18. März 2021
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Marcel Odermatt

Der Brexit sei dafür verantwortlich, dass zwischen der Schweiz und Grossbritannien weniger gehandelt werde, sagt Economiesuisse. Das ist falsch und unredlich

Economiesuisse verschickte dieser Tage eine Mitteilung zum Aussenhandel Schweiz und Vereinigten Königreich. Die Ein- und Ausfuhren seien im Januar eingebrochen. Der Wirtschaftsdachverband gibt dem Brexit dafür die Schuld, der «Turbulenzen und grosse Unsicherheiten» verursacht habe.

Die Verbandsfunktionäre rechnen die Eidgenossenschaft offenbar schon der EU zu. Oder sie verpassten, dass die Diplomaten der Alpenrepublik und der Insel im Zuge der «Mind the gap»-Strategie Nachfolgerabkommen aushandelten, die seit Anfang des Jahres in Kraft traten.

Ob das eine oder das andere: Schweizer Unternehmen können für das kleinere Handelsvolumen zwischen den beiden Staaten nicht den Austritt von Grossbritannien aus dem Block verantwortlich machen.

Der Hintergrund des Manövers von Economiesuisse ist klar. Es soll der Schweiz als Warnung dienen und für Rahmenabkommen werben.

Mit dem Brexit seilten sich die Briten vom EU-Binnenmarkt ab. Für die Unternehmensvereinigung der grösste Fehler, den das Land machen konnte. Aller Propaganda zum Trotz: Einigermassen redlich sollte man bleiben.

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7 Kommentare zu “Der Brexit sei dafür verantwortlich, dass zwischen der Schweiz und Grossbritannien weniger gehandelt werde, sagt Economiesuisse. Das ist falsch und unredlich”

  • hape sagt:

    Economiesuisse ist ein verdammter Sauladen! Mafiös, kriminell und über Leichen gehend. Lasst uns dies Organisation selber zur Leiche machen!

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  • Edmo sagt:

    Economiesuisse ist eine EU Lobbyorganisation. Diese EU Turbos kennen keine Schamgrenze. Lügen, betrügen, Angst schüren, Tatsachen verdrehen, Hauptsache man kann die Schweiz auf den schnell sinkenden EU-Dampfer hieven. Econmomiesuisse ist schon mit Suisse im Namen völlig unredlich. Den Saftladen kümmert unser Land nicht eine Sekunde lang. Econmomiesuisse weibelt und lamentiert für ganz wenige spezifische Interessen, die unserem Land nur Schaden zufügen wollen.

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  • Arnold Ganz sagt:

    Offiziell steht niemand zum Vertragsentwurf zwischen der Schweiz und der EU, weil sich niemand traut, öffentlich dagegen Stellung zu nehmen und damit gegen die mehrheitliche Meinung in der Schweiz aufzutreten. Als besonders peinlich ist dabei das beredte Schweigen des Bundesrates. Wenn jetzt die „Heckenschützen“ aus den Befürworter-Kreisen der EU und der Economiesuisse wieder besonders aktiv werden, ist es ein deutliches Zeichen, dass wir mit Grossbritannien auf dem richtigen Weg sind.

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  • PRey sagt:

    Mann sollte als Schweizer den Teutonismus "Alpenrepublik" nicht verwenden.

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