04. Juni 2021
Alles lesen
Rainer Zitelmann

Das Problem Deutschlands sind nicht die linksgrünen Ideologen – es sind die Wirtschaftsführer, die sich ihnen willig anpassen

Joe Kaeser empfehlt uns Annalena Baerbock. Er wollte ja schon die antikapitalistische Fridays For Future-Aktivistin Luisa Neubauer in den Aufsichtsrat holen.

Unser Problem in Deutschland sind nicht die linksgrünen Ideologen. Die können ihre Wirkung nur entfalten, weil sich weite Teile der Wirtschaft opportunistisch anpassen.

Ein Beispiel ist VW-Chef Diess, der sich überschlägt in Begeisterung für die grüne Planwirtschaft, bei der nicht mehr Unternehmen und Konsumenten entscheiden, was produziert wird, sondern Politiker, die in Brüssel «Flottenziele» festlegen.

Leute aus der Wirtschaft mit dem Mut zur klaren Aussprache, wie Wolfgang Reitzle (Linde) sind die seltene Ausnahme.

Reitzle sagt: «Nach fast 16 Jahren Merkel ist Deutschland in vielen Bereichen ein Sanierungsfall: Bürokratie im Fax-Zeitalter stecken geblieben, Digitalisierungs-Rückstand, kein schnelles Internet, massive Mängel in der Infrastruktur und marode Schulen sind nur einige Beispiele für Defizite, die für ein führendes Industrieland beschämend sind.»

573 5

18 Kommentare zu “Das Problem Deutschlands sind nicht die linksgrünen Ideologen – es sind die Wirtschaftsführer, die sich ihnen willig anpassen”

  • scavenger sagt:

    Das Problem in Deutschland ist , dass die Bürger sich der Regierung unterwerfen und keine Revolution zu Stande bringen , vermutlich wird es eines Tages eine islamische Revolution geben welche dann das Zepter in die Hand nimmt , 5 Millionen Moslems in der BRD. Das andere Problem ist Deutschland hat keine rechtsmässige Verfassung sie machen grosse Sprüche von Demokratieverständnis aber in Deutschland gibt es nur eine parlamentarische Diktatur welche das Grundgesetz ändern können von Tag zu Tag.

    73
    0
  • Stefan Mueller sagt:

    Das war auch schon beim Adolf so.
    Einziger Unterschied, damals waren Bosse noch Besitzer/Unternehmer...heute sind es nur noch sich anbiedernde schmierige Söldner, sich oft nur durch Vetternwirtschaft und/oder Korruption Plätzchen erschleichend, die für Versagen noch ungeniert Boni abzocken!
    Zudem, für den gemeinen Michel übernehmen seit Jahrhunderten Fürsten Kaiser Führer Tschütteler TV-Schwätzer Kanzler Pfaffen etc. das Denken.
    Und nachher hat wieder keiner je was gewusst gesehen oder gehört!!

    71
    3
  • DominikRi sagt:

    Situativ und kurzfristig denkende Manager statt generationenüberschauende Unternehmer führen zusammen mit dem universitären Massenabfertigung ein Land via Wohlstandsverwahrlosung direkt in die echte Beelendung.

    Wir sollten jedoch das Aufwischen vor der eigenen Haustüre nicht vernachlässigen.

    89
    2
  • T sagt:

    Die internationalen, westlichen Finanzoligarchen, geführt von Gore, Soros, Schwab und anderen, verfolgen ihre Agenda konsequent. "A new world order", geschickt legitimiert und installiert über das vermeintlich böse CO2. Die globale Kontrolle über Märkte, Menschen und das Geld. Zurzeit lassen sich die Chinesen nur deshalb einbinden, weil diese "new world order" nur durchgesetzt werden kann, ohne demokratische Prozesse. In 20 Jahren werden dann die Chinesen endgültig übernehmen. Gnade uns Gott!

    85
    0
  • Petersen sagt:

    Der Herr Ex-CEO Josef Käser ist schon extrem peinlich. Kurz nach der Okkupation der Krim durch Russland traf er sich lächelnd zu einem Fototermin mit Putin. Nach der staatich angeordneten Ermordung des saudischen Journalisten Khashoggi konnte er nur mit Mühe davon abgehalten werden, zu einer Investoren-Konferenz nach Ryiadh zu fahren, nachdem alle anderen westlichen Bosse demonstrativ abgesagt hatten.

    Nach meiner Wahrnehmung irrlichtert Herr Käser habituell.

    92
    0
  • Stefan Christen sagt:

    Die Verschmelzung von Staat und Konzernen ist in Deutschland nicht mehr weit.
    Wo das hinführt hat man im Faschismus und im real existierenden Sozialismus schon zweimal erlebt - warum nicht noch ein drittes Mal?

    124
    1
    • Ulrich J. sagt:

      Hitlers Rede 1932 vor dem Düsseldorfer Industrie-Club, bei der die Creme der deutschen Wirtschaftsführer frenetischen/zurückhaltenden Beifall (eigene Sichtweisen der Anwesenden vor/nach 1945) zeigt, wohin der politische Zug in Deutschland rollt. Ohne die Unterstützung der deutschen Wirtschaft wäre Hitler nicht 1 Jahr später Reichskanzler geworden.

      66
      1
    • scavenger sagt:

      Der Fehler wurde gemacht nach dem 2.Weltkrieg , anstelle des Marshall Planes hätte man den Morgentau Plan einführen müssen, Schuld daran sind die USA , die Wiedervereinigung wo die DDR die BRD übernommen hat , war der 2. grosse Fehler. Es ist die Legacy von Ulbricht und Honecker das heutige Deutschland.

      37
      26
      • Stefan Mueller sagt:

        Alle Hitler-Bejubler bezeichneten sich selber als Sozialisten,
        wie auch die jetzigen Ex-SED-IM's/Volksgenossen Merkelstan's,
        angeführt von einer FDJ-Führerin für Propaganda und Agitation, und dann wieder plötzlich ein Ösi-Postkartenmaler auftaucht....Bei dem grassierenden von Staatssumpf/Müllstream geförderten Antisemitismus nach Stürmer-Art, mit wie es DFB-Keller nannte ; "Freisler-Richtern" ..
        Und eben auch ab 1930 werkelten die Anstands-Sozialisten mit radikalen Moslems an der neuen Welt!!!

        23
        0
  • AndreasBecker sagt:

    Es sind die namenlosen Ratgeber, PR Agenturen im Hintergrund. Das Phänomen kennen wir von Politikern. Es gibt vermutlich keine Branche, die so links-grün, woke, poliglob politisch-korrekt und hip daher kommt, wie diese Typen*innen aus der Werbe/PR/Image Branche. Die Einflüsterer empfehlen den Chefs ein zeitgeistiges, trendiges Reden und Handeln. Und die Wirtschaftsführer glauben den Unfug. PR–Branche und Journaille - die wichtigsten Werkzeuge beim Erhalt der lnks-grünen Deutungshoheit!

    109
    0
  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Spektakulärer Wahlkampf in Deutschland! Demokratie und Wahlmöglichkeiten vom Feinsten: Wer macht das Rennen?

    a.) A. Baerbock
    b.) Annalena B.
    c.) A.B.
    d.) Grüne

    PS: Und es soll tatsächlich Schweizer:innen geben, die sich via Verträge an immer noch dem EU-Führer:innen:staat unterjochen wollen.

    181
    1
  • christian.penguin sagt:

    Dann nehmt als Angestellte dieser Bonzen an den Freitagsdemos Teil und wartet mal ab, was dann passiert.

    88
    0
  • Edmo sagt:

    Wirtschaftsführer müssen einen gewissen Opportunismus pflegen. Doch was in Deutschland und zunehmend bei uns abgeht, ist nicht mehr nachvollziehbar. Manager sind keine Unternehmer. Das ist schon lange als Problemfeld identifiziert. Doch Leute wie Kaeser und Diess haben nicht nur unternehmerische Defizite, sie sind völlig vom Kurs abgekommen. Sie lassen sich vom Zeitgeist, von ideologischen Spinnern und der NGO-Mafia am Nasenring durch die Manege führen. Düstere Aussichten.

    228
    0
  • coronistan.blogspot.com sagt:

    Es ist alles so unfassbar korrupt.

    145
    0
  • gpeter sagt:

    Und Targetsalden die jenseits von gut und böse sind.

    112
    0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.