03. Juni 2021
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Florian Schwab

Der Abschuss des Rahmenabkommens ist eine historische Chance. Wirtschaft und Politik müssen besser werden

Der Abschuss des Rahmenabkommens ist ein heilsamer Schock. Jetzt braucht es nämlich in Wirtschaft und Politik ein schnelles und konsequentes Umdenken. 

Unsere Firmen verlieren die vielleicht bequeme aber gefährliche Perspektive, sich – einem Stück Würfelzucker im Kaffee gleich – in der Brüsseler Regulierungs-Brühe aufzulösen. Die Schweizer Firmen müssen noch besser werden. Mehr Produktivität, weniger billige Arbeitskräfte aus der EU. 

Ein solches Redressement National kann aber nur gelingen, wenn die Politik in Bern ihre Narrenkappe ablegt und sich auf die Stärken besinnt, die das Land wohlhabend gemacht haben. Die Kamikaze-Übung des Atomausstiegs muss abgebrochen werden. In der Verwaltung müssen Leute das Kommando übernehmen, die wirtschaftliche Freiheit ermöglichen und nicht abwürgen wollen. 

Die Wahrscheinlichkeit, dass das von alleine passiert, ist leider klein. Es ist darum am Stimmbürger, den Politikern in Bern den Marsch zu blasen. Am wirkungsvollsten geschieht dies mit einem Nein zum CO2-Gesetz am 13. Juni. Es wäre auch eine Botschaft: Lasst uns mit euren Steuern, Abgaben und kafkaesken Bürokratie-Monstern in Ruhe. Die Schweiz ist besser als das.

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5 Kommentare zu “Der Abschuss des Rahmenabkommens ist eine historische Chance. Wirtschaft und Politik müssen besser werden”

  • Bischi49 sagt:

    Herr Schwab, Sie haben es mit wenigen Sätzen auf den Punkt gebracht. Es gibt einen Hoffnungsschimmer. Der 68er und Co. Marsch durch die Institutionen wird langsam pensioniert. Vielleicht reduziert sich damit das Gewicht der Ideologie in der Verwaltungstätigkeit. Solange das nicht passiert sieht es so aus, dass Nein sagen oberste Bürgerpflicht bleibt.

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Was ist schon wieder das Problem, welches der Rahmenvertrag zwingend lösen sollte? Ich habe es vergessen!

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  • Florence sagt:

    Herr Schwab, das ist ein Superartikel! Es wäre zu wünschen, dass Ihre Worte in allen Schweizer Zeitungen erscheinen. Kompliment!

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Souveräne, demokratische Staaten wie die Schweiz und England sollen die EFTA aktivieren: Das "Freie Europa" umfasst Länder, die nach innen wirklich demokratisch sind (aktives, passives Wahl- und Stimmrecht, Referendums- und Initiativrecht, absolute Medienfreiheit etc.) und gegen aussen mit andern Staaten souverän und auf Augenhöhe zusammenarbeitet.

    Bin überzeugt, es liessen sich noch einige Staaten davon überzeugen, z.B Österreich, Schweden, Dönemark, Norwegen etc.

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    • Guy Tiger sagt:

      Die EFTA gibt es nach wie vor. Kuckst Du auf https://www.efta.int/

      Die Mitgliederliste ist aber bescheiden, neben der Schweiz und Norwegen sind nur noch Island und Lichtenstein mit dabei.

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