17. September 2021
Henryk M. Broder

Heiko Maas glaubt, dass Finanzhilfen bei den Bedürftigen in Afghanistan ankommen. Die Taliban hätten es versprochen

Die gute Nachricht zuerst. Das Arbeitslosengeld II, auch Hartz IV genannt, wird erhöht.

Die schlechte Nachricht ist die Kehrseite der guten: Die Erhöhung beträgt drei Euro, sie tritt am 1. Januar 2022 in Kraft. Der «Regel-satz für alleinstehende Erwachsene» wird von 446 auf 449 Euro angehoben. Das ist weniger als ein Prozent, derweil die Inflation offiziell knapp unter vier Prozent liegt, Tendenz steigend.

Was bekommt man für drei Euro? Wenn man lange genug sucht, eine Currywurst mit Pommes an einem Imbiss-Stand in Moabit oder ein Kilo Äpfel aus Brandenburg bei Aldi.

Die Regierung sagt, Sinn der «Anpassung» sei es, «ein menschenwürdiges Existenzminimum zu sichern».

Genau darum geht es auch bei der «humanitären Hilfe» für Afghanistan, die, so der deutschen Aussenminister, «an keine Bedingung» gebunden sein wird. Als erste Rate sollen 100 Millionen Euro fliessen, weitere 500 Millionen sind zugesagt.

Aussenminister Heiko Maas ist überzeugt, dass diese Zahlungen bei den Bedürftigen in Afghanistan ankommen werden. Das haben die Taliban angeblich versprochen.

Jetzt müssen sich nur noch die Hartz-IV-Empfänger verpflichten, mit der 3-Euro-Zulage verantwortungsbewusst umzugehen und nicht den ganzen Betrag auf einmal auf den Kopf zu hauen.

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21 Kommentare zu “Heiko Maas glaubt, dass Finanzhilfen bei den Bedürftigen in Afghanistan ankommen. Die Taliban hätten es versprochen”

  • steinlin sagt:

    Man hat in Deutschland oft das Gefühl, wenn man jemand nicht brauchen kann, wird er/sie befördert, z.B. Heiko Maas, Annegret Kramp-Karrenbauer, von der Leyen usw.

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  • peterlinz sagt:

    Nachdem sämtliche westliche Regierungen scheinbar keinen blassen Dunst hatten und haben, wie die afghanische Gesellschaft seit langem funktioniert, verpulvert jetzt der Westen Hilfsgelder, die wie in Afrika meist den Herrschern zufallen oder verhindern, dass notwendige Reformen gemacht werden und dem eigenen Volk geholfen wird. Es liegt nicht am Westen, diesen Despoten zu helfen, dafür gibt es genügend kulturnahe Länder im Nahen Osten. Sie wollen den Westen nicht und brauchen ihn nicht.

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  • Josef Hofstetter sagt:

    Er ist einer der noch an Märchen glaubt. Den Taliban vertrauen, ich glaube der hat keine Ahnung was sich alles auf der Welt zuträgt. Wen Scholz gewählt würde, dann kann er weiter in seiner Fantasiewelt leben und grosszügig Geld an Terroristen verteilen.

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  • Arnold Ganz sagt:

    Wenn man einfach alles glaubt, nur weil man es gerne hört, befindet man sich auf dem sichersten Weg, in die Einseitigkeit und schliesslich in die Diktatur. Leider scheint es, dass die Gilde der ideologischen Schönschwätzer in beschleunigtem Mass zunimmt. Denen es weniger um die Sache, als um den parteiischen und persönlichen Machtgewinn und Machterhalt, als um das Wohlergehen all jener, denen sie als gewählte „Volks-Vertreter“ eigentlich verpflichtet wären.

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  • T sagt:

    Sehr geehrter Herr Broder. Bleiben Sie uns noch lange erhalten, als Leuchtfeuer der Vernunft. Danke.

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  • Edmo sagt:

    Heiko Maas konnte nun schon viele Jahre lang beweisen, dass er auf dem Niveau einer Annalena Baerbock angesiedelt ist. Natürlich prescht er immer vor, wenn irgendwo ein Mikrofon oder eine Kamera sichtbar wird. Doch etwas Gescheites, gar mit Substanz, habe ich von diesem Dummschwätzer noch nie zu sehen oder hören bekommen. Seine Äusserungen zu den Taliban und der Verteilung von Finanzhilfen kommen nicht überraschend. Er kann es nicht besser.

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  • antwerpen.1995 sagt:

    Diese Versprechungen für finanzielle Hilfe für Afghanistan von die verschiedene europäische Exekutiven könnte damit nur Fassade sein, und nach ihre Inhalte schwierig zu kontrollieren.

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  • antwerpen.1995 sagt:

    Die größten Zentralbanken ließen schon vor 4 Wochen die Meldung über die online-Leitmedien fließen das die Afghanen das Bargeld ausgeht , ....das aber sie, die Zentralbanken, eine digitalzahlung als Lösung parat haben für die Staatsangestellten,... falls die Taliban damit einverstanden sind. Ich interpretiere das so das der Deal schon gemacht worden war, .... das damit das Land faktisch unter Aufsicht von diese Zentralbanken steht.

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  • Konrad Kugler sagt:

    Eine hypermoralische Vertrottelung.

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  • Stefan Mueller sagt:

    Man beachte die offensichtliche Verwechselbarkeit vom Mutti-Vasall Maas mit Hitlers strammen Vasall Heinrich, dem für die spezielle Aufgaben....
    Ebenso auffallend der absolut identische Anti-Juden-Trip der 2 Vorzeige-Teitschen!
    Damit bekommt des Heikos """ wegen Auschwitz in die Politik"""...ein ganz spezielles Gschmäggle!

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  • Fede sagt:

    Der „blauäugige“ Heiko Maas. Wie kann man nur..?
    Die Taliban hätten es versprochen..! Na wenn die das so hoch & „muslimisch“ versprechen..!!

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  • Der Michel sagt:

    Und die EU-Kommission lässt in persona der ehrenwerten Madame vdL verlautbaren, dass die zugesagten Finanzhilfen für die Opfer der (politisch zumindest mitverschuldeten) Flutkatastrophe im Ahrtal "leider" nicht ausbezahlt werden können, weil "der Fördertopf" für 2021 bereits "ausgeschöpft" sei. Wer solche Politiker hat braucht keine Feinde mehr.

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    • Stefan Mueller sagt:

      Während der, der "wegen Auschwitz in die Politik ging", (wie auch immer gemeint)....(wenn z.B. der Mutti-Lakai Steineier jedes Jahr den Mullahs zur erfolgreichen Revolution gratuliert),
      den Taliban bereit gegen 500 Milliönchen versprach...und in UNO-Abstimmungen stets mit Islamisten/arabischen Terrorregimen stimmen lässt;
      hat Mutti den gemeinen Michel zu Spenden für die Flutopfer aufgerufen!
      Und da dies ja bei den gutausgebildeten Hochqualifizierten mit den Teddybärchen so wunderbar geklappt hat

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  • magichamlet sagt:

    Vieles scheitert am Geld. An dem Geld das man für die eigene Bevölkerung nicht hat, dafür aber für andere. Dann wundert man sich, das immer mehr Nationalismus aufkommt, den man dann gleich als rechtsextrem wieder versucht zu diffamieren. Wenn mir mein Nachbar wichtiger ist, als ein Bauer in Hinterwälderististan ist das doch das normalste der Welt.

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