13. Mai 2021
Cora Stephan

Gratis-Mut: Tom Cruise gibt seine Golden Globes zurück. Es wirkt anbiedernd und billig

Tom Cruise hat seine Golden Globes zurückgegeben und damit, genau, ein Zeichen gesetzt gegen die «sexistischen, homophoben und rassistischen Praktiken von Ausschluss, Schikane und Voreingenommenheit» der HFPA, des Verbandes nichtamerikanischer Filmjournalisten, der das hässliche Teil verleiht.

Der Sender NBC schliesst sich an und wird die Preisverleihung im kommenden Jahr nicht mehr übertragen.

Der Anlass? Die Los Angeles Times hat recherchiert und, Skandal, festgestellt, dass keines der 87 Mitglieder der Hollywood Foreign Press Association schwarz ist.

Der Grund, vielleicht: das Spektakel interessiert niemanden mehr so recht, Ende Februar haben 60 Prozent weniger eingeschaltet als im Jahr zuvor. Da schadet es also nicht, wenn man auf Distanz geht.

Frage: Warum nicht schon früher? Ist bis dato niemandem aufgefallen, dass all diese Preis-Verleihungsmaschinen korrupt sind, dass selbstredend nicht nur bei der HFPA geheim gehalten wird, wer alles für nicht preiswürdig gehalten wird, dass bestochen und gemauschelt wird, was das Zeug hält?

Gratis-Mut, mal wieder. Aber Hauptsache, es wurde Tugend zur Schau gestellt.

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10 Kommentare zu “Gratis-Mut: Tom Cruise gibt seine Golden Globes zurück. Es wirkt anbiedernd und billig”

  • hape sagt:

    Es ist eh Wurscht. Die Covid-Lüge mit allen ihren Folgen hat gezeigt, dass der traditionelle Film samt den Kinos tot sind und bald werden nur noch die Älteren sich erinnern, dass man früher Monumentalspektakelfilme an einem Ort namens "Kino" gemeinsam mit anderen erlebt hat.
    Also sind auch OSCAR und GLOBE obsolet.

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  • Edmo sagt:

    Auch die grössten Filmhelden sind im richtigen Leben oft nur feige Schleimscheisser. Während sie auf der Leinwand weder Tod noch Teufel fürchten, haben sie hinter der Leinwand noch nicht einmal einen eigenen Standpunkt. Ein solcher könnte sich ja als Risiko entpuppen. Also quäkt man mit der Meute und lässt sich von den Mainstream Medien einmal mehr als Held feiern. Charakter geht anders, davon weiss ein Scientology-Schaf wie Tom Cruise aber sicherlich gar nichts.

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  • gian sagt:

    Gratismut! Der heldenhafte Tom Cruise.
    Peanuts im Vergleich zum Mut, den es braucht, wenn ein Mitglied das sinkende Sektenschiff mit Auflösungserscheinungen verlassen will.
    Mission Impossible!
    Für diffamierte, bedrohte und verfolgte Aussteiger mussten Beratungsstellen geschaffen werden.

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  • markus.schudel@gmx.ch sagt:

    Es führt auch zu Schleudertraumen: Jedesmal, wenn ich wieder eine Gräuelgeschichte aus der links-grünen Terrorküche lese oder höre - was ja permanent der Fall ist - reisst es mir Kopf und Hals nach hinten und nach vorne. Ob das die Krankenkasse und später die IV bezahlt?

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  • T sagt:

    Na ja, es stellt für die Welt keinen Verlust dar, wenn ein Scientology-Halbmilliardär, medienwirksam auf das heuchlerische Woke-Züglein aufspringt. Das sollte man kopfschüttelnd unter den Kategorien "top-fun" und "mission accomplished" abhaken. aber Vorsicht! Ständiges Kopfschütteln führt zu Nackenverspannungen, Kopfschmerzen und damit zum Erbrechen, sprich Kotzen.

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    • markus.schudel@gmx.ch sagt:

      Es führt auch zu Schleudertraumen: Jedesmal, wenn ich wieder eine Gräuelgeschichte aus der links-grünen Terrorküche lese oder höre - was ja permanent der Fall ist - reisst es mir Kopf und Hals nach hinten und nach vorne. Ob das die Krankenkasse und später die IV bezahlt?

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    • W.E sagt:

      Diese Anschuldigungen gegen Tom Cruise weise ich von Ihnen zurück. In Ihren Augen ist ein erfolgreicher Scientologe schmutz für die Gesellschaft. Integrität ist entscheidend und wenn er das für richtig hält ist das in Ordnung. Antagonismus hat noch nie etwas zustande gebracht. Kopfschütteln bringt sie auch nicht weiter.

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      • Ulrich J. sagt:

        Die Verlogenheit dieses Herrn hat wohl wenig er mit seiner Zugehörigkeit zu einer Sekte zu tun. Wären die angegebenen Gründe für die Abgabe echt, so hätte er sie gar nicht erst annehmen dürfen. Das wäre dann aber der Karriere nicht förderlich gewesen. Es ist wie bei „metoo“, alles wiederholt sich.

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