19. Mai 2021
Wolfgang Koydl

Das Wort «Organspende» führt in die Irre. Ehrlicher und zweckdienlicher wäre ein Verkauf

Eine Niere ist ein Schnäppchen. Laut Weltgesundheitsorganisation gibt’s die schon für 15.000 Dollar. Herz oder Lunge indes sind bis zu zehnmal teurer, auch die Leber geht ins Geld.

Machen wir uns nichts vor: Organe sind eine Handelsware – auf dem kriminellen Schwarzmarkt, aber auch in der Medizin. Oder zahlt die Versicherung des Empfängers etwa nicht für sie? Warum also sollte man seine Innereien nicht verkaufen?

Gewiss, das tönt zynisch. Aber ist es weniger zynisch von einer Spende zu sprechen, wenn Organe ohne explizites Einverständnis entnommen werden können? Eine Spende ist keine Steuer. Man entrichtet sie freiwillig.

Für Blut, Eizellen und Sperma gibt es in vielen Ländern Geld, auch wenn man es verschämt Aufwandsentschädigung nennt.

Die moderne Medizin ist ein Geschäftsmodell. Das mag man beklagen, aber es sichert ihre Existenz.

Ein Verkauf von Organen wäre nicht nur ehrlich. Es würde auch die Bereitschaft erhöhen, Herz und Nieren zur Transplantation freizugeben. Der Erlös käme den Erben zugute. Oder man könnte ihn spenden – aus freien Stücken.

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7 Kommentare zu “Das Wort «Organspende» führt in die Irre. Ehrlicher und zweckdienlicher wäre ein Verkauf”

  • Bischi49 sagt:

    Meine Leber zumindest wird unbrauchbar sein, den Wein geniesse ich lieber selbst vor meinem Tod als ein geldgieriger Organhändler danach!

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  • Hoenggi55 sagt:

    Ich finde es ein absolutes Armutszeugnis , das man als Organspender , nach der Entnahme , nichts mehr Hört , als das mann jetzt einen Bestatter zwecks Transports, Einäscherung , oder Bestattung Kontacktieren soll und das auf EIGENE KOSTEN NOTABENE ! Das GROSSE Geld , von dem die Hinterbliebenen rein Garnichts Sehen , Streichen sich Andere ans Bein !! Von Mir nicht mal einen Fingernagel, was auch in meiner Patientenverfügung so Aufgeführt ist !!

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  • Peter Meier sagt:

    Werter Herr Koydl, in der CH sind Organspenden "Spenden", d.h. es gibt für diese freiwillige Entscheidung keine finanzielle Entschädigung. Die Namen von Spendern/Empfängern sind i.d.R. auch anonym. Die Kosten der Organentnahme/Implantation wird nach speziellen Pauschalen abgerechnet. Das Prozedere ist in der Tat teuer und der Empfänger hat i.d.R. lebenslang Medikamente einzunehmen u. wird regelmässig kontrolliert. Dass im Ausland ein Organhandel betrieben wird ist natürlich bedauerlich.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Dass die moderne Medizin (Aerzte, Spitäler, Pharmaindustrie, usw,) ein lukratives Geschäft geworden ist, wie ein gut laufender Wirtschaftsbetrieb in der Industrie, ist längst kein Geheimnis mehr! Jetzt will sich der Staat noch in dieses (oft kriminelle Geschäft) einlassen und Organe ohne Einwilligung des Spenders entnehmen und "verkaufen"! Seit Beginn der staatlichen Bevormundungen wegen der "Corona-Hysterie", scheinen die staatstreuen" Umverteiler-Parteien" noch arroganter geworden zu sein!

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  • Angy Scheiwiler sagt:

    Stimmt, die Medizin ist ein Geschäftsmodell, genau wie z. B. die Covidimpfung von Big Pharma. Einfach genial, was abgeht: Erst wird der Mensch zum Versuchskaninchen einer neuartigen, wissenschaftlich nicht fundiert erprobten Covidimpfung - der Rubel rollt -, sodann wird er ausgeweidet wie eine Weihnachtsgans, seine Innereien teuer verhökert - der Rubel rollt -, und dann endlich verscharrt - der Rubel rollt nicht mehr. Das wars. Ein Halleluja auf die menschliche Existenz!

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    • Melanie sagt:

      Ja, echt gruslig. Man möchte fast hoffen, dass wieder mal spirituellere oder zumindest seelisch-vergeistigtere Zeiten kommen. Einfach niemals wieder eine religiös-kirchliche Inquisition (die gibt es bei den Islamisten immer noch), denn das war und ist genau dasselbe wie der rollende Rubel von Big Pharma & der Gesundheits-Gehorsamkeits-Diktatur.

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    • VP-Falger sagt:

      Nein, nicht verscharrt, sondern der Rest zu Proteinpillen verarbeitet... Der Film *Soilent Green* lässt grüssen.

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