01. Februar 2021
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Alex Baur

Der deutsche «Spiegel» ist für einen knallharten Lockdown, Grenzschliessungen inklusive. Ausser natürlich es geht um illegale Migranten

Der Fünf-Minuten-Clip auf dem Online-Kanal von Spiegel ist eine einzige Anklage: Migranten aus Afrika und Afghanistan sitzen seit Monaten in Norditalien fest. Nun wandern und klettern sie zu Fuss über die verschneiten Alpen nach Frankreich oder Österreich. Heroische Aktivisten von «Médecins Sans Frontières» (MsF) begleiten sie auf diesem gefährlichen Weg.

Bei genauem Hinsehen entpuppt sich der Beitrag als Zusammenschnitt eines Fundraising-Clips von MsF. Auch Jargon und Message decken sich mit dem Original.

Das ist zum einen bemerkenswert, weil sich der Spiegel doch seiner unabhängigen Recherchen rühmt. Zweitens macht sich das Hamburger Magazin ansonsten für eine knallharte Lockdown-Politik stark.

Grenzblockaden für Nachbarn, okay – aber bitte nicht für illegale Migranten?

Man könnte sich auch dafür einsetzen, dass die Gestrandeten in Italien eine menschenwürdigere Nothilfe erhalten. Und dass die gefährlichen Alpenüberquerungen unterbunden werden.

Aber so funktioniert das Business mit dem Elend halt nicht.

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2 Kommentare zu “Der deutsche «Spiegel» ist für einen knallharten Lockdown, Grenzschliessungen inklusive. Ausser natürlich es geht um illegale Migranten”

  • Edmo sagt:

    «Médecins Sans Frontières» sind umgehend als kriminelle Schlepperbande anzuklagen und von allen staatlichen Zuwendungen abzuschneiden. Auch diese Gutmenschen sind in erster Linie kriminell und fördern ganz eigennützig das Elend auf dieser Welt. Schliesslich können sich junge Mediziner bei der Arbeit für diese Organisation hervorragnd an menschlichen Objekten weiterbilden. Das ist der Karriere sehr förderlich, braucht aber Krieg, Terror und Armut.

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  • olive sagt:

    Der Spiegel war ein Mal. Heute ist er das Sprachrohr der Regierung.

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