frauen 100%-ig verantwortlich. Er muss u.a. jeder seiner 4 Ehefrauen jeweils eine Wohnung kaufen. Da wir inzwischen in der umgekehrten Situation sind, wie dort, möchte ich gerne, dass eine europäische Frau, die mich heiraten will, mir eine Wohnung kauft und 100% für meine Existenz verantwortlich ist. Eine derartige "Unterdrückung" und "Soumission" würde ich gerne mitmachen.

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    • Markus Zgraggen sagt:

      Nein, das glaube ich nicht, weil in der unzivilisierten Natur folgende Abmachung vorgesehen ist. Der Mann sichert seine Frau und den Stamm vor Übergreifern und organisiert die HauptNahrung (ich spreche nicht von Beerenpflücken). Er DIENT also der Frau, welche für die Kinderaufzucht und -Pflege zuständig ist. Als Lohn bekommt er Ihre Anerkennung und weiteren Geschlechtsverkehr. Wenn man dem Manne diese ursprünglichste Aufgabe wegnimmt, zerfällt er buchstäblich und die Frau wird unglücklich!

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  • Melanie sagt:

    Am Heruntermachen und Abschaffen von natürlicher, normaler Männlichkeit wird schon in Spielgruppen und Kindergärten gearbeitet: durch weibliche Vorgaben und "Leitpersonen", die eher unruhige Buben (wilde Jungs?) weder verstehen noch ertragen und schon gar nicht gewähren lassen. Nein, nein. Alles schön austreiben, ruhigstellen (Ritalin!?), kanalisieren, schlechtreden und umpolen. Das jedenfalls war das, was ich selber bereits in den 90erJahren feststellen konnte.

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    • Mueller sagt:

      Die Frauen haben haben die stärkste Waffe in ihren Händen; ihre Zustimmung zum Geschlechtsakt! Was tun wir Männer doch alles, um zum „Schuss“ zu kommen!! Winselnd umkreisen wir die holde Schönheit, bis endlich ein Ja aus ihrem holden Mund kommt🥴🥴

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      • ManuGehriger sagt:

        Umsonst daß du, ein Herz zu lenken,
        Des Mädchens Schooß mit Golde füllst;
        Der Liebe Freuden laß dir schenken,
        Wenn du sie wahr empfinden willst.
        John Wolf Goethe

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      • Max Casalegno sagt:

        Nicht immer so, vor allem: nicht überall weltweit! Hängt von der"Kultur"ab. Grundsätzlich haben auch Frauen Lust auf Sex. Ein geschickter Mann kann Frauen sexuell abhängig machen - wie Frauen Männer meistens. Aber wie viele geschickte Männer gibt es? Ein geschickter Mann in einer nicht sexfeindlichen Kultur kann jede dritte Frau haben. Bloss, wenn man Europa nie verlässt, sieht man immer wieder dasselbe: zickige dominante Frauen.

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      • Max Casalegno sagt:

        Italienische Studienkommilitonin, Jahr 1982. Ich:würdest Du mich heiraten? Sie: Nein. Ich: Warum? Sie: Perché non sei tappetinizzabile (Weil ich Dich nicht zur Rolle meiner Fussmatte unterbuttern kann ). Sie hat einen deutschen Professor geheiratet, den sie ihr Karriere-Turbo nennt. Einfach zu erraten, sie ist Professorin geworden. Achtung: Wahre Geschichte. Bloss, die meisten europäischen Frauen würden nie offen zugeben, dass sie so denken. Und die Männer ihre Schwäche ebenfalls nicht gestehen.

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  • Edmo sagt:

    Selbsterfahrungs-Seminare für unterdrückte Männer... Weit haben wir es gebracht. Ist ein Mann dort angekommen, hat er seine eigene Verweiblichung schon derart verinnerlicht, dass es wohl kein Entrinnen mehr gibt. Im Kreis sitzend mit Leidensgenossen zu jammern und wehleidig zu klagen, ist das uneingeschränkte Privileg der Frauen. Männer können es besser, aber nur, wenn sie noch männliche Eigenschaften haben und diese auch einzusetzen wissen.

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