26. April 2021
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Beat Gygi

Der Bundesrat soll es richten, Souveränität ist nicht so wichtig – Petra Gössi sieht in ihrer FDP eine Angestellten-Partei

FDP-Präsidentin Petra Gössi kritisiert im Interview mit der NZZ am Sonntag nach Guy Parmelins Besuch in Brüssel die Schweizer Regierung: Das Rahmenabkommen mit der EU liege auf der Intensivstation und der Bundesrat müsse jetzt alles tun, um dieses wiederzubeleben.

Und fordernd: Der Bundesrat müsse nun schnell alle Karten ausspielen die er noch habe, sein Mandat offenlegen, endlich geschlossen auftreten und sagen, wohin er wolle.

Nur so könne man dann die grossen Fragen diskutieren, bei denen es «um uns alle» gehe.

Tatsächlich geht es da um grosse Fragen wie Souveränität: Wenn die Schweiz diesem Vertrag zustimmt, ist das ja ungefähr so, wie wenn ein Selbständiger seine Stellung aufgibt und sich anstellen lässt.

Warum bringt Gössi die grossen Fragen denn nicht von sich aus aufs Tapet? Eine Partei ist doch zum Führen da, auch in Diskussionen.

Aber Gössi möchte lieber, dass der Bundesrat die Agenda setzt. Sie will reagieren, nicht agieren.

So reden Leute, die sich lieber anstellen lassen, nicht Selbständige. Souveränität nicht so wichtig. Über welche grossen Fragen soll man denn mit Petra Gössi noch diskutieren?

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10 Kommentare zu “Der Bundesrat soll es richten, Souveränität ist nicht so wichtig – Petra Gössi sieht in ihrer FDP eine Angestellten-Partei”

  • Josef Hofstetter sagt:

    Es ist leider so, Petra Gössi und auch Pfister haben sich von einer bürgerlichen Politik entfernt und schweben auf der grünen Welle Beiden geht es nicht um reale Politik, sondern sich einfach von der SVP zu distanzieren.Dazu ist Ihnen jedes Mittel recht. Bei der FDP hat Müller das Gleiche gemacht und auch Darbellay bei der CVP hat sich schon von bürgerlicher Politik entfernt und mit den Linken und Grünen das Bett geteilt. 80 % der Mitglieder der APK haben keine Ahnung über Stärken der Schweiz

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  • hape sagt:

    Wenn die EU uns knechten will, machen wir halt den länghst überfällige "Schwexit" und kündigen die Knechtschafts-Bilateralen. Sind wir etwa blöder als die Briten?

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  • Peter Rossa sagt:

    wie lange wollt Ihr diese Dame noch an der Spitze, liebe "Frei-"sinnige, entfernt sie einfach von der Bühne, es interessiert sie ja alles schon längst nicht mehr ...

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  • VP-Falger sagt:

    Die SVP ist einst aus der FDP hervorgegangen. Warum wohl? Jetzt wandern sogar verfassungstreue FDP Wählerinnen und Wähler zur SVP ab. Warum wohl?

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  • Mueller sagt:

    Petra Gössi hat sich endgültig zur Totengräberin der einst stolzen und mächtigen bürgerlichen FDP gemausert!

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    • Claudio Bachmann sagt:

      Die FDP ist schon lange keine Bürgerliche Partei mehr. Der Untergang der einst stolzen Partei hat der frühere Parteipräsident Franz Steinegger eingeleitet , mit seiner linksliberalen Offenheit und klaren Abgrenzung zur SVP. Er hätte damit der SVP keinen besseren Gefallen tun können. Ich glaube nicht, dass Gössi überhaupt weiss, für und was sie steht. Hauptsache sie steht ,,, im Fokus!

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  • Arnold Ganz sagt:

    Es wurde höchste Zeit, dass vor allem Frau Gössi und FDP endlich ihre Karten auf den Tisch legen. Wenn sie dies vom Bundesrat verlangt, meint sie natürlich, dass der Bundesrat mit seinen Karten in erster Linie die Meinung der FDP zu vertreten habe. Wir brauchen aber keine FDP-Präsidentin, die uns erklärt, was sie vom Bundesrat halte, und was in der Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der EU, nach Meinung der FDP, stattzufinden habe. Eine masslose Selbstüberschätzung von Frau Gössi!

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Petra Gössi wird bei den nächsten eidg. Wahlen eine klare Quittung für Ihre "Windfahnen-Reagierpolitik" erhalten! Die FDP-Präsidentin setzt weiterhin alles auf ihre Absicht, die "verda..." SVP zu schwächen, das heisst die vielen Ueberläufer zurück zu gewinnen! Solange die SVP die wählerstärkste Partei bleibt, wird sie von der FDP nicht als bürgerliche Schwesterpartei behandelt, sondern als ihr "Feind"! Die Mehrheit der FDP will unbedingt den "Gesslerhut" und die SVP will ihn geschlossen nicht!

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  • Edmo sagt:

    Seit Corona ist Wiederbeleben zur heiligen Pflicht geworden. Sterben ist verboten. Frau Gössi hat das so sehr verinnerlicht, dass sie selbst eine monströse Missgeburt wie das InstA, das niemals lebensfähig sein wird, um jeden Preis auf der politischen Intensivstation künstlich am Leben erhalten will. So wie der Bundesrat unsere persönliche Freiheit für Corona opfert, ist Gössi bereit, unsere nationale Souveränität für das Insta zu opfern. Im Klartext: Wir sollen einmal mehr geopfert werden.

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  • Albert sagt:

    Mit Petra Gössi diskutiert man am besten die durch unsere Verfassung geschützte Unabhängigkeit und Freiheit, wovon sie ein so ganz anderes Verständnis zu haben scheint, als ich/wir und zB Alt-BR Schneider-Amman.

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