29. April 2021
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Thomas Renggli

Der SC Bern feuert Sportchefin Florence Schelling. Es ist mitten in der Geschlechterdiskussion ein heikler Entscheid, aber der richtige.

Die Meldung sorgte im April 2020 für weltweites Aufsehen. Der SC Bern, der grösste und populärste Eishockeyklub des Landes, machte mit der Zürcherin Florence Schelling als erster Profiverein eine Frau zur Hauptverantwortlichen für den Sportbetrieb. «Kompetenz ist wichtig, nicht das Geschlecht», sagte CEO Marc Lüthi.

Nur zwölf Monate später sind diese Worte Schall und Rauch. Am Mittwoch gab der SCB die Trennung von der Sportchefin bekannt. Es ist das überfällige Ende eines Experiments, das rückblickend nur als PR-Coup eine kurzfristig positive Wirkung hatte.

Denn Florence Schelling war die falsche Person am falschen Ort. Sie besass weder das Netzwerk noch die Erfahrung für diesen Job. Und vor allem stolperte sie letztlich über das, was ihr zur grösstmöglichen Publicity verholfen hatte: über ihr Geschlecht. Denn der Eishockeysport ist – ähnlich wie das Schwingen – eine Männerwelt. Und Schelling machte viel zu wenig, um daran etwas zu ändern.

Innerhalb von nur zwei Jahren löste sich ein Meisterteam in Luft auf – und Schelling sagte dazu: «Jetzt muss etwas passieren.» Nun ist etwas passiert. Das Missverständnis wurde beendet.

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2 Kommentare zu “Der SC Bern feuert Sportchefin Florence Schelling. Es ist mitten in der Geschlechterdiskussion ein heikler Entscheid, aber der richtige.”

  • Florence sagt:

    Von Eishockey verstehe ich gar nichts, aber ich bin eine-schon ziemlich alte- Frau. Als solche würde ich Frau Schelling gerne einen Rat geben. Suchen Sie sich ein Betätigungsfeld das Ihnen zusagt. Man muss nicht auf Biegen und Brechen etwas beweisen wollen. Man ist nicht automatisch emanzipiert weil man sich in Männerdomänen bewegt. Es ist nun einmal so: Männer sind körperlich stärker, da können Frauen nicht mithalten. Und Eishockey ist nun mal nur etwas für starke Männer.

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  • Mueller sagt:

    Was hat eine Frau in einer harten Männersportart verloren? Lasst die Männer endlich wieder richtige Männer sein!

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