18. Januar 2021
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Alex Baur

Der letzte Schrei aus den USA ist mittlerweile auch in der Schweiz angekommen: Die Doppelmaske. Doch es geht noch verrückter

Kamala Harris setzt auf den klassischen schwarzen Stoff, President-Elect Joe Biden bevorzugt himmelblau für die zweite Schicht.

Der Trend aus den USA macht sich inzwischen auch auf Schweizer Gehsteigen und Waldwegen bemerkbar: Wer auf wokeness hält, begnügt sich nicht mit einer Gesichtsmaske – er stülpt sich sicherheitshalber gleich noch eine zweite darüber. Und zwar so, dass man die erste gut sieht. Schliesslich möchte man auch zeigen, was man «darunter» trägt, also nicht irgendeine billige Ramschware, sondern eine zertifizierte FFP2.

Und natürlich gibt es auch bereits Wissenschaftler, welche die Vorzüge der doppelten Bemaskung preisen. Die New York Times beruft sich dabei auf die Harvard-Absolventin Professor Linsey Marr, die bestätigt, was wir schon befürchtet hatten: Weil die Poren einer gängigen Maske grösser sind als der Durchmesser von Viren und Aerosolen, bringt jede zusätzliche Lage einen Gewinn.

Bis man dann irgendwann nicht mehr atmen kann. Aber das ist ein anderes Thema.

Noch nicht durchgesetzt hat sich bei uns der neuste Trend aus China. Bereits im letzten Frühling hat der australische Forscher Norman Swan herausgefunden, dass Coronaviren auch via Flatulenzen übertragen werden können.

Im Dezember hat die chinesische Luftfahrtbehörde CAAC gemäss der Nachrichtenagentur Bloomberg endlich reagiert und strenge Regeln für Flüge in Risikogebiete erlassen. Das Kabinenpersonal muss neben Masken, Plexiglas-Visieren, doppellagigen Handschuhen und Schuhbedeckungen Papiereinlagen in den Unterhosen tragen, welche allfällige Gasemissionen filtern.

Ob die Windeln auch den Geruch wegzaubern, ist leider nicht bekannt.

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