09. September 2021
Alles lesen
Florian Schwab

Der Freisinn im Bann von Alain Berset. Warum die Zertifikats-Pflicht Thierry Burkarts erster präsidialer Fehler ist

Spätestens als das Generalsekretariat der FDP am Dienstag eine Medien-Mitteilung verschickte, wonach der Freisinn die flächendeckende Zertifikatspflicht begrüsst, wusste man: Der Mist ist geführt – in der Schweiz wird faktisch eine Impfpflicht eingeführt. 

So kam es dann auch. Gegen den Widerstand der SVP brachte Alain Berset (SP) sein Anliegen durch, mit der Leichtfüssigkeit eines jungen Rehs. 

Einmal mehr zeigt der Bundesrat den freiheitlichen Schweizern und dem Gewerbe die kalte Schulter der staatlichen Autorität. Ausschlaggebend war das Verhalten der FDP und ihrer Bundesräte. 

Ungute Gefühle erwachen mit Blick auf den anstehenden Präsidiumswechsel. Zwar ist Thierry Burkart noch nicht gewählt, aber er ist der einzige Kandidat. Faktisch ist er der starke Mann in der FDP. 

Wollte der liberale Kronprinz die Partei tatsächlich wieder näher an die Freiheit, ans Gewerbe und an die Wirtschaft führen, hätte er einen ersten Pflock einschlagen können. 

Dass Burkart dies unterlässt und seine Partei als Pressestelle von Berset auftreten lässt, zeigt: Man sollte die Erwartungen an den Führungswechsel nicht allzu zu hoch ansetzen. 

607 43

24 Kommentare zu “Der Freisinn im Bann von Alain Berset. Warum die Zertifikats-Pflicht Thierry Burkarts erster präsidialer Fehler ist”

  • Alpenfurz sagt:

    Die FDP ist unwählbar für mich, sogar Rimoldi ist jetzt ausgetreten. Für mich kommen nur noch die Junge SVP oder die Libertäre Partei in Frage. Wir müssen um unsere medizinische Freiheit kämpfen, es geht um die Wurst.

    16
    1
  • Bischi49 sagt:

    FDP enttäuschend!
    Der frühere böse Spruch von den Weichsinnigen kommt einem beim Verhalten dieser Partei unweigerlich in den Sinn. Wenn die ihren politischen Kompass nicht wiederfinden sehe ich bei den nächsten Wahlen schwarz. Eine für die Schweiz bedeutende politische Kraft meldet sich ab, demontiert sich selber. Ein Trauerspiel wenn Freiheit aus „Vernunftsgründen“ von einer Partei, die dieses Wort in ihrem Namen führt, in Zusammenarbeit mit all den grossmäuligen Freiheitsfeinden beerdigt wird.

    56
    2
  • Christian Weber sagt:

    Im Gegensatz zu Präsident Biden, braucht Herr Berset keinen Teleprompter. Er hört, wie die Mehrheit der Leute, einfach auf Blick, Tamedia, CHMedia, SRF und natürlich auf die hochqualifizierte Swiss National COVID-19 Science Task Force. Klugerweise geht er nicht ein, auf gegensätzliche, natürlich falsche Beurteilungen von ausserhalb dieser schützenden Blase. Ist alles schön demokratisch. Sogar die SVPler machen aufs tüchtigste mit an der Massnahmen-Front, teilweise auch mit Stechschritt-Sound.

    78
    3
  • Marc Dancer sagt:

    Die FDP wird von der SVP u. von Links aufgesogen werden. Burkhart hat soeben einen weiteren Sargnagel fuer diese Anti-CH Partei eingeschlagen.

    93
    2
  • Benedikt sagt:

    Sorry, die FDP wird früher oder später in die Nichtigkeit versinken. Bei unangenehmen Sachfragen versteckt sie sich hinter der SVP und lässt diese die Drecksarbeit machen und wenn sie profitieren kann, kollaboriert sie mit den Linken. Pfui Teufel

    180
    3
  • Fritz sagt:

    Wer kann besser für die Gesundheit sorgen, die Planwirtschaft des Staates oder der freie Markt ? Dreimal darf man raten. Ein Tipp: der Staat ist es nicht, wie Köppel gezeigt hat.

    85
    2
  • Dan Bersier sagt:

    „Die eigene Freiheit endet dort, wo die Freiheit anderer beginnt.“ Wirklich?Was von Politikern, FDP inklusive, oft als verfangendes Gerealargument für Einschränkungen verwendet, ist falsch und iliberal vom Gröbsten. Richtig ist: Die Freiheit des Einzelnen überschneidet sich immer und überall mit Interessen von Anderen. Man nennt diese Überschneidungen „Toleranz“. Sozis wollen durch gleichgerichtete Einschränken möglichst wenig davon, liberale Kräfte möglichst viel. Wo steht die FDP aktuell?

    72
    1
  • magichamlet sagt:

    Die liberale FDP ist Tod.

    130
    4
  • toyrider sagt:

    Wir sehen es ja in der BRD wie die AFD systematisch diffamiert wird. Staatstreue linkische Peronen sind allergisch gegen andere liberale Meinungen.

    182
    7
    • Mueller sagt:

      Ja es ist himmeltraurig, dass eine legale Partei dermassen diffamiert wird, und auf der anderen Seite die SED Nachfolgepartei „die Linke“ umschwänzelt wird! Eine Partei unter deren Führung Menschen an der Grenze erschossen wurden, bei Verhören gefoltert wurde etc. Deutschland wohin führt dein Weg?

      115
      1
      • Markus Hofstetter sagt:

        Der Vergleich geht jetzt doch ein bisschen zu weit. Die Linke ist eine Nachfolgepartei und kann sich neu orientieren , doch die AfD hat an ihrem rechten Rand aktuell immernoch ziemlich offensichtliches nationalsozialistisches Gedankegut...

        4
        118
  • Angy Scheiwiler sagt:

    Kanon von der Freiheit

    Freiheit ist, wenn du ausser Steuern zahlen nichts mehr darfst. Freiheit ist, wenn dir die Impfspritze zwangsverordnet wird. Freiheit ist, wenn Big Brother is watching you 24/24 auf 7/7. Freiheit ist, wenn die Geimpften auf dich zeigen. Freiheit ist, wenn die Pflegeheimbewohner ebenda Weihnachten verbringen. Freiheit ist, sich von Lockdown zu Lockdown zu hangeln, egal ob wegen Klima oder Korona. Freiheit ist zu kapieren, dass deine Zukunft gecancelt ist.

    196
    10
  • ug sagt:

    Die FDP hat keine Daseinsberechtigung mehr. Wer wischiwaschi will wählt die Mitte, wer denkt der Staat könne alle Probleme lösen die Grünen oder aus nostalgigründen die SP und neuerdings kann man auch grün angestrichenen wischiwaschi haben. MMn hat es noch Platz für zwei Parteien, für eine freiheitliche, eigenverantwortliche Sicht und für eine konservative. Da gibt es momentan aber nur die SVP. Der Untergang der FDP ist mit der Annäherung an den Staat in den Nullerjahren nur gerechtfertigt.

    169
    5
  • Juerg Brechbuehl Diplombiologe sagt:

    Ja leider, eine Wischiwaschi-Partei mit Gummi als Rückgrat.

    190
    5
  • Rolf Bolliger sagt:

    Parteipolitisch hinterlässt die FDP eine zunehmende Umkehr (Verleugnung) von liberaler Lebensweise, Freiheit und Selbstverantwortung in Richtung Staatstreue und staatliche Einmischung! Somit bleibt die weiterhin gehasste und laufend kritisierte SVP noch die einzige bürgerliche Partei im Land! Wenn Burkhart tatsächlich neuer FDP-Präsident werden doll. wird unser Land völlig im Mitte-Links-Sumpf sozialisiert und nur noch medientreu entscheiden und handeln!

    240
    6
  • steinlin sagt:

    Der Gesamtbundesrat hat mehrheitlich entschieden, dass die Zertifikatspflicht eingeführt wird, ein demokratischer Entscheid.
    Die FDP hat richtig erkannt, dass die flächendeckende Ausbreitung dieser gefährlichen Krankheit nichts anderes zulassen, als eine Zertifikatspflicht einzuführen.
    Die Argumente der SVP und allen anderen Impf-Gegnern widern mich an und ich werde als jahrzehntelanges Ex-SVP Mitglied FDP wählen, weil vernünftiger.

    23
    344
    • Robert sagt:

      Demokratisch? Wer ist in der Schweiz gemäss Verfassung der Boss? Wenn der Bundesrat solche einschneidenden Massnahmen ohne das Volk veranlasst, ist das nie und nimmer demokratisch, das ist autoritär, diktatorisch. Wählen Sie die FDP, Sie könnten ja auch SP wählen. Der Unterschied ist nicht mehr gross.

      158
      8
    • Markus Kappeler sagt:

      Der Bundesrat wird nicht demokratisch gewählt. Wir haben auch so eher eine Art medial gelenkte Ochlokratie oder eher noch eine Mediendemokratie. Medien machen Meinungen, vor allem bei Personen wie ihnen. Der Coronavirus ist jetzt, dank dem sich die gefährdeten Menschen impfen können, ungefähr so gefährlich wie eine ganz normale Grippe. Schauen sie sich die vom Bundesamt für Statistik veröffentlichte Studie an. Was soll gefährlich sein an Corona, wenn nicht mehr Menschen sterben als üblich?

      151
      5
    • Markus Kappeler sagt:

      Hier noch der Link: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/gesundheit/gesundheitszustand/sterblichkeit-todesursachen.html .Jede Massnahme die uns einschränkt ist negativ auf unser Leben, jede wirtschaftsschädigende Massnahme wird unser Leben verkürzen. Das werden wir erst später sehen und auch nur dann, wenn wir erkennen wollen, dass Wohlstand und Lebenserwartung und vor allem Lebensgenuss, zusammen hängen.

      114
      3
    • Josef Hofstetter sagt:

      Auf Grund Ihrer Äusserungen in verschiedenen Kommentaren, können Sie nie
      SVP gewählt haben, sondern Sie gehören dem links/grünen Lager an.

      69
      74
    • mhol sagt:

      Vernunft ist eine Aussteuerung in Bezug auf die Lebensbedingungen und damit eine Interpretationsfrage: ist es vernünftig, sich mit dem Messer am Hals berauben zu lassen?
      Geht es um die Armbanduhr, scheint es durchaus vernünftig. Besser als aufgeschlizte Kehle.
      Gehts um die Beraubung des Ehepartners ? (je nachdem ..)
      Die Beraubung des Kindes? (Gott bewahre!)
      Die Beraubung des Verstandes? (wie bei Ihnen?)
      Vernunft ist doch sehr perspektivisch, nicht wahr?
      + kann durchaus unmoralisch sein.

      2
      0
  • Robert sagt:

    Es ist doch schon lange klar, dass der heutige Freisinn zur Linken gehört. Wie hiess der damalige Slogan der SVP doch: Die Linken und die Netten. Damit, dass die FDP diese Zwangsmassnahmen begrüsst, bestätigt sie einfach, dass sie ein fester Bestandteil des linken Lagers ist und als bürgerlicher Partner der SVP abgedankt hat.

    214
    6
  • Stefan Mueller sagt:

    Auf dem Weg in die Einstelligkeit gilt auch hier, die von ennet dem Rhein rüberschwappende Regime-Anbiederung resp. Lindner-Luschen-Stiefelleckerei nachzuäffen!
    Schliesslich, bei diesem Personal gilt es abzusichern; wenn keine Kasachen, EU-Apparatschiks, Schweizerin-des-Jahres-Macher-Sozn, oder Müllstreamer schmieren, dass dem einen oder anderen Kriecher/Schleimer aus dieser Sekte, das nett zugeteilte Plätzchen am Sozn-Katzentischen nicht verwehrt bleibt, als 5.Ras am Sozn-Karren!

    90
    8

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.