04. Mai 2021
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Rolf Hürzeler

Der Rücktritt der Ersten Ministerin Nordirlands ist ein Alarmzeichen

Brennende Busse in den loyalistischen Quartieren von Belfast, Steine werfende Jugendliche an den kritischen Punkten in Londonderry – das sind die aktuellen Bilder aus der nordirischen Provinz.

Nun hat die Chefin der Regionalregierung, Arlene Foster, bekannt gegeben, dass sie in den nächsten Wochen zurücktreten werde. Sie hat den Rückhalt ihrer politischen Klientel verloren, der unionistischen Bevölkerungshälfte in Nordirland.

Diese sieht ihre Zukunft verraten mit der Brexit-Übereinkunft zwischen London und Brüssel. Das Protokoll zieht eine Zollgrenze in der Irischen See, die Nordirland von der Hauptinsel faktisch abtrennt und zu einem Teil der EU macht – und damit aus unionistischer Sicht der irischen Republik.

Boris Johnson und die EU sind gut beraten, diese bürokratische Schikane schnell aufzuheben, andernfalls kommt es in Nordirland schlecht. Denn die Unionisten sind wütend – und das zu Recht.

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