07. Mai 2021
Hubert Mooser
Hubis Bundeshaus

Der «Blick» beschreibt Nationalrat Bregy als «beleibt»: Was wäre wohl los, wenn man sowas über Bundesrätin Amherd geschrieben hätte?

Die Boulevard-Zeitung Blick hat sich am Mittwoch mit der Kandidatur des Oberwalliser Nationalrates Philipp Matthias Bregy (Mitte) als Fraktionschef beschäftigt und ein Porträt über ihn publiziert. Die Journalistin Ladina Triaca beschrieb ihn darin als «beleibt und gesellig», seinen Kanzlei-Partner, Ständerat Beat Rieder als «hager und streng.»

Wo blieb die Empörung der Schweizer Tugendwächter und Lifestyle-Linken, ständig durchforsten sie doch die Alltagssprache nach Ausdrücken, die irgendjemanden verletzen könnten. Ein «falsches Wort» in der Öffentlichkeit wird auch sofort mit einem gnadenlosen Shitstorm quittiert. Aber in diesem Fall blieb plötzlich alles ruhig.

Gilt die Rücksichtnahme hinsichtlich verletzender Sprache nicht mehr, wenn es sich um Politiker handelt, die am rechten Tellerrand politisieren? Darf man sich über diese Leute ungeniert abfällig äussern?

Den beleidigenden Begriff «alte weisse Männer» haben linke und grüne Frauen aufgebracht. In den USA haben Linke für die weisse Arbeiterschicht das Wort «Trash» (Abfall) geprägt, weil sie Donald Trump stimmten.  Menschen, Männen, die das Credo dieser Gutmenschen nicht teilen, darf man offenbar rücksichtslos verbal durch den Kakao ziehen.

Was wäre wohl geschehen, wenn ein Blick-Journalist Bundesrätin Viola Amherd (die Mitte) als «beleibt» oder Bundesrätin Simonetta Sommaruga (SP) als «hager und streng» beschrieben hätte?

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9 Kommentare zu “Der «Blick» beschreibt Nationalrat Bregy als «beleibt»: Was wäre wohl los, wenn man sowas über Bundesrätin Amherd geschrieben hätte?”

  • lionmo sagt:

    Beleibt...anderes Wort für dick.
    Hr.Bregy ist dick
    Fr.Triaca ist doof
    Aber Hr.Bregy kann abnehmen.....

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    • Stefan Mueller sagt:

      Also die Triaca zelebriert ja einfach bloss das Ringlier-Müllstream-unterste Schubladen-Niveau!
      (Ringlier...weil das ganze an kindlich-naive Ringelreihen erinnert, trotz grosskotzigen Michael und Ellen- Schwätzern und Gutmenschen-Schaumschlägern!!)
      Die Triaca wird dann wohl auch wie all die Potz-Protz-Brotz-Typen, sobald die auch dem Ringlier-Milliardärs-Clan zu peinlich ist, beim Staatsrotfunk..oder im Bern-Linkssumpf unterkriechen müssen...da sowas sonst ja nirgendwo brauchbar ist!

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  • Stefan Mueller sagt:

    Der Blick?
    Das ist doch diese widerliche Ekel-Postille des peinlichen
    ..........Ringlier-Milliardärs-Clans.........
    Die neben trotz jährlichen zig Steuerabzocke-Milliönchen auch noch die Frechheit besassen, sich zig Corona-Milliönchen zu erschleichen?!?!

    O.k. das letzte mal vor X-Jahre, als ich diese Schweinepost anfasste...hatte ich danach fettige Hände....deshalb mein Rat, sowas Schleimig-schmieriges ausschliesslich nur mit der Beisszange berühren

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    • Wuschel10 sagt:

      Es wäre nun einmal an der Zeit, die Vergangenheit nicht nur des Conincs Clan zu durchleuchten, sondern auch die der Familie Ringier. Einige Weltwoche Leser, deren Kommentare ich sehr schätze, würden sicher noch staunen.

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  • Edmo sagt:

    Herr Mooser, Politische Korrektheit, Sprachpolizei oder Schutz vor Diskrimnierung darf man niemals hinterfragen. Das Einbringen logischer Argumente ist geradezu empörend. Die Tugendwächter berufen sich einzig auf die Moral. Und wie sagt Herr Köppel doch immer: Die Gerichtshöfe der Moral kennen keine Gerichtsordnung.
    Das schlägt sich halt im Alltag deutlich nieder. «Alte weisse Männer» und «Trash» dürfen nicht aufbegehren. Sie tragen die Schuld an jedem Übel und haben alle Rechte verspielt.

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    • Meinrad Odermatt sagt:

      "Das Einbringen logischer Argumente ist geradezu empörend. Die Tugendwächter berufen sich einzig auf die Moral." Heiss, sehr heiss! Eine Steilvorlage zum Punkt, den ich seit langem versuche darzulegen: LOGISCHE ARGUMENTE im bürgerlich-rationalen Sinn unserer Gesellschaftsordnung, haben IMMER etwas mit EIGENTUMSRECHTEN zu tun. Territorium, Verfassung, Grundbuch, die gesamte Rechtsordnung. Ignorieren Sie jetzt alle Eigentumsansprüche aus unserer Ordnung. So wird ALLES zu einer Frage der "Moral".

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      • Meinrad Odermatt sagt:

        Ergänzung: Die Abschaffung der eigentumsbasierten Staatsordnung (no borders, no nations) führt natürlich in keiner Weise zu einer moralbasierten Ordnung. Eine "Staatsordnung" kann es nicht mehr sein, da kein Staat mehr vorhanden ist. Es ist also ein Irrtum zu glauben, es gehe um Moral. Nein, es wäre einfach ein Rückfall in die Zeiten des "Rechts des Stärkeren". Diesen "Reset" (das Gleiche wieder von vorne) können wir uns gerne sparen. Ein enges Korsett von Gesetzen hat mit "Moral" nichts zu tun.

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  • Meinrad Odermatt sagt:

    Es geht hier nicht um "ein falsches Wort". Die Artikel werden, mit ganz bewusst platzierten, Adjektiven "vermint". Das nennt sich "text mining". Sehr beliebt ist der Begriff: der "umstrittene" oder der "unbeliebte". So ist schon mal die Richtung vorgegeben, in der man das ganze verstanden haben will. Das Gift kann dann seine Wirkung entfalten. Diese miese Technik ist leider an der Tagesordnung. Geradezu unentbehrlich in den Mainstream-Medien. Wie der LZ aus dem Hause NZZ.

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  • olive sagt:

    Durchforstet wird von Tugendwächtern ( die notabene niemand darum gebeten hat , wie auch nicht um Cancal-Culture oder Extrem-Feminismus inklusive Gender-Gaga )
    nur zu Empörungszwecken.

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