30. April 2021
Christoph Mörgeli

Der Bundesrat spendet 300 Millionen für Covid-Impfungen in aller Welt. Im Inland scheint das Impfen weniger dringlich.

Am Mittwoch haben wir aus Bern folgende Frohbotschaft vernommen: Der Bundesrat setze sich für einen «weltweit gerechten Zugang» zu Impfstoffen, Tests und Medikamenten ein, um die Covid-19-Pandemie «nachhaltig zu bekämpfen». Er habe deshalb entschieden, die Initiative «Access to Covid-19 Tools Accelerator» mit 300 Millionen Franken zu unterstützen.

Damit sollen der Zugang zu Impfungen, Tests und Medikamenten in Entwicklungsländern verbessert und die lokalen Gesundheitssysteme gestärkt werden.

Während die Impferei im Inland äusserst schleppend verläuft und Millionen Menschen in der Schweiz auf eine Impfung warten, kann es dem Bundesrat nicht schnell genug gehen, Hunderte von Millionen ans Ausland zu spenden.

Die Schweiz steht auf der Impfrangliste zwischen Entwicklungsländern, aber sie wirft mit den Millionen zur Covid-Bekämpfung fürs Ausland nur so um sich. Und wozu? Die 300 Millionen gehen vor allem an totalitäre Länder, die einem Wirtschaftsboykott ausgesetzt sind, etwa Iran, Venezuela und Kuba.

Manchmal fragt man sich, ob die bürgerliche Mehrheit im Bundesrat die Geschäftsliste vor den Sitzungen überhaupt durchliest.

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11 Kommentare zu “Der Bundesrat spendet 300 Millionen für Covid-Impfungen in aller Welt. Im Inland scheint das Impfen weniger dringlich.”

  • T sagt:

    Bürgerliche Mehrheit? Ich lachmich schlapp! Wäre dem tatsächlich so, so hätten wir heute keinen drohenden Ökosozialismus in der Schweiz! Allen diesen pseudobürgerlichen Steigbügelhalter sollte die Hand abfaulen, welche sie auf die Bundesverfassung geschworen haben. Die fühlen sich nur dem Zeitgeist und dem eigenen Geldbeutel verpflichtet, mehr nicht.

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  • Realistin sagt:

    Vor nicht allzu langer Zeit hätte man dem Bund das Geld verweigern können. Aber nein, das Volk hat es abgelehnt, die Bundessteuern endlich wieder abzuschaffen. Keine Ahnung, wie man so blöd sein kann, aber wir sinds.

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  • hape sagt:

    Und bei uns beträgt die AHV Minimalrente (ohne Beitragslücken) 1'195.-
    Das ganze verschleuderte Covid-Geld würde ausreichen, die AHV zu sanieren und jedem eine menschenwürdige Rente zu garantieren. Doch da geht so nicht, weil der Boss des BAG auch der Boss der AHV ist. Und die mutmasslichen Schmiergelder von Pfizer und Co fliessen halt in die Rolle des BAG-Bosses...

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    • minibixi2008 sagt:

      Hört doch endlich auf über diesen Impfirrsinn zu berichten. Ist die Menschheit nicht schon blöd genug um sich überhaupt freiwillig impfen zu lassen.
      Kein normaler gesunder Mensch lässt sich ein gesundes Bein amputieren.

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  • Silvio Valentino sagt:

    Spenden ... na ja - eher investieren. Herr Mörgeli, die Verträge zwischen Swissmedic und der Bill&Melinda Gates-Stiftung datieren von 2014 (www.admin.ch); da hätten Sie aufschreien sollen, jetzt ist es zu spät. 2020 wurden sie verlängert bzw. ergänzt (und www.swissmedic.ch). Sollte eigentlich bekannt sein, ist es aber nicht. Warum? Die wirklich wichtige Frage aber ist: Warum zielt alles auf diese Impfung ab? Wegen "Corona" kann es nicht sein, das müsste mittlerweile allen klar geworden sein.

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  • Heidi sagt:

    Und auf wessen Mist ist dieser "Access to Covid-19 Tools" gewachsen? Website WHO: Launched by WHO and partners! Diese Partner dürften dann wohl u.a. einmal mehr die Bill&Melinda Gates Stiftung und GAVI sein, die ach so philanthropen Stiftungen, die der gesamten Weltbevölkerung ein Gentech-Gebräu aufzwingen, das sie Impfung nennen. Aber das sind natürlich alles nur Verschwörungstheorien.

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  • Rolf Bolliger sagt:

    Der Bundesrat weis, dass die Schweiz als Hochlohnland zum mengenmässig grössten europäischen Einwanderungsland geworden ist! Darum kann seine neuste Geldverteilung ins Ausland eigentlich nachvollziehbar erscheinen! Wenn täglich Hunderte von neuen Migranten aus aller Welt zu uns einwandern. sollten sie doch geimpft und wenn möglich gesund über die Grenze einreisen! Was die ganze "Mitte-Links-Elite" natürlich freut, ärgert all jene, die immer mehr Steuern abliefern und zu unseren Werten stehen!

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  • Anstolmi sagt:

    Die öffentliche Hand hat zu viel Geld. Wo Überfluss ist, ist Verschwendung, Verpuffung und in Sand setzen der Mittel nicht weit. 50% der Beamten sind überflüssig und Berufspolitikern sollten die Bezüge um die Hälfte gestrichen werden. Steuern senken und Administration halbieren!

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  • Edmo sagt:

    Wenn mit der höheren Gerechtigkeit argumentiert wird, steckt immer fundamentaler Sozialismus dahinter. Die Gerechtigkeit ist das ultimative moralistische Totschlagargument. Wer gegen Gerechtigkeit ist, muss einfach ein übler Bösewicht sein. Gerechtigkeit ist glücklicherweise nicht näher definiert, sie lässt sich beliebig zurechtbiegen. Die Linken machen von dieser Eigenschaft weidlich Gebrauch. Die bürgerlichen BR lesen wahrscheinlich die Geschäftsliste tatsächlich nicht.

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  • Melanie sagt:

    Dümmer geht's nümmer.
    Aber nur zu... bei uns wächst das Geld ja auf den Wiesen und Bäumen, und wir haben soviel davon wie Heu & Gras.

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  • steinlin sagt:

    Was kann man von Bund anderes erwarten, siehe BAG !

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