16. August 2021
Thomas Renggli

CO2: Der Bundesrat hält an der Netto-Null-Politik bis 2050 fest. Er setzt auf das Elektro-Auto. Ein grosses Missverständnis

In der Heiligsprechung des Elektro-Autos werden wichtige Einwände zur Seite geschoben.

Betrachtet man den ganzen Lebenszyklus einer Batterie, sind gravierende Nachteile nicht zu übersehen.

Eine Studie des Vereins Deutscher Ingenieure belegt, dass hinsichtlich der CO2-Bilanz von Autos mit Batterieantrieb vieles im Unreinen ist.

Solange die Batterien in Ländern mit hohem Kohle-Strom-Anteil produziert werden, sind Autos mit Verbrennungsmotor «mit deutlichem Abstand die klimafreundlichere Wahl». Und: Der überwiegende Teil der Batterien stammt aus Asien.

Der Kohle-Anteil an der Stromerzeugung ist in China deutlich höher als in der Schweiz und den meisten anderen europäischen Ländern.

Auch bei den Ladestationen in der Schweiz muss die Situation kritisch betrachtet werden. Beispielsweise kann Strom, der zum Aufladen von Batterien verwendet wird, keine Wärmepumpe mehr antreiben, die Öl- und Gasheizungen ersetzen soll.

Das ungelöste Problem des Recyclings der Batterien ist dabei noch gar nicht angesprochen.

Mit anderen Worten: Wer das Elektro-Auto als Zugpferd für die CO2-Neutralität sieht, befindet sich auf dem Weg in die Sackgasse.

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34 Kommentare zu “CO2: Der Bundesrat hält an der Netto-Null-Politik bis 2050 fest. Er setzt auf das Elektro-Auto. Ein grosses Missverständnis”

  • Isaac sagt:

    Das ist kein grosses Missverständnis, sondern absichtlich geplantes Desaster. Mit Windredli, Solarpanels und Elektromobilen wird die ganze Energiepolitik an die Wand gefahren. Warum wohl?

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  • kuckj@web.de sagt:

    Die Frage, die wir beantworten müssen, ist aber doch eine ganz andere: Wie soll unsere Energiezukunft aussehen? Ohne CO2-Emission? Okay, dann gehen nur Kernenergie und Wind/PV als ausbaubare Optionen. Die machen aber alle Strom. Wollen wir dann den Strom erst verlustreich in H2 umwandeln und verlustreich mit Motoren (etwas weniger verlustreich mit Brennstoffzellen) in Strom zurückverwandeln? Oder fahren wir dann nicht lieber gleich mit dem Strom?

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  • kuckj@web.de sagt:

    Die ewigen Bilanzrechnungen zum Thema Elektromobilität sind vollkommen sinnlos. Bei diesen Berechnungen kann man mehr oder weniger herausbekommen, was man will: Setzt man die Emissionen des Stromherkunftsmix' an oder setzt man die Grenzemissionen an, berücksichtigt man den CO2-Handel oder nicht, bezieht man Second Life und Recycling der Batterien mit ein oder nicht - der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

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  • Guy Tiger sagt:

    Man muss es sich immer wieder vor Augen führen, aber e-Mobilität löst keines unserer realen oder dogmatisierten Verkehrs- resp. Klimaprobleme. Im Gegenteil, viele echte Problem werden damit verschärft. Wer Tesla-Autos als Gipfel der Innovation des frühen 21. Jhd sieht, hat nun wirklich keine Ahnung von den wesentlichen Problemen, welche der Individualverkehr und teilweise auch der ÖV in unserer Welt haben und verursachen. Es leben die Ignoranten, hoch sollen sie leben!

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  • verena sagt:

    😅😅 nur weiter so,,,,,,
    dann kommt ein heisser Sommer, alle möglichen Klimaanlagen laufen auf Hochtouren, Bargeld ist auch vorbei, wir fahren alle E-Vehicles, AKW‘s gibt es nicht mehr, die Windräder und Sonnenenergieanlagen produzieren zu wenig Strom, zwischenzeitlich haben wir eine 10-Mio-CH,,,,, alle hangen am Elekro-Tropf,,,,aber alles kein Problem, der Strom kommt bekanntlich aus der Steckdose,,,,, 🙋‍♀️😘

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  • T sagt:

    Was haben übrigens ein Elektroauto und Durchfall gemeinsam? Bei beidem ist man nicht sicher, ob es nachhause reicht. 😎

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  • Marlisa Schmid sagt:

    E-Autos und Covidimpfung haben etwas gemeinsam. Die Leute werden mit aggressiven Lockvogelmethoden, mit Gewährung von Vorteilen und Diffamierung von Andersdenkenden geködert. Sowohl bei der Impfung wie auch bei den E-Autos will man auf Teufel komm raus den Leuten etwas "verkaufen", ohne die fatalen Folgen zu bedenken. Bei solchen blindwütigen Aktionen geht der Schuss oft nach hinten raus. E-Autos sind die dümmste aller Innovationen und ein ökologischer Unsinn mit unlösbaren Problemen.

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    • Isaac sagt:

      Die unlösbaren Probleme sind das Ziel, blindwütig ist gar nichts sondern geplant als Teil des Schwabschen Reset, genau so wie Impfung, muslimische Völkerwanderungen, Auflösung der Nationalstaaten, Zertrümmerung der Bildung und Fakenews- Massenmedien in wenigen Händen weltweit.

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  • T sagt:

    Der dritte Versuch der Sozialisten die Menschen zu versklaven und zu unterdrücken. Die braunen, nationalen Sozialisten brachten unendliches Leid über die Welt. Danach die Roten Horden, mit über 100 Millionen Opfern. Und heute die Klimataliban, mit ihrem religiös anmutenden Great Reset-Ökodiktat, im Kampf gegen die Menschen, deren Individualität, deren Selbstverwirklichung und ihrer Freiheit. Wieviele Opfer wird es diesmal geben, wenn nicht vehement dagegen vorgegangen wird?

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  • euseg sagt:

    Einmal mehr führt uns der BR in die Irre! Scheinbar kann oder besser darf der BR in dieser Sache nicht selber entscheiden. Und unsere Volksvertreter lassen es zu. Wohin dies hinführt, haben der BR bereits bei Corona bewiesen, nämlich: In eine Öko-Diktatur = Verderben.

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  • baloiszydeco sagt:

    Der Bundesrat hält fest? Was soll denn das? Wo sind unsere bürgerlichen und konservativen Duggimüser im Rat? Schiss vor Sommaruga? Gesunden Menschenverstand verloren? E Autos sind ebenso CO2 Schleudern wie Verbrenner plus Umwelt zerstörende und Menschenleben verachtende Batterieproduktion,

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  • Adam Schmid sagt:

    Ich habe mein Elektroauto nicht aus Umweltgründen gekauft. Es macht einfach viel mehr Spass mit so einer leisen Maschine rumzufahren, als mit einem Verbrenner. Ich kann es zu Hause aufladen, statt an der Tankstelle anzustehen, und der Betrieb mit Strom ist erst noch kostengünstiger als derjenige mit Benzin. Tolle Technologie!

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    • Peter Eschmann sagt:

      „Und nach mir die Sintflut! Hauptsache, ich habe einfach viel mehr Spass! Egal, ob sich in den Minen der Welt Arbeiter krank oder gar zu zu Tode krampfen. Es zwingt sie ja niemand, diese Arbeit zu machen. Wenn ich nur nicht an der Tankstelle anstehen muss. Und alles kostengünstiger! Toll“. So hat sich m. W. schon mal einer vorne in den Tempel gestellt.

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    • verena sagt:

      In Chile nebmen sie den Einwohner die Lebensgrunlagen weg. Ganze Landstriche sind schon ausgetrocknet, kein Leben mehr möglich, da die Industrienationen Millionen von lt Wasser /Tag für die Auswaschung von Lithium benötigen und verunreinigen, aber das Problem haben wir in EU nicht! Deshalb egal???

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    • Josef Hofstetter sagt:

      Mit was beteiligen sich am Strassenbau , dort wo Sie mit Ihrem E-Auto herumkutschen.

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    • holsderkuckuk sagt:

      Falsche Behauptung! Auch ihr Auto rollt nicht lautlos dahin. Das Abrollgeräusch der Reifen existiert ebenso wie das Rauschen durch den Fahrtwind. Stellen sie sich auf eine Autobahnüberführung bei normalen Verkahrsaufkommen, da werden sie mehrheitlich die Fahrgeräusche hören und nicht die Motoren. Selbst bei 50Kmh hört man ihr Auto ohne das der Motor läuft. Eine der vielen Lügen die die Grünen und die Roten unentwegt verbreiten. Freuen sie sich mit ihrem Auto und ihrem Haus.

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  • Bischi49 sagt:

    Wenn Politik bestimmte Technologien fördert kommt fast zwangsläufig Ungereimtes heraus. Politik orientiert sich weder an technischen noch an wirtschaftlichen Kriterien. Es soll Politiker geben, die der Hybris erliegen, dass sie bestimmen ob 2 mal 2 vier oder fünf seien. So wird auch bestimmt, dass Elektromobilität positiv zu sein hat. In solchen Fällen kann man dann ja auch locker auf eine ganzheitliche Betrachtung verzichten, die man sonst immer im Brustton der Überzeugung einfordert.

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    • oazu sagt:

      Wer es wagt, Begründungsvehikel für politische Massnahmen faktisch in Frage zu stellen, dann eilen unsere Einheitsmedien und NGOs als über Ämter finanzierter Propaganda-Arm der Politik zu Hilfe und verunglimpfen Infragesteller auf völlig unsachlicher Ebene als Leugner, Verunglimpfer bis zu Rechtsnationalen, nie wird deren Argumentation mit konkreten harten Gegenfakten entgegnet (weil es die eben nicht gibt). Entlarvt Begründgungsvehikel, ist nur Mittel zum Zweck für politische Ziele.

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  • eduardkeller sagt:

    Im Departement "Null Emissionen" werden heimlich Zuteilungskriterien geschmiedet:
    -jeweils Dienstags, sofern die Sonne scheint, können E Autos geladen werden
    -jeweils Mittwochs, sofern die Sonne scheint, werden Wärmepumpen bedient
    -jeweils Donnerstags, sofern die Sonne scheint, werden die Armeeflugzeuge bedient
    -jeweils Freitags, sofern die Sonne scheint, werden die Fahrräder geladen
    -Samstags und Sonntags wird Windstrom verlost, sofern der Wind weht
    "Null Emissionen" gibt's nicht mehr

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Die ganze Tragik der laufenden "Klima-Hysterie" ist das ewige Tabuisieren der Nachteile (der ungelösten Probleme) der Elektro-Fahrzeuge: Die Produktion im umweltzerstörenden China und das Recyclings der Batterien ist das eine und die enorm steigende elektrische Energie und fehlende Ladestationen das andere! Die bundesrätliche CO2-Nullpolitik bis 2050 ist und bleibt eine reine falsche Ideologie!

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  • Rote Pille sagt:

    Als Normalsterblicher und Nichtwissenschaftler kann ich nur das beurteilen, was vor mir liegt: 1) die Elektromobilität wird von dümmlich-naiven linksgrünen Politikern planwirtschaftlich missbraucht, um bestehende und erfolgreiche industrielle Strukturen zu dekonstruieren 2) der Verbrenner ist weiterhin die beste Technologie im Automobilbereich 3) Für Verbrenner gibts eine bestehende Infrastruktur 4) Batterien entladen sich in der Kälte. Meine 70k gingen letztes Jahr an einen neuen Benziner!

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    • oazu sagt:

      Zeigt nur wie Normalsterbliche und Nichtwissenschaftler das Wesentliche weit besser zu sehen imstande sind als Hörsaal- und Büchergebildete, die Engsichtigkeit der Theorie nicht erfassen und sie selbstgerecht als die Wirklichkeit wahrnehmen, aber in ihrer Beschränktheit unendliche Breite der Wirklichkeit unfähig sind zu sehen.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Ich geh mir noch rasch einen Franzosen mit Dieselantrieb kaufen, solange es die noch gibt: Diese Mittelklassewagen brauchen 4 bis 5 Liter auf 100km. Etwas Umweltfreundlicheres und Peiswerteres kann sich Otto Normalverbraucher nicht leisten.

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  • VP-Falger sagt:

    Jede Medaille hat zwei Seiten. Das werden diese Klimaphantasten irgendwann erkennen müssen, schmerzlich erkennen müssen. Denn wenn wir sie so witerlügen lassen, wird die Wirtschaft zusammenbrechen, der Wohlstand sowie Kommunikationsgeräte und auch der Tiefkühler sowie die Waschmaschine im Mülleimer der Pseudo-Klimaverbesserer landen.

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  • Realo100 sagt:

    Elektroauto: Planwirtschaft statt Marktwirtschaft, Rückfall in den Kommunismus, es lebe der Fortschritt !

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