11. Juni 2021
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Marcel Odermatt

Das Rentenalter der Frauen wird zu recht erhöht. Dass sie älter werden als die Männer, ist allerdings allein ihr Verdienst

Das Rentenalter der Frauen wird auf 65 Jahre erhöht. So will es nach dem Stände- auch der Nationalrat.

Widerstand dagegen kam wie erwartet nur von den Linken.

Der weibliche Teil der Bevölkerung wird heute im Schnitt 85,6 Jahre alt. 1981 betrug dieser Wert noch 79,2 Jahre. Dass es bei einer solchen Entwicklung Anpassungen braucht, scheint – vorsichtig ausgedrückt – nachvollziehbar und notwendig.

Trotzdem soll an dieser Stelle eine Lanze für die Frauen gebrochen werden. Es ist ihr Verdienst, dass sie länger auf der Welt sind. Sie werden in erster Linie älter als Männer, weil sie vernünftiger und vor allem gesünder leben. Ihr Sensorium, ihrem Körper nicht zu viel zuzumuten, ist ausgeprägter als bei den Herren der Schöpfung.

Wollen Männer alt werden, ist es besonders, dass sie sich in einer Beziehung befinden. Singles haben eine deutlich niedrigere Lebenserwartung. Bei den Frauen spielt es bezüglich Lebensdauer keine Rolle, ob sie alleine oder zu zweit sind.

Die Frauen sind – was die Gesundheit betrifft – die besseren Menschen. Daran wird sich nichts ändern. Auch wenn sie bald ein Jahr länger arbeiten dürfen bis zur Pensionierung.

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13 Kommentare zu “Das Rentenalter der Frauen wird zu recht erhöht. Dass sie älter werden als die Männer, ist allerdings allein ihr Verdienst”

  • Buecherwurm sagt:

    Mehr Frauen als Männer sind bereit auf Ihr Gewicht zu achten, weil das Ihren Marktwert auf dem "Fleischmärt" hebt. In den Generationen vor uns haben sich unsere Grosseltern und Urgrosseltern im wort-wörtlichen Sinne zu Tode "gefressen", dazu kam dann noch das Rauchen.

    Deshalb werden viele Schauspieler, die Ihr Leben lang auf Ihre Figur achten mussten ja auch uralt, die fangen nicht mit 60 oder 70 an, sich eine Wampe anzufuttern, wenn Sie aus dem Showgeschäft 'raus sind.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Vielleicht hängt es aber auch bloss damit zusammen dass Sch(I)auspieler gar nie richtig arbeiten mussten...
      darum gar viel Zeit hatten, ihre Körper mit Drogen und Alkohol zu konservieren!
      Kommt hinzu, dass heute ob Frau oder Mann, keiner mehr 6, gar 7 Tage die Woche, und 10 oder gar 12 Std. pro Tag arbeitet...ohne 5 Ferien-/Vaterswochen und KVG!
      Und ev. hat das mit dem Frauenalter ja auch damit zu tun, dass bis heute die gesundheitsschädigendsten Arbeiten noch immer von Männern gemacht werden.

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      • Buecherwurm sagt:

        Das halte ich für mehr als gewagt ! Sicher, ein Bauarbeiter muss körperlich arbeiten, muss ein Verkäufer im Laden oder ein Schalterbeamter nicht "richtig" arbeiten, nur weil denen nicht der Schweiss rinnt ?

        Ich selber bin noch "schlimmer", ein Bürogummi und habe meine letzten Berufsjahre mein Salär als Berechnungsingenieur verdient, ich habe den Schreibtischstuhl nur zum Mittagessen und zum Nachhausegehen verlassen. Wenn das alles keine "richtige" Arbeit ist . . . .

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      • Buecherwurm sagt:

        Ich sage inzwischen, wer nicht an Krebs stirbt, sich keine Wampe anfuttert (und mit Bier ansäuft) und mit dem BMI unter 25 bleibt, sowie seinen Blutdruck im Auge behält und gegebenenfalls rechtzeitig was zur Senkung tut, hat seinen 80sten Geburi eigentlich fest gebucht.

        Das Erstaunliche ist, wenn Sie heute Menschen 90+ fragen, welcher medizinischen Errungenschaft Sie Ihr langes Lebenzu verdanken haben, bekommen Sie Verständnislosigkeit, die waren nie ernsthaft krank !

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  • katarina graf sagt:

    Herr Bolliger, ich bin absolut mit Ihnen einverstanden. Wir Frauen verlangen seit Jahren Gleichberechtigung und Gleichstellung
    - also dann auch beim Pensionsalter! Und übrigens bin ich auch dafür, dass die Militärpflicht - solange sie besteht - auch für uns Frauen gilt. Dann sind wir auf allen Gebieten den Männern gleichgestellt.

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  • VP-Falger sagt:

    Weshalb spricht niemand über den Menstruationsbonus? Ja, es gibt Frauen, die leiden darunter. Es gibt ebenfalls Menschen, die leiden fürchterlich an Migräne. Doch in den 70er Jahren kannte ich mehrere Frauen aud Freundes- und Bekanntenkreis, die unverholen zugaben, dass sie ihren Waschtag mit den Menstruationsferien (1-3 Tage krankschriben ohne Arztzeugnis war üblich) verbinden würden. Die einen legten sogar noch einen Ferientag drauf.

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  • peterlinz sagt:

    Gemäss feministischer Logik handelt es sich beim Geschlecht nur um ein Konstrukt, das nicht mehr bei der Geburt von Aerzten oder Hebammen festgestellt wird. Man kann es auch einfach ändern. Die Annahme, dass die Biologie einen Unterschied macht zwischen Mann und Frau ist scheinbar altmodisch. Aber, wenn es um die Verteidigung von Pfründen geht, besteht er immer noch.

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  • Petersen sagt:

    "... allein ihr Verdienst ..."

    Also nur Sozialverhalten und nicht DNA? Voll die sozialistische Schiene - leider ohne wissenschaftliche Beweise.

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  • VP-Falger sagt:

    Frauen werden vor allem deshalb älter, weil die Nachkriegsjahrgänge mehrheitlich für die Familie zusändige waren und selbständig und mehrheitlich frei entscheiden und ihren Haushalt führen konnten. Heute bekommen bereits 50-jährige, gestresste Frauen ebenfalls einen Herzinfarkt. Fragen sie mal bei zuständigen Ärzten nach!

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  • minibixi2008 sagt:

    Was für einen Stuss. Singels haben eine deutlich niederigere Lebenserwartung. Ja besonders im Alter wenn die bessere Hälfte den ganzen Tag den Finken herumkommentiert.
    Gleiches Recht für alle, das gilt auch fürs Rentenalter.

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  • Fritz sagt:

    Lieber Herr Odermatt, sie sind also einer von denen die bei Unterschieden in den Geschlechtern immer "Umwelteinflüsse" schreien. Von DNA haben sie wohl noch nichts gehört.

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    • Gadsden flag sagt:

      Haha. Die DNA ist natürlich hauptsächlich für das Verhalten eines Menschen verantwortlich. Wenn eine Frau gesünder und vernünftiger lebt, liegt das eben in den Genen, sprich daran, dass sie eine Frau ist.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Die links/grünen Frauenrechtlerinnen schreien weiter, gegen die geplante Gleichschaltung der AHV-Bezugsgrenze! Ob Bauarbeit, Velomechaniker bis hin zur Lokführerin oder Pilotin muss und soll den Frauen alles erlaubt und natürlich gleich (oder wenn möglich noch besser!) bezahlt werden, wie ihre männlichen Vollzeit-Arbeits-Kollegen! Zur Gleichstellung gehört eben auch ein einheitliches Pensionsalter! Zu dieser Milchbuch-Rechnung fehlt den Linken das Verständnis im Gleichstellungs-Forderkatalog!

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