22. März 2021
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Wolfgang Koydl

Deutschland im Jahr zwei von Corona: Willkommen in der neuen Deutschen Demokratischen Bundesrepublik von Merkels Gnaden

Die Lücken, die letztes Jahr in den Regalen gähnten (Klopapier!), sind längst aufgefüllt. Aber sonst beschleicht viele Ostdeutsche immer mehr ein Déja-vu-Gefühl: Schlangen vor Geschäften, Picknickkorb statt Restaurant, das Parlament nickt ab, was die Regierung beschliesst, und wer demonstriert, bekommt die ganze Staatsmacht zu spüren, mit Pfefferspray, Wasserwerfer und Diffamierungen.

Willkommen in der Deutschen Demokratischen Bundesrepublik im Jahr zwei von Corona.

Kein anderes Land ist so lange und so streng im Lockdown, und manche glauben, eine klammheimliche Freude bei der von der FDJ-Sekretärin zur Bundeskanzlerin gewandelten Angela Merkel zu entdecken. «Warum kann man Reisen nicht einfach verbieten», soll sie in vertraulicher Runde gestöhnt haben.

In der Filmkomödie «Good Bye, Lenin!» wird einer alten Dame vorgespielt, dass die DDR weiter existiert. Heute schafft sich eine ältere Dame die DDR irgendwie real zurück.

Der Film dauerte zwei Stunden, Deutschland im Lockdown bald ein halbes Jahr. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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4 Kommentare zu “Deutschland im Jahr zwei von Corona: Willkommen in der neuen Deutschen Demokratischen Bundesrepublik von Merkels Gnaden”

  • Markus23 sagt:

    Wir sollten einfach alle die Massnahmen verweigern. Das gilt auch für andere unsäglichen Massnahmen. zB das Rauchverbot. Ich rauche wann und wo ich will und lass mir doch nicht alles vorschreiben. Oder die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30. Entweder fahre ich Auto oder gehe zu Fuss.

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  • hape sagt:

    "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen!" Das Problem liegt nicht nur bei DDR-Angie sondern (analog zu uns) beim Volk. Solange die grosse Mehrheit des Volkes schweigt, wird sich nichts ändern. Im Koreakrieg sind die Chinesen mit Sackmessern in Achterreihe auf die Linien der Amis zugestürmt. Die konnten gar nicht so schnell schiessen. Damit sage wenn alle die Massnahmen von Berset verweigern, hat der keine Chance mehr.

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  • Edmo sagt:

    Deutschland beschwört jeden Tag das «nie wieder» Mantra. So sinnentleert und einschläfernd wie stundenlanges herunterleiern der Rosenkranzgebete. Doch das Land der Dichter und Denker merkt nicht, dass sich eine neue, ganz üble Diktatur breit macht. Noch schlimmer, das Land weigert sich konsequent, die Entstehung der neuen Diktatur zu erkennen. Schelte gibt es in den Medien nur noch für kritische Stimmen. Das Volk ghorcht devot und wählt auch schön brav die demokratiefeindlichen Altparteien.

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  • T sagt:

    Good bye Deutschland! Deutschland schafft sich ab, die Schweiz läuft hinterher auf die Klippe zu und merkt es nicht.

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