14. Juni 2021
Alles lesen
Wolfgang Koydl

Der G7-Gipfel in Cornwall zeigte vor allem eins: Europa spielt für die USA nur noch eine Nebenrolle

Mit sechs Vertretern (allein fünf aus der EU) stellen die Europäer die Mehrheit in den G7. Doch zu sagen haben sie unter Joe Biden weniger als unter seinen Vorgängern. In Cornwall gaben die Pazifik-Anrainer USA, Kanada und Japan Ton und Thema an, verstärkt um Südkorea, Indien und Australien.

Die Transatlantiker mögen sich kindisch freuen, dass Bidens erste Auslandsreise nach Europa führte. Doch auf der Tagesordnung stand ein anderes Thema: China.

Die Europäer degradiert Biden zu Hilfs-Sheriffs. Sie halten ihm den Rücken frei, wenn der US Marshal zum Showdown nach Dodge City reitet.

Nicht nur verbal plappern sie Amerikas martialische Töne nach. Ihren Investitionspakt mit Peking – Herzensprojekt von Europas Domina Angela Merkel – kippten sie ohne einen Mucks.

Britanniens Ex-Premier Tony Blair verhöhnte man wegen seiner Nibelungentreue als George Bushs Pudel. Um Bidens Füsse wuselt ein ganzes europäisches Pudel-Rudel.

Sitz, Platz, mach Männchen – Herrchens Achtung erringt man damit nicht.

510 3

7 Kommentare zu “Der G7-Gipfel in Cornwall zeigte vor allem eins: Europa spielt für die USA nur noch eine Nebenrolle”

  • Petersen sagt:

    Dass ausgerechnet Merkel dafür Kritik von einigen deutschen Medien äussert, dass sie bei dem China- und Russland-Bashing "wg. Menschenrechte" nicht mitgemacht hat, ist bememerkenswert.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich sie einmal loben würde.

    1
    0
  • Josef Hofstetter sagt:

    Jetzt kommt der Nato Gipfel mit dem lieben Erdogan als Hauptfigur. Biden schwört auf die Nato als wichtigen Verteidigungspakt. Donald Trump hat von den Nato Partnern die Einhaltung der finanziellen Zusagen verlangt und wurde deshalb von den Nato Partnern unerwünscht. Wen man nur schon Deutschland anschaut, welche nicht einmal in der Lage ist, U-Boote noch Flugzeuge on Stand zu halten, welche Einsatzfähig sein sollten. Da begrüsst man Biden, der darüber hinweg sieht.

    15
    0
  • peterlinz sagt:

    Befugt bin ich nicht, den amerikanischen Präsidenten zu kritisieren. Vielleicht sollte er sich aber vermehrt um gewisse demokratisch regierten US-Städte kümmern, wo die Gewalt mit Todesfolgen extrem zugenommen hat. Dies kann er aber leider nicht, weil die linke Antifa und Black lives matter die journalistische Szene beherrschen, wie zB die New York Times.

    68
    0
  • Edmo sagt:

    Biden ist die neue Greta. Nach Trump gilt er als Erlöser und unangreifbare Lichtgestalt. Wie bei Greta geübt, küssen ihm alle die Füsse und beten ihn an. Der Verstand ist schon lange verloren gegangen. Wie sollte er plötzlich wieder Einzug halten? Die Staatsoberhäupter versuchen ihre Unfähigkeit dadurch zu kaschieren, dass sie einer globalen Öko-Diktatur huldigen, hinter der sie sich bis zur Unsichtbarkeit verstecken können.

    94
    0
  • Gadsden flag sagt:

    Tony Blair hatte halt das falsche Männchen.

    33
    1
  • Hans Peter sagt:

    Die geistige Degeneration dieser Herrschaften veranschaulichte die clowneske, an dressierte Pinguine in einem Zirkus erinnernde Showtime der gegenseitigen Begrüssung mittels Ellbogentouch. Etwas entlarvend Würdeloseres als dieses Marionettentheater habe ich noch selten gesehen - fand es aber mehr als bezeichnend dafür, was die Bevölkerung von diesen Protagonisten erwarten kann.

    118
    0

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.