29. Juni 2021
Thomas Renggli

Der grösste Schweizer Sieg: Vladimir Petkovics Mannschaft gelingt die Sensation – sie wirft Weltmeister Frankreich aus dem Turnier

Wenn es zum Elfmeter-Schiessen kommt, versagen den Schweizern die Nerven. Das Glück gleitet ihnen durch die Hände oder fliegt an den Pfosten. Normalerweise.

In Bukarest wird die Geschichte umgeschrieben.

«Les Petits Suisses» bieten alles, was ihnen zu Beginn des Turniers abgesprochen wurde: Solidarität, Disziplin, Kampfgeist – und einen geradezu heroischen Siegeswillen.

In einer verrückten zweiten Halbzeit verschiesst Rodriguez einen Penalty – aber seine Teamkollegen machen in extremis einen Zweitore-Rückstand wett.

Und am Schluss gewinnt die Petkovic-Mannschaft die Kurzentscheidung aus elf Metern.

Alle Schweizer treffen. Bei den Franzosen scheitert ausgerechnet Wunderstürmer Kylian Mbappé.

Der Erfolg gegen den Weltmeister – verbunden mit der Qualifikation für die Viertelfinals – ist der grösste Erfolg einer Schweizer Mannschaft seit 1954.

Und er gibt vor allem Vladimir Petkovic Recht. Der Nationaltrainer hält mit einer an Sturheit grenzenden Konsequenz an seinen Leistungsträgern fest und wird in Bukarest mit dem grösstmöglichen Lohn beglückt.

Damit geht für seine Mannschaft die Jagd durch Europa weiter – am Freitag mit dem Viertelfinal gegen Spanien. Dabei ist der dreifache Europameister grosser Favorit.

Die Ausgangslage könnte für die Schweiz nicht besser sein.

414 9

8 Kommentare zu “Der grösste Schweizer Sieg: Vladimir Petkovics Mannschaft gelingt die Sensation – sie wirft Weltmeister Frankreich aus dem Turnier”

  • Waldi Wick sagt:

    Lieber Thomas, Dein Vater war ein wenig aufgeklärter als Du, junger Spund. Ohne einen YANN SOMMER - und zwar während des gesamtes Spiels - wäre der Traum vom 1/4 Finale schon nach 60 Minuten "gegessen" gewesen. Kein Petkovic, kein Xaka oder wie die alle heissen mögen, haben die Schweizer Nati 'gerettet' nur Yann Sommer alleine. Geh' bitte in Dich, lieber Thomas und schau künftig richtig hin, bevor Du kribbstelst. So wie Papa Sepp es tat.

    4
    12
  • THINK sagt:

    Die Franzosen werden sich am Erfolg der "Petit-Suisses" rächen mit Giftpfeilen gegen unser Land in Sachen EU ... Vive la France, Vive Macron, Vive Brigit Bardot, Vive Chevalier, Vive Poulidor!

    10
    27
  • Brunoli sagt:

    Eine Superleistung der Schweizer Fussballnationalmannschaft. Sie haben gezeigt, dass sie wirklich viel drauf haben. Über den Erfolg freuen wir uns. Aufgrund der Stärken der Nati kann man durchaus daran denken, dass sie sogar auch noch die Spanier bezwingen werden.

    39
    2
  • Realo100 sagt:

    Ab sofort sollte jedem CH-Fussballer ein eigener Coiffeur zur Verfügung gestellt werden. Was auch immer im Vorfeld passierte, ab sofort freuen wir uns Schweizer wieder über Seferovic, Gavranovic & Co

    31
    6
  • Janosh sagt:

    Ja es war ein Spiel 'David gegen Goliath'. Trotzdem haben mir die französischen Spieler und ihre Fans fast ein wenig leid getan (wären da nicht die im Vorfeld gemachten abschätzigen Bemerkungen über die Schweiz und unsere Spieler gewesen).
    Aber im Testosteron-Rausch wird ja viel geplappert!

    51
    1
  • Rolf Bolliger sagt:

    Die von der Schweiz an die Fussball-EM geschickten Sportler haben mit viel Glück und einer optimalen "Tagesverfassung" den Viertelfinal erreicht, Anderseits sind die Spitzen-Mannschaften (Frankreich, Portugal) mit den gegenteiligen Nebenwirkungen im Achtelsfinal ausgeschieden! So ist die Sportwelt! Wer das gestrige Spiel am TV verfolgte und die versteinerten Gesichter bei der Schweizerischen Nationalhymne nicht verfolgte, sah tatsächlich ab 21.10 bis 23.45 h toller Fussball-Sport!

    48
    7
  • Rote Pille sagt:

    Es gilt hier anzuerkennen, dass diese Mannschaft - unabhängig davon ob einige die Hymne singen oder nicht, den Doppeladler zeigen oder sich privat mit fragwürdigen Imamen treffen - unglaublich viel Herz, Teamgeist und Nervenstärke bewiesen hat. Man kann diesen grossen Erfolg auch einfach mal kritiklos stehenlassen und das "Schweizer Team" feiern. Glückwunsch für diesen historischen Sieg.

    73
    3
  • winner16 sagt:

    So schnell geht es in unserer Welt. Ein gutes Spiel und der gesamte Bullshitt der Vergangenheit ist vergessen! Bin immer noch kein Freund dieser Truppe, aber meinen Respekt für die Leistung von gestern haben sie allemal! Und es ist ja nur ein Fussballspiel! 😉

    129
    4

Schreiben Sie einen Kommentar

© Copyright 2021 - Weltwoche daily

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche-daily.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.

Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Unzulässig sind Wortmeldungen, die

  • Nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommerzieller Natur sind
  • andere Forumsteilnehmer persönlich beleidigen
  • einzelne Personen oder Gruppen aufgrund von Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen
  • in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • verächtliche Abänderungen von Namen oder Umschreibungen von Personen enthalten
  • mehr als einen externen Link enthalten
  • einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.