05. Juli 2021
Wolfgang Koydl

Anti-Rassismus wird intergalaktisch: Jetzt kommen die schwarzen Löcher im Weltall auf den Prüfstand

Wohl keiner ausserhalb seines Fachs wird die Arbeiten des US-Astronomen Nicholas Battaglia sexy finden. Wen packen schon «sekundäre Anisotropien» und «Sunjajew-Seldowitsch-Effekte»?

Doch gemeinsam mit einer Literaturwissenschaftlerin hat er eine grössere Öffentlichkeit erschlossen – mit einem interdisziplinären Kurs, der erforscht, inwieweit schwarze Löcher im All rassistisch sind.

Bei der Gelegenheit sollen auch gleich das elektromagnetische Spektrum und die Relativitätstheorie auf latenten Rassismus abgeklopft werden.

Denn hinter allem stecken wieder mal alte weisse Männer, die hier ihren unbewussten Rassismus kreativ uminterpretiert hätten.

Doch dass Schwarz negativ konnotiert ist, hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern ursprünglich mit der Schwärze der unheimlichen Nacht. Schwarz wurde als bedrohlich empfunden – siehe die Fahnen von Anarchisten und Isis oder die Uniformen von SS und Darth Vader.

Letzterer hätte die Professoren warnen können, einem schwarzen Loch zu nahe zu kommen. Denn es saugt alles in sich hinein. Als erstes wohl den gesunden Menschenverstand.

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18 Kommentare zu “Anti-Rassismus wird intergalaktisch: Jetzt kommen die schwarzen Löcher im Weltall auf den Prüfstand”

  • Peter Eschmann sagt:

    Ich habe alles gelesen. Als Quintessenz muss ich verlangen, alle Farben inkl. weiss und schwarz abzuschaffen. Warum? Weil weiss nicht geht. Schwarz auch nicht. Wenn es rot gibt, gibt es auch grün. Aber zusammen gibt es braun. Ergo gehen alle drei nicht. Gelb geht auch nicht. Da würden sich gewisse Völker bedanken. Und bei Blau kommt einem höchstens Alkohol in den Sinn. Geht gar nicht.
    Vorne, hinten, oben, unten li ääh re ääh sind auch negativ besetzt, resp. diskriminierend. Habe fertig!

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  • T sagt:

    Ach ich liebe "schwarzen" Humor. Den da, beispielsweise. Noch nie haben an einer EM so viele Kniende, homosexuellen Fussball gespielt.

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  • Konstantin Weiss sagt:

    Ein Zitat von Albert Einstein würde hier doch passen: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."

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  • Deubelbeiss sagt:

    Ich frage mich nur wie sich Herr Schwarzenegger zukünftig nennen wird...

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  • Ba We sagt:

    Ach du liebes bisschen - jetzt muss ich SOFORT meinen Kleiderschrank ausmisten - weg mit der sexy schwarzen Unterwäsche, weg mit dem "kleinen Schwarzen", weg mit der Trauerkleidung.
    Somit ist der nächste Schritt bereits programmiert - Leute in schwarz an einer Beerdigung, das geht ja gar nicht.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Es wird immer absurder: Das Wort "schwarz" sei also "rassistisch" und müsse umgehend aus allen Wörterbücher entfernt werden! Das ist also die Hauptaufgabe der Rassismus-Fanatiker und deren Organisationen! Vor dem Anpfiff müssen Fussballer niederknien gegen "Rassismus" und danach 90 Minuten lang rüppelhaft Gegnerspieler zu Fall bringen und vom Schiedsrichter gelbe oder rote Karten zu Gesicht bekommen! Eben, das ist die pure Realität: "Wasser predigen und Wein trinken!"

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  • Dyx sagt:

    Da müssten sofort die schwarzen Farbstifte aus den Schulmalkasten verschwinden. Bleistifte auch gleich. Die können ja grauenhaft zu Rassismus anstacheln. Velofahrer sind nach Battaglias Idee potenzielle Rassisten. Denn die Fahrradreifen sind nun mal schwarz. Anders müsste es wohl sein, wenn ein Afro unter einen Autopneu gerät. Weil beide schwarz sind.

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      Man muss die Farbe Schwarz ganz abschaffen. Das ist zwar gar keine Farbe, aber UM DIE FARBE GEHT ES JA GAR NICHT. Auch ein "farbloser" Kontinent wäre nicht viel leistungsfähiger. Bei den Autos geht es ja auch nicht um die Farbe, sondern um die Performance. Es geht nirgends um die Farbe, es geht immer um etwas anderes. Und da liegt das wahre Problem. Das zugeschüttet werden soll mit unsinnigen Gleichheitsparolen. Ungleiches zur Vereinfachung gleich machen um nicht selber überfordert zu sein.

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  • Edmo sagt:

    Die Dummheit der Wissenschaftler ist inzwischen ebenso grenzenlos wie das All. Diesen Beweis haben die Zwei jetzt immerhin erbracht. Obwohl ich weder Literatur noch Astronomie studiert haben, kann ich hingegen die schwarzen Löcher von jeder Art Rassismus freisprechen. Sie saugen alles in sich auf und machen keinerlei Unterschiede. Ob Licht oder Materie. Alles was ihnen zu nahe kommt, verschwindet darin. Schwarez Löcher sind der Inbegriff von Gerechtigkeit und rassistisch völlig unbedenklich.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Immerhin ist DAS schwarze Loch ein Neutrum und also nicht sexistisch. Etwas Nachsicht, bitte. Nobody is perfect.

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    • minibixi2008 sagt:

      Vielleicht gibt es ja auch weisse Löcher, wir können sie einfach nicht sehen.

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      • Der Michel sagt:

        Zumindest in einer Spielart der ART im Zusammenhang mit "Wurmlöchern" im Universum gibt's die tatsächlich - zum Schwarzen Loch rein, durchs Wurmloch durch und dann irgendwo anders zu einem Weißen Loch wieder raus. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob die Bezeichnung wissenschaftlicher Standard ist (und inwieweit die Existenz von Wurmlöchern überhaupt noch ernsthaft untersucht wird).

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    • schraegdenker sagt:

      Naja, die Antirassisten betrachten sich selbst wohl als perfekt. Aber wohl nicht als Nobodies.

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  • VP-Falger sagt:

    Zu was dass Wisschenschaft alles herhalten muss, wundert mich seit langem. Wahrscheinlich geht es soweit, dass jeder Wissenschaftler in den Augen der normalen Bürger einen Status unter jenem eines Reinigungsangestellten eingestuft wird. Denn letzterer muss im Akkordtemp und bei kleinstem Lohn sich abrackern und bringt mit seinem Gehalt vielfach nicht einmal eine Familie durch, ohne die Sozialhilfe anrufen zu müssen. Makaber unsere Welt...

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